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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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(Zum Kirchenbau in St. Nikolaus) In der vorigen Woche wurden die 6 Glocken aus dem Thurme der St. Nikolauser Pfarrkirche herabgenommen und somit der Anfang zur Demolierung derselben gemacht. Es sind 6 Glocken, die nun im Friedhofe stehen und von denen zwei in einem improvisierten Glockenstuhle hängen. Eine derselben ist von ehrwürdigem Alter; ihre Aufschrift besagt, dass sie von Peter Laiminger zu Heiligenkreuz im Jahre 1506 gegossen wurde. Drei Glocken, darunter die zweitgrößte, sind von Franz Kettelath, „kayserlicher Stuch- und Gloggengiesser in den Jahren 1732, 1737 und 1748 gegossen worden. Die größte der dortigen Glocken ist ein Werk des Glockengießers Josef Georg Miller aus Innsbruck, der seine Werkstätte in dem nun in ein freundliches Wohnhaus umgebauten altertümlichen düsteren Gutshaus vor Büchsenhausen hatte. Sie wurde 1841 gegossen und ist von Angehörigen des Pfarrsprengels aus Anlass der Erhebung der ehemaligen Expositur St. Nikolaus zur Pfarre gestiftet worden. Sie trägt den Namen Marianna, wohl auch in Anklange an den Aufenthalt der Kaiserin Marianna in Innsbruck. Nicht uninteressant ist die Nothkirche, welche mit zu Hilfenahme der von der Oberlindober´schen Kapelle westlich gelegenen Arcadenreihen des Friedhofes durch einen Vorbau vor dieselben hergestellt worden ist. Man könnte sie infolge der Bogenstellung der Arcaden beinahe mit einer…
Übergehend zur Tagesordnung macht der Bürgermeister Dr. Falk die Mittheilung, dass er eine außerordentliche Sitzung des Gemeinderathes einzuberufen veranlasst habe, um ein Gesuch des Hw. Herrn Pfarrers Mayr in St. Nikolaus um Bewilligung des Neubaues des Kirchthurmes zu erledigen. In diesem Zusammenhang sei daran zu erinnern, dass der Gemeinderath seinerzeit nach vielfachen Verhandlungen und Berathungen die Bewilligung zum Bau der Kirche unter der Bedingung ertheilt habe, dass der Stadtgemeinde als Patron keine irgendwie geartete Haftbarkeit für die Vollendung des Neubaues erwachse. Der vom Dombaumeister Schmid in Wien angefertigte Plan stelle sich im Voranschlage der Kosten auf 93.000 f. Das Baugeschäft der Gebrüder Hutter habe den Bau um die Pauschalsumme von 88.000 fl. übernommen mit der Verpflichtung, denselben innerhalb 3 Jahren herzustellen. Der Baufond weise bis jetzt 80.000 fl. auf, was mit Hinzurechnung der Znserträgnisse das nicht gleich ganz in Verwendung kommenden Capitals und mit anderen in Aussicht stehenden Zuschüssen die Bedeckung des Gesamterfordernisses nach 3 Jahren ergebe. Im Bau der Kirche sei jedoch der Bau des Thurmes nicht mit inbegriffen. Nach dem ersten Plane wäre der alte Thurm in Verwendung gekommen, indem derselbe nur von den Schallöchern an einen dem Baustyle der Kirche entsprechenden Umbau zu erfahren gehabt hätte. Bei…
24.11. bis 30.11. – Die alte und neue Kirche zu St. Nikolaus in Innsbruck
05.01., 07.01. 09.01. 18.01.1882 – Die Reinigung der hiesigen Hofkirche: „Die Wände und das Gewölbe wurden in zwei Tönen, hellbraun und die Ornamente weißlich gestrichen. Gegenwärtig werden von einem Unternehmer aus Wien die Broncefiguren vom Jahrhunderte alten Staube und dem einst im Unverstande angebrachten Anstrich von Ölfarbe gereinigt. Einige von ihnen stehen schon in ihrer schönen gelblichröthlichen Naturfarbe da. Mit den verschiedenen Täfelchen, die kunterbunt an der Wand hingen, ist nun auch aufgeräumt worden, und wir hatten infolge dessen auch erwartet, dass die zwei Jele´schen Altarbilder an den Seitenaltären wieder in Ehren eingesetzt würden; statt dessen füllen aber diese Räume noch immer scharlachrother Perkail und versilberte Rahmen mit Strahlen aus, die als Umgebung und Hintergrund von Bildern dienen, die absolut in diesen Raum nicht hineinpassen. Es macht sich in diesen beiden Altären eine Geschmacklosigkeit und Kunstarmuth breit, die man kaum in einer Dorfkirche dulden würde. Wird allenfalls eingewendet, das schwache Geschlecht trenne sich schwer von diesen beiden Bildern, einem heiligen Antonius- und einem Muttergottes-Bilde, so ist jetzt gegen einen solchen Einwand ein ganz passendes Auskunftsmitttel geschaffen worden: in einer Vorhalle beim Eingange vom Franciscaner-Kloster ist eine Kapelle dem hlt. Franziscus zu Ehren errichtet worden; man hänge die beiden Bilder dorthin,…
