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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Die Übersiedlung in das Magistrats in das neue Rathaus hat bereits begonnen
Bemerkungen zu den Stadtsaallocalitäten: In der letzten Gemeinderatssitzung beantragte bekanntlich Herr F. Thurner, die Frage der Verbauung des todten Raumes östlich vom Stadtsaale zum Zwecke der Erweiterung der Stadtsäle in Berathung zu ziehen. Wenn wir derselben näher treten, so finden wir, dass die Stadtsaallocalitäten sich von der Eröffnung an als unzulänglich erwiesen. Die Gardarobe, das Foyer sind nicht richtig angelegt, die Verbindung über das Podium zur Bedienung des Publicums ist unpraktisch, die Lage der Schank beim Rauchzimmer ist noch unpraktischer und hemmt die Passage. Die Beleuchtung bei letzterer muss als feuergefährlich bezeichnet werden, indem die dort aufgestellten Petroleumlampen bei großem Gedränge leicht umgestoßen werden imd schweres Unglück herbeiführen können. Um wie viel zweckmäßiger und besser angelegt waren die Verbindungslocale der alten Redoutensäle. Die Benützung der Localitäten im ersten Stocke hat nur Raumwert; damit nur irgendwie Gäste, die sich wegen Raummangels in den Parterrelocalitäten dorthin verlieren, bedient werden können, muss im ersten Stocke nun eine eigen dritte Schänke errichtet werden und müssen diejenigen Leute, die einen Imbiss einnehmen wollen, in der Regel sehr lange warten oder erhalten denselben, wenn sie ihn warm haben wollen, kalt, da die Küche bekanntlich eine kleine halbe Straßenlänge im Rücktracte des Gebäudes liegt. Außerordentlich unbequem ist…
Ausstattung des Bürgemeisterzimmers
Endlich, die Restaurierung des Goldenen Dachls naht; ursprünglich war sogar eine Umgestaltung der Fassade ins Auge gefasst worden
Das Amtszimmer des Bürgermeisters im neuen Rathause: „Durch die großmütige Schenkung des Herrn Lang ist bekanntlich dessen Haus in der Maria Theresienstraße in den Besitz der Stadt übergegangen und die zahlreichen Beamten haben sich längst dortselbst häuslich niedergelassen. Auch der Herr Bürgermeister amtiert dort; aber eine Zimmereinrichtung, wie sie der Bedeutung unserer Stadt entspricht, hat sein Arbeitszimmer erst in den letzten Wochen erhalten. Fast ist man versucht, die Ausstattung desselben eine prunkvolle zu nennen. Bautischler, Kunsttischler, Tapezierer, Hafner, Uhrmacher, Gürtler, Schlosser, Bildhauer und Maler haben unter der Oberleitung des k.k. Fachlehrers an der Staatsgewerbeschule und Bildhauers Wendelin Remesch mitgewirkt, dem obersten Funktionär der Stadt ein würdiges, anheimelndes Arbeitszimmer zu schaffen. Schwere orientalische Teppiche bedecken den Boden, die Wände sind mit einer schilfgrüne, in den Ornamenten an secessionistischen Motiven anklingenden Tapeten versehen, die Decke, die durch hölzerne Gliederung (besorgt von der Firma Karl Norer) in zahlreichen Feldern zerlegt ist, reich allegorisch bemalt. Acht figurale Compositionen, die Raphael Thaler in Eiertempera auf entsprechend fein geebneten Grunde ausgeführt hat, stellen die Allegorie von Gewerbe und Fleiß, Industrie, Handel, Licht, Wahrheit, Einigkeit, Gerichtigkeit, Kunst und Wissenschaft dar. Zur weiteren Belebung der Decke dienen Spruchbänder und fünf Glühlampen, die unmittelbar an derselben angebracht sind. Dazu…
Renovierung des goldenen Dachls
Das Gegenbild des Kriegsgottes Mars, womit vorigen Herbst Meister Fr. Egg eine Nische der Haupttreppe des Landhauses geschmückt, die Göttin des Friedens, Pallas Athene, röm. Minerva, besetzt seit einigen Tagen am zweiten Treppenplatze die erste Choncha. Keine Amanzone, doch gewappnet mit Schild und Speer, vom Mantel feierlich umwallt. Die Eule der Wissenschaft sitzt auf einem Olivenzweige unter Minervas schirmenden Schild. [...] Und nun, nachdem das Treppenhaus glücklich seine vier Nischen in 100 Jahren besetzt bekommen, dürfen auch die Kammerpflanzen der Riesenvasen und diese selbst in der Vorhalle vom Töpfer bald zum bildlichen Former wandern um der Nischen gähnende Leere mit Inhalt höheren Wertes zu füllen
In der gestrigen Gemeinderatssitzung ist beschlossen worden anstatt der Errichtung einer Bogenlampe auf dem Bahnhofsplatz die Stadtsäle elektrisch zu beleuchten
Die Restaurierungsarbeiten im Landhaussaale sind nun nach halbjähriger Dauer vollendet. Die reichen Stukkaturarbeiten wurden ausgebessert, die Marmorsäulen Spiegelblank poliert und die Gemälde aufgefrischt. Ein schöner Glühlicht- und Glasluster, sowie 10 dreiarmige Glühlichter, insgesamt 80 Glühlichter, dienen zur Beleuchtung des schönen Sitzungsraumes. Leider werden auch weiterhin die trostlosen Verhältnisse in der Berichterstatterloge fortdauern, die besuchen zu müssen fürwahr nicht zu des Lebens Freuden gehört.
Das Landhaus wird gegenwärtig auf der Straßenseite ausgebessert. Bei dieser Gelegenheit wurde auch den ursprünglichen Farbtönen nachgeforscht und durch Abschaben einiger Schichten von Farben diese gefunden. Es wird der neue Anstrich diesen Tönen entsprechend hergestellt
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