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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Bischof Gasser liest in der St. Johanneskirche die hl. Messe und macht dem Erzherzog Statthalter seine Aufwartung.
Aus Tux erhielten die „Katholischen Blätter“ einen umständlichen erfreulichen Bericht über die in der ersten Woche dieses Jahres dort durch vier hochwürdige PP. Redemptoristen abgehaltene Mission. Seit 128 Jahren hatte dort keine Mission mehr stattgefunden. Da die Gehöfte vielfältig sehr zerstreut und von der Kirche entfernt liegen, traf es sich, dass Viele, welche der Arbeit wegen zur Mittagszeit nach Hause kommen mussten, die Abendpredigten aber nicht missen wollten, täglich 4, 5 ja 6 Stunden auf dem Weg von und zur Kirche zubrachten.
07. 03. und 08.03.1857 – Bischofsweihe in Brixen
Extrabeilage: Vinzenz, durch die Erbarmung Gottes und die Gnades des apostolischen Stuhles Bischof von Brixen entbiethet allen Gläubigen seiner Diözese Segen und Heil in Jesu Christo unserem Herrn (Hirtenbrief)
Diözesanschematismus Brixen: Die Diözese zerfällt in 27 Dekanate und 496 Seelsorgeorte. 10 Dekanate liegen im Brixener, 11 im Innsbrucker und 6 im Bregenzer Kreis. Das seelenreichste Dekanat ist Innsbruck mit 27.773 Angehörigen, das ausgedehnteste Flaurling mit 38 Seelsorgestationen und 54 Schulen. Die Gesamtzahl der Diözese beläuft sich auf 378.970. Im Jahre 1856 wurden getraut 1668, getauft 9410 [] Aus dem Leben schieden 8737. Schulen hat die Diözese 726, Pfarreien 198, Kuratien 156, Lokalie-Seelsorgen 33, Exposituren 76, Benefizien und Kaplaneien 241; Priester mit Seelsorge 860, ohne Seelsorge 100, Ordenspriester 397, im Ganzen 1357 [] In den Frauenklöstern der Diözese finden wird 680 Gottgeweihte, und davon 284 barmherzige Schwestern in ihren 42 segensreichen Ansiedlungen, wobei auch die von den Hauptklöstern abhängigen, wenngleich außer der Diözese gelegenen, Filial-Institute mitgerechnet sind. Dieser Anzahl am nächsten stehen die Frauen vom Orden des hl. Dominikus mit 145 Professen.
Fürstbischöfliche Visitation in Innsbruck: „Der hochwürdigste Herr Ordinarius schritt, das zahllos herbeigeströmte Volk segnend, unter einem prachtvollen von Bürgern getragenen Traghimmel. s.a. ff.
Der Maler Leuthard in Innsbruck hat die Geburtsstätte Seiner f. b. Gnaden, des Hw. Herrn Fürstbischof Vinzenz, eine ärmliche Hütte in einer Senkung des Roßkogels oberhalb von Oberperfuß, wo derselbe 1809 das Licht der Welt erblickte, naturgetreu in Öl gemalt und hat dieses Gemälde Sr. hochfürstl. Gnaden gewidmet. Eine Lithographie des Bildes wird demnächst in München die Presse verlassen; deren Beschreibung siehe 14.08.
Visitation des Brixner Bischofs im Oberinntal; in Zirl und Silz (24.08.) findet eine Kirchweihe statt.
In Stams endete am 16. d. M. die Jubelfeier. Die Zahl der Besucher war ungemein groß, besonders aus dem Ötztal und aus dem Fern herein. Die benachbarten Seelsorgestationen, größtentheils aus dem Patronate des Stiftes, wechselten sich täglich mit den Prozessionen dahin ab. Als Prediger waren immer benachbarte Priester geladen [] Bei den Prozessionen folgten dem hochwürdigsten Gute mit brennenden Kerzen der hocheb. Graf v. Wolkenstein von Petersberg, die k.k. Bezirksgerichts-Vorstände von Silz und Telfs nebst den übrigen k.k. Beamten und Honoratioren. Die trefflich eingeübte Musikbande von Miemingen ließ sich zur Verherrlichung der Feier sehr uneigennützig herbei
Am 21. d. M. übernachtete der allverehrte Herr Fürstbischof Vinzenz im deshalb festlich geschmückten Stifte Stams, wo dessen hocherfreuliche Anwesenheit durch Produktion der vorzüglichsten Musikkapelle von Mieming sowie durch ein gelungenes Feuerwerk und Pöllersalven gefeiert wurde, während am jenseitigen Mieminger Berg, dem Stifte gegenüber, ein riesiges illuminiertes V. in die Nacht hinaus schimmerte. Am 22. verließen Se. bischöfl. Gnaden Stams wieder und führen nach Längenfeld, wo am 23. Visititation war und kehrten dann an jenem Tage wieder nach Silz zurück, wo am 24. August die kirchliche Einweihung der dortigen überaus schönen Pfarrkirche stattfand. Vor dem majestätischen Portale dieses so hübschen Gotteshauses standen 2 großartige Triumphbögen mit Inschriften und Fähnleins niedlich verziert. Das Innere der Kirche schimmerte im Golde und die übrigen Verzierungen mit Gewinden aus Blumen und Grün nahmen sich gut aus, kurz, die ganze Kirche prangte im herrlichen Festschmucke
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