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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Ein Bild aus der Altstadt von Innsbruck enthältt das letzterschienene Heft der Münchner Illustrierten „Jugend“. Es ist die farbige Wiedergabe eines Aquarells des Wiener Altmeisters Rudolf Alt, welches das katholische Kasino mit dem Stadtturm darstellt
(Zerstörung eines alten Kunstdenkmales.) Wohl manchem Besucher der schön gelegenen Ortschaft Schönberg ist das alte ehrwürdige Pfarrhaus, dessen Portale und Fenster mit reicher barocker Malerei verziert waren, noch in bester Erinnerung. Leider ist dieses schöne alte Baudenkmal einer großen hochinteressante Kunstepoche in den letzten Tagen dem Untergang geweiht worden, denn durch Einsetzen neuer Fensterstöcke wurde die ganz herrliche und zum größten Teil noch gut erhaltene Malerei gänzlich und für immer verwischt und in schonungsloser Weise zerstört. Die wenigen noch übrig gebliebenen Überreste werden dermalen mit weißer Kalktünche überstrichen, wodurch das Gebäude einen höchst nüchternen Charakter erhält … Schönberg hat schon vor zwei Jahren durch einen verheerenden, von ruchloser Hand gelegten Brand zwei ihrer schönsten, gegenüber der Goethe Zirbel gelegene alte Baumhäuser, welche mit reichen, höchst originellen Holzgiebeln und hübschen Erkern ausgestattet waren, verloren
(Ein Stück Alt-Innsbruck verschwindet.) Am Samstag ist zwischen dem Privatier Georg König und der Innsbrucker Baufirma Huter ein Kaufvertrag abgeschlossen worden, nach dem die Serviten- oder Engelmühle in der Adamgasse mit 1. März des Jahres in den Besitz der Firma Huter übergeht. Diese wird an Stelle der Mühle, sowie auf dem dazugehörigen Grund … moderne Wohngebäude errichten. … Die Mühle gehörte vor vielen Jahren den Patres Serviten in Innsbruck, welche sie 249 Jahre lang in Besitz hatte. Herr König ist seit 1858 auf dem Anwesen, vom Jahre 1874 bis 1898 hatte er die Mühle in Pacht, seit 1898 ist er Besitzer derselben. Vor etwa eineinhalb Jahren zog sich Herr König ins Privatleben zurück und seither verstummte auch das Klappern in dem alten, historischen Anwesen, das nun bald vom Erdboden verschwinden wird
Die Reinigung des goldenen Dachls
In Florenz starb am 4. D. Mts. Herr Sigismund Blumner, Privatier. Der Verstorbene war vor Jahren längere Zeit in Innsbruck ansässig. Das nach dem Namen seiner Gemahlin, Villa „Blanca“ benannte schöne Landhaus nächst dem Schloss Weiherburg war sein Besitz
Das geschichtlich interessante Anwesen Freundsheim bei Barwies, in eine Doppelbehausung umgebaut, erlitt nun zur Hälfte einen Wechsel im Besitzer. Während der eine Teil, in welchem Adolf Pichler jahrelang seine Sommerfrische genoss, in den Händen des Alois Berger verbleibt, wurde der andere Teil mit der Fischzuchtanlage, dem Teich, der Mühle und dem Bienenhaus (früher Eigentum der verstorbenen Gattin des Uhrmachers Anton Sailer, zuletzt Johanna Thaler gehörig) von Alois Thaler, Wirt zu Wald um den Preis von 7250 Kronen angekauft