Es war ein weihevoller Akt, der sich gestern vormittags mit der feierlichen Grundsteinlegung der Pfarrkirche zu St. Nikolaus vollzog..[] Der hochwürdige Dekan Dr. Kometer als Celebrierender, zeichnete auf die verschiedenen Seiten des Grundsteines das Zeichen des Kreuzes, worauf die Litanei zu allen Heiligen gesungen worden ist. Von der Rednerbühne herab verlas dann Herr Cooperator Huber die Urkunde der Grundsteinlegung (Urkundentext siehe 27.04.).Diese Pergamenturkunde wurde hierauf unterzeichnet von dem Dechanten, dem Bürgermeister, Vicebürgermeister und dem ersten Magistratsrathe, dem Vorstande und dem Director der Sparkasse, dem Pfarrer, dem Chef der bauführenden Firma Huter und dem Diözesan-Architekten Vonstadl. Nachdem die Urkunde in einen Blechkapsel, in der nebst einigen Denkzeichen an die Zeit zur Erinnerung um diesen Bau verdiente Persönlichkeiten auch deren Photographien enthalten sind, gelegt und die Kapsel verlöthet worden war, wurde der Stein gehoben und unter Pöllersalven an seine Stelle am südöstlichsten über Eck gestellten Strebepfeiler auf die Kapsel niedergelassen. Es erfolgten die üblichen Hammerschläge und der Umgang um die sich bereits mächtig aus dem Fundamente erhebenden Umfangsmauern. Darauf hielt Herr Alois Gräber, als gewester langjähriger Pfarrer von St. Nikolaus eine Rede. († 30.12.1882 in Thaur; 02.01.1883)
Wissenswertes über die Geschichte der Holzintarsia in Tirol. (Schloss Ambras und Fürstenchor in der Hofkirche. „Gegenwärtig wird der Fürstenchor der Hofkirche von seinen Anstrichen befreit, und soviel sich jetzt schon erkennen lässt, zeigen nicht bloß der Plafond und die Thüren Intarsia, sondern auch die Brüstung und sogar der Fußboden. Wie aus den Zeichnungen, die Herr Direktor Deininger mit seinen Schülern vom Fürstenchor aufgenommen hat, zu ersehen ist, haben wir hier in Mitte unserer Stadt ein Kunstwerk von ungemein großem Werte für die hiesige Industrie, von dessen Vorhandensein bisher die Wenigsten eine Ahnung hatten.
„Der Fürstenchor in der Franziskanerkirche (Hofkirche) ist nun in seinem restaurierten Zustand enthüllt. Es ist eine Perle deutscher Holzarbeit aus dem Jahre 1568 von einem Augsburger Meister gefertigt; man kann sich angesichts dieser Pracht des Staunens nicht Herrr werden, dass es eine Zeit geben konnte, die dem guten Geschmacke zu dienen geglaubt hat, indem sie dieses herrliche Werk mit Kalk überdünchte, um aus dem Holze Marmor zu machen. Die Restauration dieses wahrhaft fürstlichen Chores gereicht dem Tischlermeister Trenkwalder zu großem Ruhme und dem Herrn Direktor Deininger muss man zu lebhaftem Danke verpflichete sein, der dieses wundervolle Werk aus dem Schmutze herauszog“ (s.a. 04.10.)
Der Gemeinderath beschließt, den Bau des Kirchturmes der Pfarrkirche in St. Nikolaus finanziell zu unterstützen
Der Neubau der gothischen Kirche in St. Nikoluas schreitet, wenn auch scheinbar langsam, doch stetig vorwärts. Auf der Südseite ist das kräftige Kranz- oder Dachgesims in einer Höhe von 13,30 m vom Boden, einschließlich des Querschiffes aufgesetzt, auf der Nordseite ist die Höhe bald erreicht. Im Presbyterium kommt es erst zur Einsetzung der Fensterbogen. Die schlanken 10 1/2 m hohen Pfeiler im inneren der Kirche sind mit dem Rippen- und 70 cm breiten Gurtbogen-Ansatz aus Hausstein vollendet und sämtliche eingerüstet. Die Pfosten und Bogenfüllungen in den 7 1/2 m hohen und 3 1/3 m breiten Fenstern sind noch nicht eingesetzt. Die Südseite der Außenwand wird gegenwärtig schon blank hergestellt und lässt die Schönheit des Hausteines erkennen. Die jetzt in Angriff zu nehmende Erhöhung des Facaden- und Thurmbaues lässt die Aufstellung des Dachstuhles im Sommer erwarten. Der Dombaumeister Friedrich v. Schmidt in Wien hat Entwürfe für die Kanzel, Beicht- und Betstühle, Orgelkasten und Skizzen für die Aläter schon früher angefertigt und arbeitet dieselben mit den gewünschten Abänderungen gegenwärtig aus – rein nur um Gotteslohn, wie früher die Baupläne. Im Seitenschiffe der Evanelienseite ist die Aufstellung eines Altars, dem Herzen Jesu geweiht, beantragt. Möge das Erlöserherz recht viele opferwillige Herzen entflammen, ihm…
Der Dachstuhl des Hauptschiffs der neuen Pfarrkirche von St. Nikolaus wird aufgesetzt; Firstfeier siehe 16.08. „Fehlt der Segen nicht von Oben, wird der Bau den Herren loben!“
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