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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Der Axamer Bach tritt bei Völs über die Ufer und macht die Straße nach Kematen für Fuhrwerke unpassierbar, sodass die dort gewesenen Equipagen wieder nach Kematen umkehren und daselbst über Nacht bleiben mussten
Vermurungen in Hippach
01.02.1865 – Am 21. ds. Mts. 1 Uhr 40 Minuten nachmittags wurde in der Gemeinde Kundl ein heftiges Erdbeben bemerkt, welche in 3 Stößen etwa 8 bis 19 Sekungen andauerte und die Bewohner in großen Schrecken setzte; einige stürzten vor Furcht sofort ins Freie, um nicht unter dem Schutt der Häuser begraben zu werden.
Extreme Schneefälle am Arlberg: „Am 3. d. Mts. schneite es so dicht, dass kein Vogel hätte über den Berg kommen können. An diesem Tag warf es einen 6 Fuß hohen Schnee, der überdies lawinengefährlich war. Auf der Tiroler Seite des Berges konnte die Passage durch 60 Arbeiter und 4 Pferde noch am selben Tage geöffnet werden; auf Vorarlberger Seite vermochte man das jedoch erst am 4. Abend 6 Uhr zu Stande zu bringen, nachdem die Tiroler Arbeiter zu Hilfe gekommen und 12 Pferde in Thätigkeit gesetzt worden waren. Hier in St. Christoph liegt der Schnee beim Hause 8 Fuß, auf der Landmark 14 Fuß und auf der Vorarlberger Seite 16 bis 18 Fuß hoch.
Aus Sölden wird gemeldet, dass in Folge der großen Hitze in letzterer Zeit das Wasser des sogenannten Wüthenbach-Ferners abfließt, was eine große Bergabsitzung zur Folge hatte. Es hat sich nun bei Sölden ein ganzer See gebildet, der eine Viertelstunde lang und 10 Minuten breit ist. Die fruchtbarsten Felder und Wiesen stehen unter Wasser. In Folge des fortwährend heißen Wetters schmilzt das Gletschereis immer mehr und mehr, und die Bergabsetzungen mehren sich. Der vom Wüthenbach-Ferner kommende Bach bringt fortwährend große Massen von Erde und Steinen daher, die er im Hauptthale ablagert und so die Weiterbildung des dahinter aufgestauten Wassers fördert. Sollte der See zum plötzlichen Durchbruch kommen, so gäbe es eine ungeheure Verwüstung durch das ganze Thal hinaus. Alles ist auf das höchste besorgt. Der Schaden, den der neugebildete See bereits verursacht hat, ist sehr groß und für die armen Bewohner von Sölden doppelt groß.
Aus dem Ötzthale wird berichtet, dass der See, welcher sich vor Sölden gebildet hatte, letzten Donnerstag ausgebrochen ist. Die Gemeinde wurde dadurch vom nassen Gaste befreit, dagegen durchbrach die hoch angeschwellte Ache bei Huben die Arche an zwei stellen und richtete viel Schaden an
Aus dem Ötzthale wird berichtet, dass oberhalb des Dorfes Huben sich verflossenen Dienstag in Folge eines großen Murbruches das Flussbett erhöht hat und droht der Fluss die alljährlich mehr oder weniger schon verunglückte Gemeinde Huben samt Haus und Hof und Feldern dem Ruin entgegenzuführen
Im Dorfe Rietz bei Telfs hat ein Muhrbruch bedeutenden Schaden angerichtet, sowohl an Feldungen, als an Wohngebäuden, indem 17 Familien obdachlos wurden. Man muss leider einen noch größeren Murbruch befürchten.
Gestern morgens tobte der sogenannte warme Wind mit einer solchen Heftigkeit, dass zwischen Innsbruck und Hall Telegraphen- und Eisenbahnsignalstangen zu Dutzenden umgerissen wurden
Aus dem Ötzthal berichtet man, dass Gefahr drohe, der Vernagtgletscher könnte in kurzer Zeit wiederum ausbrechen, welcher schon öfter diesem Thale großes Elend und Schaden bereitet hat
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