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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Bei der gestern abgehaltenen Generalversammlung der Museums-Mitglieder wurde nach der Verlesung des Geschäftsberichtes, der sehr befriedigend zur Kenntnis genommen wurde, der Kunstmaler Blaas, Professor in Wien, zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt, worauf die statutenmäßige Neuwahl des Ausschusses erfolgte. Diese ergab folgendes Resultat: Vorstand: Hofrat Johann Kiechl, Kuratoren: Präsident Friedrich von Attlmayr, Landesgerichtsrat Dr. Florian Blaas und Prof. Dr. Tobias Wildauer; Bibliothekar: Dr. Josef Egger; Kassier: Dr. Othmar v. Riccabona; Direktoren des Kunstfaches: Dr. Gustav v. Gasteiger, Statthaltereisekretär; Maler Franz Hellweger, Dr. David Schönherr, kaiserlicher Rath, Statthaltereisekretär Wieser; Direktoren des historischen Faches: Prof. Dr. Busson, Prof. Dr. Alfons Huber, Landesschulinspektor Schneller; Prof. Dr. Franz Wieser; Direktoren des naturhistorischen Faches: Prof. Dr. Heller, Oberstlieutenant Reichardt, General v. Sonklar. Die Gesamtzahl der Museums-Mitglieder beträgt gegenwärtig 528 nebst 22 Ehrenmitgliedern.
Erwerbungen des Ferdinandeums: Vom königl. baier. Hofphotographen Herrn Johannes in Partenkirchen erhielt das Museum als Geschenk eine prachtvolle Sammlung von senien gelungenen photographischen Aufnahmen der Burgen Tirols. Angekauft wurde das von Herrn Rabensteiner gemalte Bild des Fragmentisten Philipp Jakob Fallmerayer
Erzherzog Karl Ludwig schenkt dem Ferdinandeum 6 wertvolle Musikinstrumente, darunter eine Violine des berühmten Geigenmachers Nikolaus Amati
Es sind dem Ferdinandeum in letzter Zeit mehrere Geschenke übergeben worden, darunter das Staffeleigemälde „David und Abigeil“ von Josef Arnold sen. (erst Ausführung eines späteren großeren Gemäldes, das sich schon im Besitze des Museums befindet); Photographien mit Werken des Künstlers Engelbert Kolp; für die zoologische Sammlung ein Igelfisch
Über eine Entdeckung in der Ambraser Sammlung im Belvedere (Doppelrüstung Erzherzog Ferdinands von Tirol aus dem Jahre 1547)
(Kunstsammlung in Ambras.) Als unter der Statthalterschaft des Erzherzogs Karl Ludwig, des Bruders des Kaisers, das prachtvoll in reizender Gegend gelegene Schloss Ambras einer gründlichen Restauration unterzogen und in den letzten jahren mit ziemlichem Kostenaufwande und gründlicher Sachkenntnis erfolgte, da tauchte bei vielen Kunstliebhabern die Hoffnung auf, das Schloss Ambras werde nun mit der Zeit wieder mit der werthvollen Sammlung des kunstsinnigen Ferdinand ausgestattet werden. Diese Hoffnungen erwiesen sich bis heute als eitel; denn bis zum heutigen Tage ist nicht von der Ambraser Sammlung, welche im Kriegsjahre 1806 vor den Franzosen nach Wien geflüchtet und dort im Belvedere untergebracht wurde, an seinen ursprünglichen Bestimmungsort zurückgekommen. Ein kleiner Bruchtheil aus der Kunstkammer des Erzherzog Ferdinand, zumeist aus unvollständigen Exemplaren oder aus einzelnen ganzen Suiten herausgerissene Stücken bestehend, war im Schloss zurückgeblieben. Diese unzusammenhängende Stücke versuchte man seither im Schloss Ambras zu einer Sammlung zu vereinigen, die jedoch in ihrer fragmentarischen Zusammensetzung nicht einmal die Neugierde der zahlreichen fremden Besucher befriedigen konnte und für wissenschaftliche Studien , zumal für die Kunstgeschichte Tirols, nahezu wertlos waren. In der Folge der bewerkstelligten Neuorganisation und Konzentrierung der gesamten Kunstschätze des Allerhöchsten Kaiserhauses zu einem gorßen Ganzen in das neue großartige Museum, welches von Semper und…
