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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Die aus Großbachlet bei Innervillgraten verschwundene 20jährige Bauerstochter Maria Steidl wurde, nachdem sie sich acht Tage hindurch auf der Spitze des Grumauers in einer Seehöhe von 2660 Meter in einer Höhle aufgehalten hatte, wieder aufgefunden. Da während dieser Zeit Schnee fiel und kaltes Wetter eintrat, fand man sie vor Kälte halb erstarrt auf
Arthur Pezzey aus dem Irrenhaus entwichen
(Zur Erinnerung an einen verdienten tirolischen Psychiater.) Am 8. Februar sind 34 Jahre seit dem Tode des Direktors der Landesirrenanstalt Hall, Dr. Josef Stolz, verstrichen. Die Erinnerung an diesen hochverdienten Arzt und Psychiater hat in neuster Zeit Prof. Dr. Pilez in einem Aufsatz in der Zeitschrift „Kultur“ (XI. Jahrgang, 1910), S. 421 durch die nachfolgende Bemerkung wieder wachgerufen: „Und als von England her in den fünfziger Jahren durch Conolly (1839 – 1844 Direktor der Irrenanstalt Hanwell) jene große segensreiche Revolution auf dem Gebiet der Irrenbehandlung, das sogen. „no-restraint“ System (Behandlung ohne äußerlichen, mechanischen Zwang, der in mannigfacher, mitunter geradezu grausamer Weise bei der Behandlung von Geisteskranken in Anwendung gebracht wurde) ihren Lauf nahm und den von Chiraruggi und Pinel angebahnten Reformen zum Sieg verhalf, da waren es wieder die österreichischen Irrenanstalten (so vor allem die kleine Anstalt in Hall in Tirol unter Stolz), welche begeistert die neuen Ideen aufnahmen und zur erfolgreichen Durchführung brachten.“ … Eine kurze Darstellung des Entwicklungsprozesses von Stolz´ psychiatrischer Tätigkeit, die der ebenzitierten Abhandlung entnommen ist, bietet auch der im „Boten für Tirol und Vorarlberg“ 1878, Nr. 32, erschienene Nekrolog
(Religiöser Wahnsinn.) Aus Rattenberg wird uns berichtet: Der Besitzer des Hirschenwirtshauses hier, J. G., erlitt heute einen neuerlichen Anfall von Wahnsinn. Er verfertigte sich eine veritable Dornenkrone und zimmerte sich ein Kreuz. Die Krone tief in das Haupt gedrückt, dass ihm das Blut über das Gesicht rann, und das Kreuz über die Schulter, wandelte er dem Bezirskgericht zu. Er wurde natürlich heimgebracht, und es wird nun seine neuerliche Überführung nach Hall notwendig sein
(Die Landes- Heil- und Pflege-Anstalt für Geisteskranke in Hall i. T.) hat soeben einen Bericht, der sich über die Jahre 1905 bis 1911 erstreckte, herausgegebejn, der zwei Teile umfasst, einen direktionellen und einen der Verwaltung. Direktor Sanistätsrat Dr. Offer bringt eingangs die Standesbewegung der Kranken innerhalb der Berichtsjahre, die persönlichen Verhältnisse der Neuaufgenommenen, die Krankenursachen derselben, ihre erbliche Belastung und die Krankheitsdauer vor Eintritt; weiteres wird von den Kriminellen und Statistisches über die Psychosen mitgeteilt. Eingeschaltet finden sich dann 8 interessante Tabellen mit Erläuterungen von Oberarzt Dr. J. M. Wassermann, in denen die Wechselbeziehungen zwischen Alkohol und Geisteskrankheit dargetan wird … Als Anhang reiht sich der Aufsatz: „Unsere Verstorbenen und deren Todesursachen“, von Assistenzarzt Dr. Fr. Plaseller an
(Aufregende Szenen im Eisenbahnwagen.) Auf dem Schnellzug der Tauernbahn, welcher gesterns abends in Triest wegfuhr und heute früh in Innsbruck eintraf, wurde ein Reisender (es ist ein Professor aus Innsbruck) vom Verfolgungswahn befallen und in diesem Zustand verursachter er höchst aufregende Szenen … Auf die Antwort des Kondukteurs folgte ein scharfer Schuss aus einem Revolver, den der Reisende vom Abteil aus auf den Kondukteur abgegeben hatte … Man war sich nun klar darüber, dass der Fahrgast ein Irrsinniger war etc.; s.a. 20.01.
Das neue Entmündigungsgesetz … Anhaltungen in Irrenhäusern
Ein hartnäckiger Selbstmordkandidat.) Ein bald 40 Jahre alter, verheirateter Taglöhner aus Galizien, der mit einer Auswandererschar am Freitag durch das Oberinntal fuhr, wurde plötzlich irrsinnig und äußerte Selbstmordgedanken. In einer solchen Anwandlung sprang er unweit von Silz aus dem rollenden Zug, ohne besonderen Schaden zu nehmen. Am nächsten Tag stürzte er sich vor den heranbrausenden Schnellzug, konnte jedoch rechtzeitig entfernt werden. Nachmittag tat er noch einen Sprung ins Wasser, doch auch da konnte er noch herausgezogen werden. Das Loch, das er sich beim letzeren Versuch in den Schädel schlug, wurde ihm von Dr. Knabl in Silz verbunden, der dann auch die Überführung des Unglücklichen an die Innsbrucker psychiatrische Klinik anordnete
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