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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Fahnenweihe in Hall (Saline).
Seine Heiligkeit Papst Pius IX. hat durch ein Sendschreiben alle Christgläubigen zum eifrigsten Gebet aufgefordert und hat, um dieser Aufforderung größeren Nachdruck zu geben, einen vollkommenen Ablass in Form eines Jubiläums auf die Dauer von drei Monaten bewilligt. Zwei Ursachen haben seine Heiligkeit dazu bewogen: Der Unglaube und die Gleichgiltigkeit gegen Religion, gegen die ewigen Güter, welche das Christentum darbietet, und gegen die unschätzbaren Gnadenmittel, welche in der katholischen Kirche allen offenstehen, nimmt immer mehr überhand. Die Ungerechtigkeit wächst und die Liebe erkaltet. Die Genusssucht und in ihrem Gefolge alle Werke des Fleisches ergreifen selbst die untersten Klassen der Bevölkerung etc. Zur Erlangung des Ablasses werden drei Bedingungen vorgeschrieben.
In der Wagnerischen Buchhandlung zum Preis von 4 kr. RW zu haben: „Kurzer Unterricht, bezüglich auf die am 8. Dezember 1854 erfolgte kirchliche Entscheidung über die unbefleckte Empfängnis der seligsten Jungfrau Maria.
Losgekaufte Sklavenkinder in Nonnenklöstern (Meran)
Prozessionsordnung am Josefi Tag in Innsbruck anläßlich der Verkündigung des Dogmas der unbefleckten Empfängnis Mariae; s.a. 20.03.
Wie alljährlich pilgern auch heuer, namentlich in der heiligen Charwoche, hunderte von Andächtigen aus Innsbruck und dessen Umgegend auf den nahen Kalvarienberg bei Arzl, um dort zu beten. Auch der Kalvarienberg bei Zirl ist dermal ein Ziel des Besuches von Städtern und Landleuten, die dort ihre Andacht verrichten.
Ankündigung der hunderjährigen Säkular-Feier zur Ehre des wundertätigen Gnadenbildes „Unseres Herrn im Elende“ im nahen Markt Matrei für den 24. d. M.; s.a. den Bericht vom 05.07. „Sechzehn Festredner aus dieser Diözese predigten in diesen acht Tagen dem zahllosen Volke. Von außwärts haben 41 Priester an diesen Feierlichkeiten Theil genommen. Der 26. war der Glanzpunkt dieses Festes, da an diesem Tag die große Prozession abgehalten wurde, an welcher 20 Priester und wenigstens 4000 Andächtige jeden Alters und Standes - die zahllosen Zuschauer nicht zu rechnen - teilgenommen haben. Das Sanktissimusm, getragen vom hochw. Herrn Stiftspropste von Innichen, der schöne Tragaltar mit dem seit 600 Jahren in dieser Kirche verehrten Gnadenbilde, die Jungfrauen mit Kerzen, die Schützen mit ihren Fahnen und Musikbanden, alles das bot einen Gesamteindruck von religiöser Feier und Großartigkeit, der in dem Gedächtnisse stets aller fortleben wird, welche Zeugen dieses Festtages waren.“
14.08. und 16.08.1855 – Zur Nachfeier der päpstlichen Glaubensentscheidung über die unbefleckte Empfängnisn Mariä wurde durch die wohlerwürige Redemptoristen-Congregation in der hiesigen St. Johanneskirche eine dreitägige festliche Andacht abbzuhalten beschlossen. Die Feier begann bekanntlich am letzten Sonntag.
Der 18. Artikel des zwischen Sr. Heiligkeit Papst Pius IX. und Sr. k.k. Majestät Franz Josef I. lautet: „Der heilige Stuhl wird kraft des ihm zugestehenden Rechtes Kirchensprengel neu errichten oder neue Grenzbeschreibungen derselben vornehmen, wenn das geistliche Wohl der Gläubigen es erfordert. Doch wird er in einem solchen Falle mit der kaiserlichen Regierung ins Einvernehmen treten.“ An diesen Artikel und an das Gerücht, dass in Wien schon über eine neue Diözesaneinteilung Tirols Berathungen stattfinden, knüpfen sich die Hoffnungen, dass in Tirol bald wieder ein neuer Kirchensprengel errichtet werde. Es ist dies umso wünschenswerther, wenn amn die hierortigen Verhältnisse näher betrachtet, indem ein großer Theil Deutschtirols zur italienischen Diözese Trient gehört. Es würden dann drei Bistümer in Tirol entstehen. Trient würde die wälschen Gauen bis Salurn behalten. Brixen würde von Salurn aufwärts das Etschland und Vintschgau bis zur Wasserscheide auf der Heide in sich schließen und das Eisackthal und Pusterthal behalten. Dieser Diözese würde dann die Wiege, die altehrwürdige Stätte Säben, der einstige Sitz der heiligen Albuin und Ingenuin, wieder anheimfallen. Der Sprengel Innsbruck würde das Wippthal und den größten Theil des Innthals in sich schließen. Die Landeshauptstadt würde dann auch einen Kirchenfürsten besitzen. Dann könnte die Universität zu Innsbruck vervollständigt…
Die Mitglieder der Bischofskonferenz von 1856 in Wien
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