Im Schlosse Ambras werden, wie wir höhren, verschiedene Adaptierungen von Lokalitäten zur Aufnahme der aus Wien gekommenen, allein an Waffen und Rüstungen über 3000 Stücke enthaltenden Sammlung vorgenommen. Die Stallungen, welche bisher den schönen Park und die ganze südliche Front des spanischen Saales maskierten und jedem Besucher beim Eintritt in den Schlosshof unangenehm sich bemerkbar machten, werden demoliert; mit dieser Arbeit ist bereits begonnen worden. Die Sammlung wird nicht im Schlosse selbst, sondern in den Sälen bei der ersten Schlosspforte untergebracht werden. Alle diese für das Schloss Ambras bedeutsamen Anordnungen sind ohne Zweifel durch den jüngst hier anwesenden ersten Obersthofmeister Fürsten v. Hohenlohe getroffen worden
05.10. und 07.10.1880 – Die Gedenkhalle des Kaiserjägerregiments auf dem Berg Isel wurde gestern nachmittags um 2 Uhr im Beisein Ihrer Excellenzen des Landeskommandierenden FML Grafen Thun-Hohenstein, des Statthalters Ritter v. Widmann und des Geheimrates Oberlandesgerichts-Präsidenten Dr. Farsoglia, dann des Generalmajors Grafen Grünne, des Landesgericht-Präsidenten Dr. Ferrari, des Bürgermeisters Dr. Falk und vieler anderer Honoratioren und des Offizierskorps der Garnison durch den Regimentskommandanten Obersten v. Knöpfler eröffnet, indem derselbe auf dem Platze vor dem Restaurationsgebäude in bündiger Rede den Zweck und die Bedeutung der Ruhmeshalle für das Vaterland erläuterte. [] Wer seit einem Jahre nicht mehr auf dem Berg Isel war, findet jetzt daselbst bedeutende Veränderungen vor. Die Restauration ist aus dem Hauptgebäude in die zwei kleinen, sich symetrisch gegenüberstehenden kleinen Hallen verlegt, vor deren sich zugekehrten Seiten je eine nette Veranda angebaut ist. Das ehemalige Restaurationsgebäude wurde aber im Verlaufe des Sommers fast in seinen sämtlichen Räumen zu einem kleinen Museum umgestaltet. Der große ebenerdige Saal ist jetzt eine freundliche Halle, in welcher der Reihe nach an den Wänden hin Waffen und Kriegsgeräthe, Bilder und Namestafeln mit Jahreszahlen und Inschriften nebst sechs einzelnen bekleideten Jägerfiguren ausgestellt sind. An der Wandfläche links vom Eingange beginnt die Geschichte des Kaiserjäer-Regiments bei…
Die Stadt Innsbruck macht dem Ferdinandeum einen Wappenstein Herzog Sigismunds zum Geschenk. An die Schenkung wird die Bedingung geknüpft, diesen niemals zu veräußern.
Hall besitzt einen uralten Bergbau auf Salz, dessen jährliches Erträgnis von Sudsalz bei 300.000 Zentner ausmacht, Von diesem Bergwerke erliegen beim k.k. Finanzministerium zwei Gedenktafeln aus Erz mit reichem figuralen Relief, welche das Aufschlagen von zwei Stollen in der Saline Hall, nämlich des Kaiserbergstollens am 17. Mai 1563 unter dem römisch-deutschen Kaiser Ferdinand I und des Erzherzogenbergstollens am 26. Mai 1648 durch den damaligen Landesfürsten von Tirol, Erherzog Ferdinand Karl, zum Gegenstand haben. Der Herr Finanzminister hat diese beiden Tafeln, welche einen nicht unbedeutenden Alterthums- und Kunstwerth haben, dem Ferdinandeum dauernd gewidmet.und zugleich bewilligt, dass dieselben vor der Absendung nach Innsbruck durch die Zentral-Kommission für Kunst und historische Denkmale photographisch aufgenommen und sodann dem k.k. Museum für Kunst und Industrie zur zeitweiligen Ausstellung übergeben werden.
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