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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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In Tulfes erreignete sich den 25. d. Mts. vormittags auf dem Kirchplatz ein grässliches Unglück. Ein Bursche in den besten Jahren von einem eine kleine Strecke vom Kirchdorfe entfernten Bauerhofe bedrohte um die angegebene Zeit in einem Anfalle von Tobsucht vor dem Hause eine Weibsperson mit einem Gewehre und ging dann mit der Waffe dem Dorfe zu. Um ein allfälliges Unglück zu verhüten, eilte jemand vom Hause voraus und avisierte davon den besten Freund des Irrsinnigen im Dorfe mit der Bitte, den ganz außer Rand und Band Gerathenen zu beruhigen zu suchen. Die Wuth des Tobsüchtigen scheint sich biem Anblicke des Freundes aber nur gesteigert zu haben und in voller Raserei schlug der Unglückliche dem Freunde den Gewehrkolben so über den Kopf, dass derselbe mit zerschmettertem Schädel todt zusammenbrach. Man vermuthet als Ursache dieses entsetzlichen Zustandes, weil der vor 4 Wochen verstorbene Vater des Burschen das Bauerngut nicht ihm, dem ältesten Sohne, sondern der anderen Tochter vermachte; s.a. 07.11. (Der Mörder seines Freundes ist nach einem Aufenthalte von 9 Tagen infolge krankhaften Zustandes des Gehirnes gestorben. Er hatte einen einzigen Moment des vollen Bewußtseins, in welchen er seine unselige That bitter beklagte.)
Eine geistesgestörte Lienzerin hat am Sonntag nachts allein entbunden und das Kind in den Abort geworfen, von wo dasselbe kurze Zeit darauf als Leiche herausgzogen wurde. Auf die Frage, warum sie das gemacht habe, gab die Unglückliche zur Antwort: „Ich habe ja nur einen Gummiball gehabt.“
Nach der Geburt von Drillingen dem Irrsinn verfallen; die aus der Gegend bei Landeck stammende Mutter wird der Obsorge der barmherzigen Schwestern im Versorgungshaus Ried übergeben
Wasserkalamität in der Landes-Irrenanstalt in Hall
Irrenstatistik in Tirol: In der Landesnervenanstalt Hall waren zu Ende des Jahres 290, in Pergine 240 Irrsinnige untergebracht
Amtliches aus dem Tiroler Boten: Curatel wegen Schwachsinns, Blödsinns und Wahnsinns (mit jeweils namentlicher Nennung der Betreffenden)
Clownismus (Hysterie)
Unterbringung für Geisteskranke im Stadtspital nur ein Provisorium; diese sollen in einem Trakt des Epidemiespitales übersiedeln, der an das Haslwanter´sche Haus grenzt
Mord im Kusteiner Bahnhof; Irrsinniger erschlägt einen Passagier mit Hacke
Ambulanz für Nervenkranke in Innsbruck
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