Innsbrucker Nachrichten

Volltextsuche

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


Zur Startseite
Zur Jahresübersicht von ANNO

Kategorien


Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates

Reichsstraße und Landesstraßen

Erhöhung der Mautgebühren an der Ötztaler Konkurrenzstraße
(Von der Zirler Straße.) Seit dem Jahre 1885 lässt der k.k. Straßenmeister Johann Rott am sogenannten „Plattele“ nächst der Martinswand bei Zirl an dem von ihm aufgedeckten vorzüglichen Steinbruch im Winter arbeiten. Das „Plattele“ ist ein in den Inn steil abfallender Felsen, über den die Reichsstraße ganz schmal mit großer Steigung von beiden Seiten führt. Von den ärarischen Straßen- und Wasserbauten werden jährlich große Quantitäten Steine benötigt, welche aus dem erwähnten Steinbruche gewonnen werden. Dadurch ist auch die Aussicht eröffnet, dass die Straße ohne bedeutende Kosten vertieft werden kann. Im heurigen Winter wurde ein Stollen sechs Meter tief unter der Straße durchgetrieben, wodurch das Regen- und Schneewasser zwischen Steinbruch und Straße seinen Ausfluss erhält und das Abfallmaterial in den Inn geleert werden kann. Seit mehreren Jahren wird bereits Schotter für die Umgebung von Innsbruck in der Nähe des „Plattele“ genommen. Für das Jahr 1904 und 1905 wurde nun die Erhöhung der Straße von Innsbruck nach Kranebitten mit gutem Steinmaterial genehmigt. Da wäre es wohl von Vorteil, wenn das nötige Material vom „Plattele“ genommen würde.
Die Regulierung der Kranebitterstraße. Die Straße erhält bekanntlich einen Steinunterbau, so wie die Hallerstraße, der sich bisher dort sehr bewährte und das Niveau der Straße wird um 50 Zentimeter erhöht
Gemeindeausschuss-Sitzung in Hötting: Über Ansuchen von mehreren Hausbesitzern in der Höttingerau betreffs Herstellung eines Gehwegs längs der Reichsstraße vom Tigerwirt bis zum Tenglergasthaus hinaus, wurde beschlossen, einen Gehweg ehestens zu errichten, wenn sich hiebei von Seite der Interessenten keine Schwierigkeiten ergeben
Die Fahrstraße von Hall über Heiligkreuz nach Thauer ist im Frühjahr und im Spätherbst bei andauerndem Regenwetter streckenweise infolge ausgedehnter Lachenbildung für Fußgänger völlig ungangbar
Die Regierung hat nunmehr den erforderlichen Zuschuss zur Thierseer Straße bewilligt und der lang ersehnte Bau kann demnächst beginnen
(Aus dem Glocknergebiet.) Aus Lienz schreibt man uns: Seit fünf Wochen wird an der Glocknerstraße unter der Leitung des Bauführers Herrn Max Ullmann rüstig weitergearbeitet. Im letzten Jahr gelang es, den Straßenzug so weit fortzuführen, dass man heuer schon die Sprengungsarbeiten an der „Schönwand“ in Angriff nehmen konnte. Von der noch 2479 Meter langen Schlussstrecke werden heuer 1000 Meter, die restlichen 1479 Meter im nächsten Jahr fertiggestellt werden, wofür die Mittel nahezu gesichert sind
(Aus Nauders.) Heute wurde das südlich des Forts Nauders der Vintschgauer Reichsstraße neugebaute Straßenstück dem öffentlichen Verkehr übergeben, nachdem am 16. d. Mts. die kommissionelle Brückenbelastungsprobe zur vollsten Zufriedenheit ausgefallen war. Wie erinnerlich, wurde an dieser Stelle durchdie Wasserkatastrophe im Juni 1901 die Reichsstraße in einer Länge von ungefähr 600 Metern weggerissen, und bis heute musste man sich mit einem nicht ungefährlichen Provisorium behelfen. Das neue Straßenstück führt ans linke Ufer des Stillebaches; es wurde durchwegs vom Felsen abgesprengt und führt am südlichen Ausgang durch einen Tunnel, während der nördliche Abschluss eine Brücke neuester Konstruktion bildet
(Die Gerlosstraße.) Aus Zell a. Ziller wird berichtet: Vorige Woche hat der anlässlich der Ziller-Regulierung hier wohnende Landes-Ingenieur K. Baloi mit den Aufnahmen für ein generelles Projekt zur Gerlosstraße begonnen. Die vom Markt Zell (575 Meter) ausgehende Trasse entwickelt sich in Serpentinen am Hainzenberg, wodurch die Abrutsche und Bruchstellen in der „Klamm“ umgangen werden und andererseits gleichzeitig auch der Haupthöhenunterschied zwischen Zell und Gerlos (666 Meter) überwunden wird, so dass die Fortsetzung nach Gerlos (1241 Meter) und weiter bis zur Landesgrenze keine besondere Schwierigkeiten mehr bietet. Die Aufnahme von der Landesgrenze an gegen Krimml respektive Wald wurde bereits voriges Jahr von salzburgischer Seite gemacht. Die Straße soll bei einer nutzbaren Fahrbahnbreite von 4,5 Meter in ihrem Zuge womöglich keine 7 Prozent überschreitende Steigung aufweisen
(Von der Reichsstraße bei Zirl.) Man schreibt uns aus Zirl: Die Frage der Straßenerweiterung in unserem Dorf, nächst der Kirche taucht wieder auf. Man wünscht allgemein, dass sie nicht wieder einschlafe. Ferner wäre es bei Kilometer 8.6, in der Gegend zwischen dem ersten und zweiten Plattele nötig, die Reichsstraße außer die gegenwärtige Brustmauer längs des Inn zu verlegen. Der seinerzeitige Waldbrand hat an diesen fast senkrechten Wänden das Erdreich locker gemacht und es ist nicht ausgeschlossen, dass einmal einem Fuhrwerk oder Automobil durch einen herabrollenden Stein ein großes Unglück passiert. Zudem kommt jetzt der Bahnbau, welcher die Sache noch verschlimmert. Ebenso gefährlich sieht es an der Reichsstraße gegenüber dem „Schlosserwirt“ aus. Hier sind nicht nur lose Steine in Betracht zu ziehen, sondern es kann hier der Fall passieren, dass ein ganzer Teil der Wand niederstürzt. Die k. k. Straßenverwaltung hätte in unserer Gegend also vieles zu verbessern. In Anbetracht der sicherheitspolizeilichen Vorschriften, die sonst von Seite des k. k. Straßenärars in jeder Beziehung eingehalten werden, sollten diese Arbeiten recht bald in Angriff genommen werden
« StartPrev3456789101112NextEnd »
Page 8 of 14