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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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(Eingesandt.) Ein Engländer, der Innsbruck zum ersten Mal besuchte, äußerte dem Schreiber dieser Zeilen gegenüber: „Nach den Prospekten über Innsbruck glaubte ich hier eine besonders gute Luft und Ruhe für meine Nerven zu finden; statt dessen begegne ich einer Atmosphäre und einen Lärm, wie in Manchester oder in einer anderen Fabriksstadt meiner Heimat.“ (Ursache der Beschwerde ist ein in der Hibler´schen Feigenkaffeefabrik aufgestellter Explosionsmotor. Der Lärm, welchen diese Maschine fast den ganzen Tag fast ununterbrochen verbreitet, stört die ganze Umgebung auf die empfindlichste Weise. Noch schlimmer als der Lärm aber ist der Qualm und Gestank der neuen Maschine)
(Ein Erdbebenpendel in Innsbruck.) Seit Ende Oktober ist an dem Institut für kosmische Physik der Innsbrucker Universität ein Erdbebenpendel aufgestellt, welches von der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften angeschafft und von der k. k. Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien dem Institut zur Aufstellung gegeben wurde. Dasselbe ist ein Horizontalpendel für zwei Komponenten, nach dem System des Dr. Mainka in Straßburg, bestimmt, um horizontale Stöße von Fernbeben aufzuzeichnen. Für fühlbare lokale Beben ist das Instrument nicht gebaut und wird bei solchen nur den Beginn aufzeichnen. Die hiesige Erdbebenstation hat hauptsächlich den Zweck, al ein neues Glied in dem bisher noch recht lockeren Netz von europäischen Erdbebenstationen zu unseren Kenntnissen von der Art und Weise, wie sich die Erdbeben von Ort zu Ort fortpflanzen, beizutragen; s.a.. 10.12.
(Eine Möve am Inn.) Gestern zeigte sich hinter dem Fleischbankgebäude am rechten Innufer eine Seemöve. Es sammelte sich alsbald auf der Innbrücke und beim Cafe „Andreas Hofer“ eine größere Menschenmenge an, die den seltenen Vogel neugierig beobachtete
Die Linden von St. Martin in Gnadenwald, die zweifellos zu den schönsten Exemplaren des Landes zählen, sollen gefällt werden … Wir fragen: Wo sind die berufenen Schützer heimischer Kulturdenkmäler? s.a. 19.02. Der Pfarrer von Baumkirchen lenkt ein
(Schutz der Alpenpflanzen.) Häufig genug sieht man, hauptsächlich an Sonntagen, von den sogenannten Plateniglplätzen Leute kommen, die nicht bloß die Hüte vollgepfropft mit Blüten, sondern auch mit dem ganzen Wurzelstock haben. Die Methode muss über kurz oder lang zur Ausrottung der Bergaurikeln führen
Ein schweres Lawinenunglück auf der Nordkette.) Ein bekannter Lawinenstrich ist auch der Abhang des Sattelkars zwischen dem Kemmacher und der östlichen Sattelspitze, wo alljährlich und ausnahmslos im Frühjahr eine Lawine niederging. Nur heuer was sie bis jetzt ausgeblieben. Gestern kam sie wieder, unheilvoll und unerwartet, und begrub zwei junge Menschen unter sich; die Unglückschronik der Nordkette ein tragisches Kapitel mehr. Zwei Söhne des Hoteliers Schlegel in Innsbruck, des Besitzers des Hotels „Viktoria“ am Bahnhofsplatz, der 14-jährige Realschüler Herbert und der 20-jährige Chemiker Josef Schlegel machten gestern gemeinsam eine Tour auf die Nordkette … Der Hergang des Unglückes und die Rettungsaktion … Noch spät nachts sah man von Innsbruck aus auf der Unglücksstelle hoch oben die Windlichter der Rettungsexpedition herabglänzen. Die Wenigsten der Städter wussten aber von der Tragödie, die sich gestern dort zugetragen hatte … Josef Schlegel konnte nur mehr tot geborgen werden, sein Bruder Herbert wurde von jungen kräftigen Männern, sorgfältig auf eine Bahre gebettet, geraden Weges durch die steile, beschwerliche Rossfall nach Gramart und bis zur Höttinger Kirche herabgebracht, wo ihn der Rettungswagen der freiw. Rettungsgesellschaft aufnahm … Erst vor kurzem verlor Hotelier Schlegel seine Gattin; s.a. 16.05. Herbert auf dem Weg der Besserung; Danksagung für den dahingegangenen…
(Erdbeben.) In der Gegend von Thaur wurden vorgestern zwei ziemlich heftige Erdstöße gespürt, die von donnerähnlichem Geräusch begleitet waren. Es dürfte sich um ein ganz lokales, mit den Salzlagern in Verbindung stehendes Beben handeln
In Innsbruck und Umgebung wurde ein Erdbeben mittlerer Stärke wahrgenommen, das nach allen Anzeichen und Begleiterscheinungen ein vulkanisches oder ein Einsturzbeben, also ein lokales Erdbeben war; s.a. 27.05.
Hochwasser in Hippach
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