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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Unter den in neuester Zeit in Tirol ausgeführten Werken gothischer Skulptur dürfte der zwar kleine aber sehr gelungene Altar in der Schlosskapelle zu Ambras einen beachtenswerthen Platz einnehmen, besonders was die Reinheit des Styles und Präzision der Ausführung anbelangt. Die Färbung, sowie die theilweise Vergoldung sind glücklich angewendet und der Totaleindruck des Altars ist im schönen Einklang mit der architektonischen Konstruktion der kapelle; der figürliche Teil ist mit großem Fleiße vollendet, besonders ist die Gestalt des hl. Nikolaus hervorzuheben; die Aussführung desselben sowie der Entwurf des Ganzen ist vom Prof. Michael Stolz, die Holzarbeit von Herrn Mößlein in Innsbruck, die Vergoldung und Fassung von Platter in Steinach.
Die Kirche in Dreiheiligen erhält nun ein neues harmonisches Geläute, bestehend aus 5 Glocken aus der Gießerei Graßmayr, sowie eine neue Turmuhr von Wendelin Jäger; s.a. 14-01.
Prof. Jele malt aus Anlass der Seligsprechung des Jesuiten Spinola ein Bild für die Jesuitenkirche (Spinola am Kreuz, davorstehendens Knäblein hebt die Hände empor, im Vordergrund steht ein brennender Holzstoß, daneben stehen der Statthalter und der Henker)
Die immer mehr sich herausstellende Nothwendigkeit der Erweiterung der hiesigen St. Nikolaus-Pfarrkirche – sie fasst bei einer Bevölkerung von 3.030 Seelen nur 700 Personen – hat im Jahre 1864 die Gründung eines diesem Zwecke gewidmeten Fonds veranlasst. (Wie steht es mit dem Fonde zur Erweiterung der hiesigen St. Nikolaus Pfarrkirche? – Bericht)
Anlässlich der Restaurierung der St. Georgs-Kapelle des Landhauses wurde der durch den Blitz verletzte Knopf auf dem Thurme der Kapelle herabgenommen. In demselben befand sich eine Büchse aus Zinn vor, die durch den Blitz gleichsam verletzt ist. Dieselbe war mittelst Pergamentbändern und Siegel verschlossen. Bei der Eröffnung fand sich eine Urkunde vor, welche im Jahre 1730 zur Erinnerung an die Vollendung des Baues des jetzigen Landhauses aufgestellt wurde und die Namen von sämtlichen damaligen Landtagsabgeordneten enthält. Ferner enthält die Büchse ein Agnus Die, ein Spindelbein mit der Aufschrift: S. Favitae Mart., zwei Kreuze und ein Amulett.
Wie das hiesige Tagblatt hört, soll der Anwurf am Thurme der Franziskanerkirche während dieses Frühjahrs entfernt werden, da der Thurm massiv gebaut und nur in Folge des lieben Unverstandes seinerzeit in eine Mörteldecke gehüllt worden sein soll.
Bei der Huter´schen Zementfabrik außerhalb des Innrains wird dermalen an Stelle der früher dort befindlichen kleinen Kapelle eine größere aus Zementsteinen aufgeführt.
Restaurierung der Kirche zu Dreiheiligen: Den eifrigen Bemühungen des dortigen Herrn Expositius ist es gelungen, nach und nach das Innere dieser Kirche völlig neu umzuschaffen, neue Betstühle, Stationen u.s.w. herzustellen. Insbesondere wurden die Plafondgemälde, welche im Laufe der Zeit ziemlich verblasst waren, aufgefrischt und schimmern jetzt wie neu von der Decke dem Beschauer entgegen. Dieselben beziehen sich bekanntlich auf die Pestseuche, die im Jahre 1611 Innsbruck heimsuchte und in der Folge eines Gelöbnisses der damaligen Bürgerschaft die Erbauung dieser Kirche veranlasste, und sind um die Mitte des vorigen Jahrhunderts von Johann Michael Strickner, einem geborenen Innsbrucker mit viel Geschick gemalt worden. Die Restauration dieser interessanten Freskobilder, sowie die übrige Dekorie.ung der Kriche wurden nach der Anweisung der Herren Hellweger, Mader und Michael Stolz unter der Leitung des überall im Lande rühmlich bekannten Dekorationsmalers Johann Plattner durch die Maler Max Gheri und Schatz sehr geschickt ausgeführt. Zugleich ward auf der Evangelienseite im Presbyterium ein farbiges Glasfenster aus der Fabrik des Hrn. Neuhauser eingesetzt. Dass die beiden ebenfalls neu restaurierten Seitenaltäre zwei treffliche Bilder aus der Hand des Kunstmalers Hellweger erhielten, ist in diesem Blatte bereits erwähnt worden. Was jetzt noch wünschenswert wäre, ist ein anderer Tabernakel statt des jetzigen ganz unpassenden,…
Die hiesige Pfarrorgel, im Jahre 1725 durch Johann Humpgel aus Meran erbaut, wurde durch den Zahn der Zeit derart defekt, dass die an ihr vielfältig angewandten kleineren Ausbesserungen ihren Verfall nicht mehr aufzuhalten vermögen. Eine gründliche, durchgreifende Reperatur war daher ein Gebot der Stunde. Mit dieser heiklen und komplizierten Arbeit wurde der in der Orgelbaukunst rühmlichst bekannte Herr Josef Sies in Bozen betraut. (Es folgt eine Beschreibung der Orgel)
Der Neubau der Kirche in St. Nikolaus wird in die Wege geleitet. Gestern besichtigte eine städtische Kommission den Platz für den Bau der neuen Kirche. Dieselbe soll sich dafür ausgesprochen haben, dass der Neubau nach dem Projekte des Dombaumeisters Schmied an der Stelle der alten Kirche, von der die Grundmauern und theilweise der Thurm nach Möglichkeit benützt werden, erbaut werden soll.
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