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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Andreas Hofer und seine Zeit

Zum 50. Todestag von Andreas Hofer
Nächster Tage wird aus Mantua der Denkstein im Ferdinandeum eintreffen, welcher auf der Bastei der dortigen Festung die Stelle bezeichnete, auf welcher Andreas Hofer sein Leben aushauchte. Die Pietaät des 1860 in Mantua in Garnison gelegenen 4. Kaiserjäger-Bataillons lies den seit 1810 dort errichteten Denkstein durch einen neuen ersetzen, und der ursprüngliche gelangt nun in den Besitz des Landesmuseums
Biographisches über Andreas Hofer
Anton Hellmayer in Nürnberg soll das einzig richtige Protrait des Andreas Hofer besitzen, es stammt angeblich von der Künstlerin Maria Anna Moser aus Schwaz: „Das in größter Feinheit ausgeführte Porträt weicht von den gewöhnlichen Bildnissen Hofers zu dessen Gunsten ab, indem er hier als gutmüthiger, wollwollender Mann dargestellt ist, anstatt wie auf anderen Phantasiedarstellungen, als Besitzer eines fast stupiden, eckigen Angesichts.“ Hellmayer´s Vater, welcher als bayrischer Bote in den Kriegsjahren mehrmals nach Unterinntal kam, erwarb dieses Originalporträt, welches seitdem über 59 Jahre im Besitze derselben Familie geblieben ist
Andreas Hofer und Vikar Leopold Michl aus Eschenau bei Taxenbach (eine Anekdote)
In Mantua hinterlassen die Österreicher, wenn sie diesen Platz den Italienern räumen, ein Denkmal, welches dem Tiroler Helden Andreas Hofer von den Kaiserjägern errichtet ward. Im Jahre 1823 schon hatte dieses Regiment die Gebeine Hofers nach Tirol gebracht. Bei der Einfahrt in die Thore der Festung erblickt man, sobald die Citadelle passiert ist, zur Rechten einen kleinen grünen Winkel, halb Garten, halb Hof, wie sie häufig zwischen den Wällen und Mauern befestigter Plätze angetroffen werden. Hier erhebt sich im Hintergrunde, kaum 200 Schritte vom Citadellenthor und der Straße entfernt, mit dem Wall ansteigend, ein kleines dichtes Gehölz, ein Gebüsch von Erlen, Maulbeerbäumen und Weiden, und unter diesem steht, gleich unter den ersten Stämmen und am Fuße des Walles, ganz an derselben Stelle, wo ihn die Kugel getroffen, ein starker vierseitiger Monolith. Er schimmert auffallend aus den Bäumen hervor und trägt die Aufschrift: „Andreas Hofer, 20. Februar 1810.“ Darunter ein Kreuz aus dem Stein hervortretend und in derselben Weise, pyramidenförmig geschichtet, dreizehn Kugeln.
Programm der Andreas Hofer Feier
Von Andreas Hofer existieren zwar viele, doch so verschiedenartige Bildnisse, dass das, was allen gemeinsam ist, außer dem Bauerngewande lediglich auf den gewissen Bart des Sandwirths sich beschränkt. Es gibt jedoch noch ein Bild, freilich das einzige, welches nach dem Leben gemalt worden ist, und zwar jenes Bild, welche von dem bekannten Maler Altmutter zur Zeit, als Hofer in der Burg residierte, angefertigt worden ist. Dieses Bild wurde noch zu Lebzeiten des Künstlers Eigenthum der Familie Joas, kam vor mehreren Jahren mit einem Mitgliede derselben Familie nach Salzburg, wurde aber kürzlich von dem Herrn Grafen von Meran angekauft und kommt auf dessen Burg Schönna bei Meran. Das merkwürdige Bild bleibt somit dem Lande erhalten.
Andreas Hofers zahlreiche Portraits, die wir besitzen, sind nach dem Ausspruch der am 4. d. Monats im Alter von 87 Jahren verstorbenen Fräulein Johanna von Feyertag schlecht und unrichtig, und es ist kein Grund, an das Zutreffende dieser Kritik der genannten Dame zu zweifeln, da sie Hofer persönlich gut aus öfterem Verkehre desselben in ihrem väterlichen Hause gekannt hat. Von Hofer besteht nur ein einziges Portrait, das nach der Natur und zwar vom hiesigen am 20. November 1866 verstorbenen Maler J. G. Schädler aufgenommen worden ist. Demselben gelang es nach vielem Zureden Hofer, als er auf dem Gipfel seiner Macht stund, zu bewegen, dass er im Gasthause zur Krone dahier einige Male zum Portraitieren saß. Schädler schenkte das Bild dem Museum (Ferdinandeum), aus dem es aber auf rätselhafte Weise verschwunden ist (s.a. 01.03.)
(Andreas Hofers Porträt.) Wir haben unlängst berichtet, dass von Andreas Hofer nur ein nach dme Leben aufgenommenes Porträt existiert, das vor vielen Jahren auf bis jetzt ungeklärte Weise aus dem hiesigen Museum verschwunden ist. Wir erfahren nun, dass Maler Schädler, der jenes Porträt 1809 bekanntlich gemalt hat, auch eine getreue Bleistift-Kopie von demselben gemacht hat, die daher Anspruch auf den Werth einer Originalaufnahme machen kann. Es dürfte dieses Bildchen eine wünschenswerte Aquisation für das Landesmuseum sein. Es befindet sich im Nachlasse des Herrn Schädler.
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