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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Polizei, Gendarmerie und Sicherheitswache

GendarmK.k. Gendarmerie

In Gemäßheit der Grundzüge für die Organisierung der k. k. Polizeibehörden sind auch der hierortigen k. k. Polizei-Direktion Civil-Polizeiwachen oder Polizeidiener zugetheilt worden. Die Civil-Polizeiwache versieht ihren Dienst in Civilkleidern und hat zu ihrer Legitimation bei Amtshandlungen, wo sie dem Publikum als ein öffentliches Polizeiorgan entgegentritt, je nach den Umständen entweder den k.k. Adler auf der Brust aufzustecken oder sich mit der Legitimationskarte auszuweisen.
Sperrstunde: „Zu einer bestimmten Stunde der Nacht, welche für die Provinzial-Hauptstadt Innsbruck mit dem hohen Statthalterei-Erlasse vom 18. September 1855 auf zwölf Uhr Nachts festgesetzt wurde, müssen Gast- und Schanklokalitäten, sowie Kaffeehäuser, geschlossen werden und es darf nach dieser Stunde Gästen weder der Zutritt zu denselben, noch das längere Verweilen daselbst gestattet werden. Dieses Verbot findet jedoch in Einkehrwirthshäusern auf ankommende Reisende und Fuhrleute keine Anwendung.“
Die Gendarmerie wird mit neuen Adjustierungs-Sorten ausgestattet, und zwar werden vorläufig 6000 Korse-Hüte mit eben so vielen Federbüschen, Futteralen und grünen Signalpfeifen-Anhängschnüren benöthigt
Die neue Adjustierungs-Vorschrift für die k.k. Gendarmerie ist nun genehmigt. Die Veränderungen beschränken sich auf die Kopfbedeckung und werden die Gendarmen in der Folge Filzhüte mit Federbuschen nach Art der Jägerhüte tragen
Reorganisation der Gendarmerie
Nach einer herabgelangten Entschließung ist die k.k. Polizeidirektion dahier aufgehoben. Die lokalen Geschäfe derselben gehen an den hiesigen Stadtmagistrat, die übrigen Agenden an die k.k. Statthalterei über. Ebenso wurde das k.k. Polizeikommissariat in Bozen aufgehoben. Die Polizeidirektion in Graz, Salzburg und Linz ist ebenfalls aufgelöst; s.a.03.04.
Nächtliche Verfolgung einer Diebin in Innsbruck
Innsbruck: Das Institut der Nachtwächter soll allmählich aufgelassen werden (mit Ausnahme der Turm- und Magistratswache). Das noch bestehende Personal soll bis zur gänzlichen Auflassung zu Nachtpatrouillendiensten gemeinschaftlich mit dem Polizei- und Gefällsaufsichtspersonale verwendet werden; die Aufgaben der beiden zuletzt genannten Korps sollen vereinheitlicht werden.
Der Stand der k.k. Gendarmerie in Tirol und Vorarlberg beziffert sich wie folgt: Zum Stabe des 3. Gendarmerie-Kommandos mit dem Sitz in Innsbruck gehören 1 Major, 1 Oberlieutenant-Adjutant, und ein Rittmeister-Rechnungsführer nebst dem erforderlichen Kanzlei- und Bedienungspersonal von 7 Mann. Bei den beiden Flügelkommandos befinden sich je 1 Rittmeister und 1 Lieutenandt, ferner 26 Wachtmeister, 63 Postenführer und 284 Gendarmen nebst 4 Offiziersdiener, somit ein Gesamtstand von 391 Mann. Von den 87 Gendarmerie-Stationsposten entfallen 46 auf Deutschtirol mit 161 Mann und 6 auf Vorarlberg. Auf 2.429 Einwohner und 1,36 Quadratmeilen trifft es einen Gendarmen
Bei der k.k. Gendarmerie werden nun die neuartigen Gewehre (System Frühwirth) eingeführt.
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