Das Deckengemälde im ehemaligen Taxispalais. In dem Artikel in den Innsbrucker Nachrichten vom 14. l. M. gebrachten Artikel „Umbau des alten Postgebäudes“ war bei den Konkurrenzbedingungen u. a. zu lesen: „Am Taxis´schen Gebäude ist zu erhalten: Die äußere Fassade, der Mittelsaal samt Deckengemälde vom heimatlichen Maler Schöpf, sowie der südwestliche Eckraum im ersten Stock.“ Mit Bezug darauf teilt unser Herr Paul Baron Hohenbühel mit, dass das gedachte Deckengemälde, nämlich das „Urteil des Paris“, ein Werk Martin Knollers ist, welches im Boten für Tirol und Vorarlberg vom 20. Februar 1885 von seinem Vater Ludwig Baron Hohenbühel unter dem Titel „Knollers Urteil des Paris im Prunksaal des Palastes Taxis zu Innsbruck“ in Erinnerung gebracht wurde. Auch war das Gemälde in einem der letzten Jahrgänge der Zeitschrift des Landesmuseums „Ferdinandeum“ abgebildet. Eine Abhandlung ist im gleichen Jahr bei Wagner in Innsbruck unter dem Titel „Martin Knollers Lebensbeschreibung“ samt Bildern als Sonderabdruck aus der Ferdinandeumszeitschrift erschienen (Paris-Saal im Landhaus)
Zum Ideenwettbewerb für den Umbau des alten Postgebäudes und den Landhaus-Zubau
Die Entwürfe für den Umbau des alten Postgebäudes (Palais Taxis). ... Wir haben uns nun das „neue Landhaus“ als einen Gebäudeblock zu denken, der nach vorne, gegen die Maria Theresienstraße zu, fast genau dasselbe Bild bietet, wie jetzt, nur dass die beiden Barockpaläste, Landhaus und Palais Taxis, durch einen Gang, eine Art „Seufzerbrücke“ miteinander verbunden sind. An der Nordfront des Landhauses, gegen die Landhausstraße (Anm: heute Meranerstraße), wird nichts geändert; die Erweiterung wird sich der Hauptsache nach in der Fuggergasse durch eine lange neue Front, die bis gegen das Gebäude der alten Handelsakademie reicht, nach außen zeigen. Die meisten Projektanten verbinden nun den kürzeren Nord- und den längeren Südflügel durch einen Verbindungsbau in der Höhe des Endes der Landhausfront in der Landhausstraße, und betrachten dann den Rest des Südflügels als einen auch späterhin noch erweiterbaren Zubau .... Es wurde konstatiert, dass im Ganzen 18 Projekte zur Konkurrenz und eines außer Wettbewerb bezeichnet eingelaufen ist .... Davon blieben sieben Entwürfe für die engere Auswahl .... Keines dieser Projekte wurde jedoch als dermaßen hervorragend erkannt, dass es mit dem ersten Preis hätte bedacht werden können .... Einen der beiden zweiten Preise erhielt der Architekt Hermann Langhammer in Leitmeritz (Böhmen) für seinen Entwurf…
F.: Der goldene Saal und das Paradeis in der alten Innsbrucker Hofburg. (Stichworte in diesem Feuilleto: Jörg Kölderer, Sebastian Scheel, Paul Dax, Degen Pirger, Thomas Häberle, Hans Braun, Lucius de Spacis, Domenico de Pozzo) ... Abschluss der Arbeiten 1559 ... Wie sahen nun der goldene Saal und die Paradeisstube, an denen fast dreißig Jahre herumprojektiert wurde, aus? Da Zeichnungen fehlen, sind wir für die Beantwortung dieser Frage auf die in den Urkunden zerstreuten Andeutungen angewiesen. Nach denselben ergibt sich etwa folgendes Bild: „Der goldene Saal war ein langgestreckter Raum mit einer Höhe von 6 ½ und einem Umfang von 75 Metern. An den beiden Langseiten waren die über drei Meter hohen und zwei Meter breiten Fenster angebracht, die mit Butzenscheiben verglast waren und in den oberen Bogenabschlüssen die geschmelzten Wappen aller habsburgischen Besitzungen enthielten ... Die Holzdecke ruht auf 34 geschnitzten Kragsteinen und trug in der Mitte das reich bemalte und von vergoldeten Greifen gehaltene große kaiserliche Wappen, eine Arbeit des Schnitzers Lehner. Die übrige Fläche war in 34 vertiefte Kassetten geteilt, darin Pozzo die „Historien weiland Kaiser Maximilians und Karls V. Schlachten“ gemalt hatte ... Durch ein Portal gelangte man vom goldenen Saal in die Paradeisstube (Beschreibung) ... Das…
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