Volltextsuche

Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


Zur Startseite
Zur Jahresübersicht von ANNO


Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates
Die an dem romantischen Waldwege gegen die Sillschlucht, rückwärts am Berg Isel, erbaute niedliche Kapelle wird zu Ehren des Namensfestes des Kaisers geschmückt und darin einen neuntägige Andacht abgehalten, in dankbarster Erinnerung daran, dass es ihre kaiserliche Hoheit selbst war, höchstwelche den Bau dieser Kapelle im Jahre 1848 anzuordnene und die Mittel hierzu gnädigst anzuweisen geruhte.
Restaurierung der Silbernen Kapelle (Hofkirche): Den delikatesten Teil der Arbeit hatte Hr. Morherr zu besorgen, welcher die gegen 300 Jahre alte ganz verwahrloste Orgel zu renovieren und zu stimmen hattte und diese Aufgabe nach dem Befund von Kunstverständigen glücklich löste. Das Blankputzen der silbernen Altarbestandteile hat Hr. Gürtler und Broncearbeiter Lippert, die Renovierung der Rüstung weiland Erzherzog Ferdinand Hr. Gelbgießer Werner, die kunstgerechte Ausbesserung der so werthvollen Marmor-Mosaiken am Grabmal Ferdinands Hr. Bildhauer Hohenauer, und das Vergolden und Lackieren des großen Gitters sowie die Erneuerung der gemalten Wappenschilder der Hr. Lackierer Karl Mader hergestellt. Die Restaurierung wurde übrigens vom Burgverwalter Suschizky angeregt.
Von Seiten der Militär-Verpflegs-Bezirks-Hauptmagazinsverwaltung wurde die im Depot der hierortigen Siebenkreuzkapelle sich bis dahin im Vorrate sammelnden Kleien licitando an den Meistbietenden veräußert.
An einem der Schaufenster der F. Unterberger´schen Kunsthandlung ist dermal der Entwurf der neuen Fassade und des Turms der Kirche zu Dreiheiligen von Hrn. Ing. Anton Geppert Gegenstand vielseitiger Neugierde. Das Ganze bietet einen sehr gefälligen Anblick, nur wollen Manche den Thurm im Verhältnis zur Kirche etwas groß finden. Was die an beiden Seiten oberhalb des Portals anzubringende lateinische Inschrift anlangt,so dürfte bei jener an der Stadtseite wohl hinsichtlich der Jahreszahl eine Änderung nothwendig werden; denn so viel man von den Restaurierungsarbeiten dermal sehen kann, so möchte selbe kaum im Jahre 1860 ausgeführt werden, da selbe, mit Ausnahme der seit Wochen schon unter den Viaduktbögen herumliegenden hübschen Steinmetz-Arbeitsstücke, noch gar nicht begonnen sind; s.a. 19.11.: Zu wünschen möchte nur noch sein, das derselbe auch mit einer guten Uhr versehen werden möchte, wozu es an Raum nicht fehlt und sich passende 3 Ziffernblätter an der Stelle der bisherigen Schallöffnungen gewiss gut anbringen ließen. Da weder die Franziskaner- noch die Jesuitenkirche eine s i c h t b a r e Turmuhr besitzt, wäre obiger Wunsch im Interesse der Bewohner von Dreiheiligen und der ganzen Kohlstadt gewiss gerechtfertigt
In der Johanniskirche am Innrain ist am Musikchore eine neue, und wie Kunstverständige versichern, sehr gelungene Orgel aufgestellt worden, welche von dem hierländischen Orgelbauer Unterberger verfertigt wurde.
Der Bürgerausschuss von Innsbruck bewilligt auf Antrag des Vicebürgermeisters Martin Meyer 1.000 fl. für die Vollendung des Kirchenbaues in Dreiheiligen; s.a. 10.06. An der Dreiheiligenkirche sind die Grundmauern des Vergrößerungsbaues fertig, der eben dieser Kirche keine sehr wesentliche Vergrößerung gewähren dürfte
Die in späterer Periode ob ihrer seltenen Kunstschätze berühmt geworden Innsbrucker Hofkirche war es, in welcher vor 300 Jahren am 24. Juni 1562 in Gegenwart des allerhöchsten Hofes als Eröffnungsfeier des eben von Pl Canisius (des Jesuitenordens) gegründeten Gymnasiums im Beisein der ersten siebzig Schüler desselben, vor einem transportablen Altare (die Kirche war damals noch nicht eingeweiht), der Festgottesdienst abgehalten worden. In der nunmehrigen Universitäts- und vormahligen Jesuitenkirche hingegen versammelten sich gestern 9 Uhr vormittags die Elite der Bevölkerung Innsbrucks, um mit der Direktion, dem Lehrkörper und den 400 Schülern desselben Gymnasiums dem solennen Gottesdienste zur Feier der Erinnerung an dessen Gründung beizuwohnen [] Vier der begabtesten Schüler der höheren Kurse: Plank von Hall, Geiger von Serfaus, Oelacher und Jehle von Innsbruck, hielten Vorträge in altgriechischer, lateinischer, italienischer und deutscher Sprache.
In der Hofkirche wurden unlängst die Wandflächem im Presbyterium mit einer passenden Malerei geschmückt
Der aus Sterzing gebürtige Bildhauer Sebastian Steiner hat im Auftrag des Herrn Erzherzogs Carl Ludwig sehr gelungene Copien der 28 Bronzestatuen in der Hofkirche in Holz geschnitzt und bereits abgeliefert. Dermal arbeitet er an der Copierung der kleinen Statuen in der silbernen Kapelle, von denen einige bereits vollendet sind.
Die Restauration der Schlosskapelle zu Amras ist nahezu vollendet. Die Architektur besorgte Geppert, die Glasfenster Neuhauser nach Zeichnungen von Stadl und Wörndle; der Altar samt dem hl. Nikolaus wurde von Stolz verfertigt; von den sechs Fresken aus dem Leben Jesu hat Wörndle bereits drei vollendet
« StartZurück12345678910WeiterEnde »
Seite 1 von 19