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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Den beantragten Bau der Pfarrkirche zu St. Nikolaus betreffend. Bericht des Pfarrers Karl Mayr: „Vor allem ist mit dem Ausdrucke des innigsten Dankes als einer der größten Wohlthäter der Kirche zu nennen: Herr Friedrich Schmidt, k.k. Oberbaurath und Dombaumeister zu Wien, welcher nicht bloß sich gütigst herbeiließ, den detaillierten Bauplan zu entwerfen, sondern in seltener Uneigennützigkeit - auf jegliche Entlohnung verzichtend – denselben der Kirche auch kostenfrei zur Verfügung stellte. [] Der Kostenvoranschlag der Gebrüder Baumeister Hutter.beläuft sich auf 102.500 fl., während das gegenwärtige Vermögen des Baufonds nur 60.548 fl. beträgt. Müsste dieser Abgang allein auf dem bisherigen Weg durch milde Beiträge und deren Zinse und Zinseszinse aufgebracht werden, so würde sich der Kirchenbau allerdings noch auf Jahre hinausschieben; allein in Anbetracht, dass der löbliche Stadtmagistrat Patron der Kirche ist, dass das neue Gotteshaus unstreitig eine der schönsten Zierden Innsbrucks bilden wird und dass die Baukosten zum größten Theil schon gedeckt sind, steht wohl zu hoffen, der löbliche Stadtmagistrat werde numehr auch seinerseits die frühere Inangriffnahme des Baues ermöglichen.“
Renovierung der Fassade der Spitalskirche (die übertünchten Gesimse und Zierate erscheinen wieder in ihrer natürlichen Beschaffenheit als Nagelfluhe; das Innere der Kirche, das gegen jeden guten Geschmack mit Stuckaturarbeiten, Gipsanwürfen und dergleichen überladen ist, kann dieses Mal noch keine Verschönerung erwarten)
Der Hochaltar der Johannes-Kirche ist ein Werk des vaterländischen Künstlers Dominikus Trenkwalder dahier, aus dessen Atelier schon so manches gediegende Wekr hervorgegangen ist. Der Künstler hat es sehr gut verstanden, den gegebenen Verhältnissen Rechnung zu tragen und dadurch ein Werk zu schaffen, das dem eleganten Spät-Renaissance-Styl der Kirche vollkommen angepasst ist. Die Ausführung des architektonischen Theiles dieses Altars, die an Genauigkeit, Präzision und technischer Vollendung auch nicht das Geringste zu wünschen übrig lässt, wurde von den Gebrüdern Trenkwalder, Kunsttischler zu Mühlau übernommen. Die Fassung des Altars stammt vom Dekorationsmaler Felder. Mögen sich noch edle Wohlthäter für die Statue des hl. Johann v. Nepomuk finden, damit die alte, ziemich schwulstige Figur durch eine neue ersetzt wird, was dem bereits begonnenen Werk die Krone aufsetzen würde
Ein Blitz fuhr gestern um 1/4 nach 4 Uhr unter entsetzlichem Donnerschlag in die Pfarrkirche von Amras ein. Der Orgelbauer Karl Rheinisch von Steinach und ein Gehülfe beschäftigten sich mit der Reperatur und dem Stimmen der Orgel. Beide wurden durch den Blitzstrahl zu Boden geworfen, erholten sich aber sofort wieder. Da das mit einem leichten Schleier umflorte Aloisiusbild auf dem Seitenaltare bei der Kanzel zu brennen begann, eilte Rheinisch augenblicklich aus der Kirche, um Hilfe herbeizurufen und sperrte sogleich die Kirchenthüre auf, um dem Schwefelduft Luft zu machen, während der Gehülfe mit dem vorhandenen Weihwasser den ausbrechenden Brand zu löschen sich bemühte, was ihm auch glücklich gelang. Nach persönlich eingenommenen Augenschein fuhr der Blitz in die Thurmspitze, an der leider kein Blitzableiter vorhanden war, entkleidete dieselbe in ihrem obern Viertel gänzlich des Schindeldaches und zersplitterte auch das Gebälk in arger Weise. [Weiterer Verlauf des Einschlages].
