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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Die Zentralkommission für Kunst und historische Denkmale beschäftigt sich mit dem Fasadenbild des Malers Johann Josef Arnold an der Dreiheiligenkirche (Restaurierung des schadhaften Freskos [Madonna] oder Ersetzung desselben durch ein neues Mosaikbild? s.a. 09.05. Entfernung, da Restaurierung nicht sinnvoll? oder doch Belassung? 11.07.)
Am 10. des Monats findet in der zwischen dem Presbyterium und dem Grabmal Kaiser Maximilians I gelegenen Gruft der hiesigen Hofkirche die stille Wiederbeisetzung der Kinder des Erzhzerzogs Ferdinand II. von Tirol aus dessen erster Ehe mit Philippine Welser und aus dessen zweiter Ehe mit Anna Katharina, Herzogin von Mantua und Montserrat, statt. Die Wiederbeisetzung in neuen Särgen erfolgt auf Anordnung des Obersthofmeisteramtes, nachdem bei der im Mai 1897 beabsichtigten provisorischen Beisetzung der Kammerfrau der Philippine Welser, Katharina von Loxan, während der Dauer der Reconstruction des eingesunkenen und den Holzsarg umschließenden Sarkophags in dieser Gruft unvermutheterweise die Metallsärge der Kinder des Erzherzogs aufgefunden worden waren, die infolge der Oxydation des Metalls stark gelitten hatten. Die von den Gebrüdern Colli in Innsbruck gelieferten Eichenholzsärge sind den typischen Sargformen der Mitglieder des Erzherzogenhauses zu Ende des 16. Jahrhunderts nachgebildet, wie sie in der „Topographia Principium Austriae etc.“ bildlich dargestellt sind. Auf den Sargdeckeln und an den Fußenden der neuen Särge sind Bronzekreuze, die Sterbedaten und Cartuchen angebracht. Die Cartuchen am Sarge der Erzherzogin Anna Leonore, eine Arbeit des Fachlehrers für Metallverarbeitung an der hiesigen Staatsgewerbeschule, August Biendl, trägt die Inschrift: „Des Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn Herrn Ferdinanden Erzherzogen zu Österreich etc. und…
Zwei neue Altäre in St. Nikolaus
Über die neuen Glasgemälde für die Fenster der Hofkirche: Den urkundlichen Überlieferungen folgend, nach welcher die Fenster der Hofkirche schon im 16. Jahrhundert mit Glasmalereien geschmückt waren, die neben den Bildnissen Kaiser Maximilians I., Kaiser Ferdinand I. und Erzherzog Ferdinands II. zahlreiche Wappen enthielten, kommen in die Bogenfelder der projectierten Kunstverglasungen farbenfreudige, von Schildträgern gehaltene Wappen, während die Fonds von farbigen, reich ornamentierten Borduren eingefasst werden. In der Inschrift über dem Hauptportale der Kirche, in welcher Maximilian I. der Gründer, Ferdinand I. der Erbauer und Leopold I. der Vollender der Kirche genannt wird und in dem Umstande, dass Erzherzog Ferdinand II der Erbauer der silbernen Kapelle als vierter Hauptförderer des hehren und eigenartigen Kunstdenkmales betrachtet werden muss, sah Hofrat Dr. R. v. Wieser einen Fingerzeig, welche Wappen in den Fenstern des das Allerheiligste beherbergenden Presbyteriums anzubringen seien. Obschon vorläufig nur die vier Fenster des Preybyteriums mit Glasgemälden versehen werden sollen, so sind doch die Studien für die Fenster der Seitenschiffe bereits abgeschlossen und es sind naturgemäß die Landesfürsten der jüngeren tiroler Regentenlinie von Erzherzog Maximilian dem Deutschmeister bis auf Erzherzog Sigismund Franz, deren Wappen in den Fenstern der Evangelienseite der jetzigen und dem künftigen Generationen die ruhmvolle vaterländische Geschichte vor…
Oberingenieur Ludwig Pulsator † (Bauleiter der Rekonstruktionsarbeiten an der Kuppel der Jesuitenkirche)
Neue Fenster in der Pfarrkirche St. Nikolaus
Tagung des Kirchenbauvereins Wilten. Notwendig ist eine neue Kirche für jeden Stand und jedes Alter, ganz besonders aber für die Dienstboten, die wegen der von der Herrschaft oft so kurz bemessenen Zeit nicht weite Wege machen können. Das Barvermögen des Vereins beläuft sich auf 26.456 fl.
Die Central-Commission für Kunst und historische Denkmale in Wien verwendet sich dafür, dass eine Kopie des Arnold´schen Freskos an der Fassade der Dreiheiligenkirche hergestellt wird. Dieses wird bekanntlich wegen seines desolaten Zustandes durch ein Mosaikbild ersetzt. Die Kopie soll im Ferdinandeum verwahrt werden.
Am Sonntag abends gegen 8 Uhr fuhr ein Knecht der Firma Auer mit einem Bierwagen so heftig gegen eine der steinernen Säulen der Kapelle „zum großen Gott“ im Höttinger Ried, dass diese zusammenbrach. Infolge davon hat der ganze Vorbau die Stabilität verloren; auch die zweite Säule stürzte ein, und das ganze Dach brach zusammen. Das große Crucifix der Kapelle hat anscheinend keinen Schaden gelitten und merkwürdigerweise scheint auch das Deckengemälde so wenig beschädigt, dass seiner Wiederanbringung am Plafond kaum bedeutenden Schwierigkeiten begegnet.
Wie uns von verlässlicher Seite mitgeteilt wird, werden nun endlich die beiden Türme der Jesuitenkirche in der Universitätsstraße ausgebaut werden; s.a. 11.05.
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