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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Schlachthof, Fleisch- und Fischbank

(Ein Seeungetier.) In der Zack´schen Fischhalle am Marktgraben ist ein Glattrochen aus der Nordsee ausgestellt
In der Fischhandlung Zack ist derzeit ein junger Menschenhai in der Auslage zu sehen
Schon lange zeigte sich die Notwendigkeit, in Hall ein Schlachthaus zu errichten und von Seite des Stadtmagistrates wurden schon vor einigen Jahren die nötigen Schritte eingeleitet und Erhebungen gepflogen. Zum Bau eines neuen Schlachthauses hat auch der verstorbene Brucker über Ersuchen des Bürgermeisters der Stadt 10.000 fl. vermacht. Schwierig war die Platzfrage. ... Das Schlachthaus muss aber gebaut werden, denn die Bezirkshautpmannschaft hat auf Grund einer am 4. März vorgenommenen Revision der Fleischhauergewerbe in Hall festgestellt, dass die gegenwärtig in Hall in Betrieb befindlichen Schlagbrücken, beziehungsweise Schlachträume den sanitären und gewerbepolizeilichen Anforderungen nicht entsprechen
Zur Innsbrucker Schlachthausfrage. In Betracht gezogen wurden für einen Neubau folgende Örtlichkeiten: 1. Der  Raum zwischen Inn und Sill an deren Einmündung, 2. ein nicht näher bezeichnetes Grundstück in Pradl, wahrscheinlich gegen die Sillhöfe zu, 3. die Wiltener Felder südlich vom Südbahnhof und zuletzt als einzig geeignet die Gründe unterhalb des Mentelbergs … Mit der Errichtung eines neuen Schlachthauses ist auch die Schaffung eines Viehmarktplatzes, zumal der bestehende von der Südbahn eben diesen Zwecken entzogen wird, und einer Markthalle eng verknüpft. Für Laien sei hier betont, dass nicht eine neue „Fleischbank“, ähnlich der bisherigen, sondern ein geräumiges Schlachthaus zu schaffen ist, während die Fleischverkaufsstände teils an der bisherigen Stelle verbleiben, teils aber im Laufe der Zeit von den Fleischhauern selbst (in verschiedenen Orten der Stadt verteilt) eingerichtet würden … Anforderungen an das Schlachthaus  …Ein Vorschlag … Bei Annahme dieses Projektes würde nicht nur die bisherige Schlachthalle, sondern auch ein immer größerer Teil der „Fleischbank“ frei. Obige Räume ließen sich dann in einfachster Weise in einen Gemüsemarkt umgestalten. Auch hätte Innsbruck eine gedeckte Markthalle für gewöhnliche und einen genügenden Platz für stärker besuchte Markttage zur Verfügung
Vom neuen städtischen Schlacht- und Viehhof
Besichtigung des neuen Schlachthauses … Als besonders wertvoll wird von Fachmännern das Lokal zur Reinigung des Mageninhaltes geschätzt. In anderen Schlachthäusern größeren Stils kostet das Fortführen des Mageninhaltes der Schlachttiere viel Mühe und viel Geld, bei uns werden Kot und Schmutz in die Schwemmkanalisation geleitet. Das Innsbrucker Schlachthaus ist bisher das einzige mit dieser Einrichtung … Im Seuchen-Schlachthof, der vollständige isoliert steht, werden im Sterilisator verdächtige und kranke Fleischstücke in einer Hitze von 100 Grad gedämpft, um dann verkauft zu werden. Es ist dies das für die Freibank bestimmte Fleisch, welches zum Preis von 1 bis 1,20 Kronen verkauft wird
Der Innsbrucker Fischmarkt am Aschermittwoch … Die Stände der Fischverkäufer und die Nordseefischhalle gereichen dem ganzen Marktplatz zur Zierde und locken mit ihren außergewöhnlich billigen Preisen und ihrer frischen, appetitlichen Ware eine Unmasse von Käufern an … Hier liegen die Seelachse aufgestappelt, mächtige Fische von eisgrauer Farbe, sehr begehrenswert wegen ihres nahrhaften und billigen Fleisches, dort sind viele Schellfische zu förmlichen Hügeln aufgehäuft. Der Meerdrache ist da, der Rochen, der sonderbare Knurrhahn, der gewaltige, 10 Kilogramm schwere Seeal, die Schollen und die Rotzungen
F.: Am Innrain … In und vor dem Fleischbankgebäude in Innsbruck gehen verschiedene Veränderungen vor sich, die unsere Aufmerksamkeit auf dieses städtische Haus lenken, das früher auch als Schlachtviehof diente, während diese Anstalt schon längere Zeit bestens im eigenen Heim beim Südbahnviadukt untergebracht ist … Die Metzgerzunft … Bis zum Jahre 1766 hieß die heutigeSeilergasse „Fleischgasse“. Die anschließende, gegenwärtige Kiebachgasse führte nachweisbar in den Jahre 1642, 1653 und 1705 den Namen „Rindergasse“. Im Eckhaus – beim Hirschenwirt – finden wir die Zunftherberge: zwischen dem Inntor und dem Ballhaus am Stadtplatz brachten damals in der ganz alten Fleischbank die Metzger ihre Ware zum Verkauf … Nachdem das hölzerne Gebäude im Laufe der Zeit nicht mehr genügte, fanden bereits in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts Verhandlungen wegen Erbauung eines neuen Schlachthauses, der heutigen Fleischbank, welche ursprünglich einstöckig gebaut war, statt. Am 29. März 1841 wurde der Bürgerschaft die Regierungsbewilligung zu diesem Bau kundgemacht. In der Nacht vom 27. auf den 28. August desselben Jahres brannte die alte Fleischbank gänzlich nieder … Die hohen Feuersäulen schleuderten Brandteile nicht nur bis in die Klosterkaserne, sondern weiter um die Ecke der unteren Sillgasse, ja sogar bis zum Steiner´schen Bräuhaus (heute Bürgerliches) … Von den auswärts…
(Die neue städtische Fischhalle.) Die endgültige Übersiedlung der Nordseefischhalle in die neue städtische Fischhalle erfolgt am Mittwoch Nachmittag; ab Donnerstag den 28. November findet der Verkauf von Fischen und Wildpret nur mehr in der neuen Fischhalle im Fleischbankgebäude statt. Der Eingang zur Fischhalle, welche den neuesten Anforderungen entspricht, ist von der Bierwastlgartenseite aus + (Neue Tiroler Ansichtskarten des Anichtskartenverlages Martin Ritzer … Die Aufnahmen, welche sämtliche vom Fotografen Josef Ritzer in Kitzbühel stammen, dürften zu den schönsten Winterkarten zählen, die bisher in Tirol erschienen sind
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