Die evangelische Kirchengemeinde in Innsbruck feiert das Fest der Einweihung der ersten evangelischen Kirche in Tirol. Das ehemalige Normalschulgebäude in der Kiebachgasse und seine Kapelle ist seit dessen Ankauf in einem Zeitraume von 3 Monaten zum Pfarrhaus und zur Kirche umgewandelt worden. Dieser Bau bietet nun mit seiner erneuerten Facade gegen die Kiebachgasse in entsprechender architektonischer Gliederung einen ganz hübschen Anblick. Die Räumlichkeiten im Innern wurden sämtlich einer gründlichen Reperatur und in einzelnen Theilen sogar einem gänzlichen Umbau unterworfen. So wurden die links vom Eingange ebenerdig sich bis zur Kapelle hinziehenden dumpfen Gewölbe sämtlich in verhältnismäßig freundliche Lokale umgewandelt, die gegen die Straßenseites ein Vestibule und in der Fortsetzung der Kapelle mehrere Vorhallen bilden. Die Kapelle selbst fand eine Vergrößerung, indem das Hintertheil des Schiffes durch Einbeziehung einer vormaligen dunklen Vorhalle verlängert und dadurch auch der Eingang von der Seite des gorßen Hofraumes zweckmäßiger hergestellt wurde. Die Kapelle selbst ist vollkommen in ihrer ursprünglichen Bauart erhalten. Neu ist nur die innere Ausstattung entsprechend dem evangelischen Ritus, und der Boden und die Betstühle. Das Plafondgemälde im Hauptraume der Kapelle wurde von dem Maler Hugo Barthelme aus München erneuert, die 4 Evangelisten in den 4 Zwickeln zwischen den Strebepfeilern und dem Gewälbe…
Freunde der Kunst werden auf den Seitenaltar in der hiesigen Johanneskirche aufmerksam geamcht. Es wurde nämlich von unserm bekannten vaterländischen Künstler und Bildhauer Dominikus Trenkwalder zu dem bereits vorhandenen Bilde der immerwährenden Hilfe ein dem Style der Kirche entsprechender Altar entworfen, der mit den Statuen des hl. Josef und des hl. Alphonsus als Kirchenlehrer geziert ist. Die Tischlerarbeiten zu demselben stammen von der bekannten Firma der Gebrüder Trenkwalder, Künsttischler in Mühlau.
Die „Wiener Abendpost“ veröffentlicht ein Feuilleton aus der Feder Jakob v. Falke´s, eines hervorragenden Kunsthistorikers, in welchem der gegenwärtige Zustand der Hofkirche dahier einer herben Kritik unterzogen wird.
GR Ludwig teilte in der Gemeinderaths-Sitzung vom 6. Juli mit, dass ein großer Theil der Bevölkerung der Pfarre St. Nikolaus die Stellung des neuen Gotteshauses ungehalten sei, welches gerade so zu stehen kommt, wie die gegenwärtige Kirche. Der Vorsitzende gibt die Erklärung, dass der Bauplan vom Dombaumeiter Schmidt aus finanziellen Gründen so entworfen wurde, indem nur durch die Beibehaltung der Richtung des alten Gotteshauses der alte Thurm erhalten und mit dem Neubau in eine technisch und architektonisch zulässige Verbindung gesetzt und damit eine Ersparnis von 12 bis 15.000 fl. erzielt werden könne.
(Kirchen-Restauration und Neubau.) Mit der vor einiger Zeit vom Custos des österreichischen Gewerbe-Museums in Wien, Herrn Dr. Ilg, angeregten Reinigung der Hofkirche ist in der vorigen Woche begonnen worden. Es ist auch wirklich an der Zeit, dass der sich durch Menschenalter angesammelte Staub und das die Schönheit dieses Gotteshauses beeinträchtigende „Tafelewerk“ nur einmals hinausgeschafft wird. – Mit dem von den Herren Gebrüdern Hutter geführten Bau der Pfarrkirche in St. Nikolaus geht es rüstig vorwärts, wenn auch der Bau noch unterirdisch geführt werden muss. Von den colossalen Fundamentmauern aus Beton ist ein ergiebiger Theil beinahe bis zur Oberfläche des Bodens aufgeführt.
Da schon kommende Woche der Abbruch der Kirche in Angriff genommen wird, so findet morgen nach der auf 1/2 9 Uhr vormittags festgesetzten Predigt die Einsegnung der Nothkirche statt; s.a. die Gemeinderatssitzung 26.10. ff.
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