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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Verschönerung des Rennweges durch die Herstellung einer das einförmige Mauthgebäude verdeckende Pappelallee
Der Neubau am Landhause schreitet rüstig vorwärts, schon erheben sich die Mauern über Mannshöhe aus dem Boden. Es ist ein zweistöckiger, reicher Palastbau von schönen Hausteinen mit einem bei 4 Klafter hohen Giebel. In der Mitte der Facade treten 4 Pfeiler auf denen sich der Giebel aufbauen wird, 15 Zoll über die Front des Gebäudes heraus und da dieser Umstand gegen die städtische Bauordnung verstößt, so wird, wie wir höhren, in den nächsten Tagen auf Verlangen mehrerer Gemeinderäthe eine eigene Bürgerausschuss-Sitzung stattfinden, um zu berathen, ob auf genaue Erfüllung der Bauordnung zu dringen, oder bei diesem Prachtbau, aus Rücksichten auf die Schönheit dieses Vorspringen der Pfeiler zu gestatten sei; s.a. 11.06. und ff.
Die gegenwärtig im Inneren des Landhauses vorgenommenen Restaurierungsarbeiten, besonders Ornamentation und Marmorierung, lassen befürchten, dass man diese schönen Baulichkeiten gründlich verderben will, indem weder die technischen Mittel, welche zur Verwendung kamen, noch der waltende Geschmack, auch nur bescheidenen Ansprüchen genügen.
Ein altes (und deshalb sehr desolates) Wandgemälde an den Redoutensälen wird im Zuge der Renovierung ganz entfernt. Es stellt die Exekution dar, wie einem Mann die Hand abgehackt wird. Folgender Text soll darunter zu lesen gewesen sein: „Wer dem Kaiser thut Geld abzwacken, dem thut man hier die Hand abhacken“.
Es wäre nicht unpassend, den Winkel beim Albaneder´schen Haus mit Sträuchern zu bepflanzen, zumal die der Landhausgasse zugekehrte Facade des alten Landhauses auch noch nicht so bald harmonisierend mit der Hauptfacade hergestellt scheint. Wahrscheinlich wird die zweierlei Färbung der Außenseite des Gebäudes beibehalten als Symbol der 2 Partheien, die zur Zeit des Landtages in dessen Innerem auch nicht zusammen harmonieren.
Das Landesgerichtsgebäude wird renoviert und wird insbesondere die sehr geschmackvoll hergestellte Hauptfacade eine Zierde des Stadtplatzes. Wie wir hören, wird auch das Universitätsgebäude einen längst schon verdienten neuen Anstrich erhalten. Von Privatgebäuden wird das große mit Stukatur-Arbeiten reich ausgestattete Pfeiffenberg´sche Haus in der oberen Sillgasse von seinem jetzigen Besitzer, Herrn Kirchebner, neu und hübsch hergerichtet
Der Obmann des Bau-Comités, Herr Oberingenieur Wild hat gemeinschaftlich mit Herrn Ingenieur Schöch Erhebungen gepflogen, ob die der Stadt zu überlassende Area der Redouten-Lokalitäten genüge, ein Gebäude aufzuführen, in dem die Redouten-Lokalitäten, der Magistrat, das städtische Polizeiamt und die Sparkasse untergebracht werden könnten. Einer vom Herrn Schöch angefertigten Skizze lässt sich entnehmen, dass in einem drei Stock hohen Gebäude alle die geforderten Lokalitäten, und im dritten Stocke noch vermietbare Wohnungen sich unterbringen lassen
Das bisher so ungemein kahle Gebäude der Statthalterei in der Herrengasse erhielt dadurch, dass die Facade sauber herabgeputzt und zwei Gesimse an derselben angebracht wurden, ein freundliches, weniger kasernenartiges Aussehen.
24. und 25.04.1875 – Da von Sr. Excellenz dem Herrn Statthalter eine Zuschrift an das Bürgermeisteramt gelangt, in welcher die Stadt aufgefordert wird, sich noch innerhalb dieses Monats zu erklären, ob sie das Redoutengebäude und den dazugehörigen Grund gegen dem unentgeltlich übernehmen wolle, dass an deren Stelle ähnliche Festlokalitäten hergestellt werden, widrigenfalls dasselbe verkauft werden würde, indem sich das Gebäude jetzt in einem Zustande befindet, dessen Reperatur nicht weniger als 40.000 fl. verschlingen wird, beschloss der Gemeinderat mit allen gegen 1 Stimme, es seo innerhalb von drei Jahren nach Ausstellung der Überlassungsurkunde von Seite der hohen Regierung an Stelle der gegenwärtigen Redoutensäle ein im würdigen, geschmackvollen Style auszuführendes Gebäude, eventuell Rathaus, herzustellen, in das nach einem noch festzustellenden Programme Festsäle und dazugehörige Localitäten aufgenommen werden, die im Falle des Bedarfs zu Festlichkeiten dem A.h. Hofe unentgeltlich jeder Zeit zur Verfügung zu stellen sind, gegen dem, dass die Abtretung des Redoutengebäudes und der dazu gehörigen Aera an die Stadt unentgeltlich und gebührenfrei von der h. Regierung erfolge.
Innsbruck braucht ein neues Rathaus, denn, wie wir hören, soll der Stadt die Miethe des bisher für die städtischen Kanzleien und für die Polizei benützten Hauses auf dem Pfarrplatz gekündet werden.
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