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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Die Ausschmückung der St. Nikolaus Pfarrkirche in Innsbruck (Beschreibung der vier neuen Fenster: Der hl. Nikolaus hat seine vier Fenster auf der Evangelienseite, vom Eingang her gesehen links. Das erste zeigt den Heiligen, wie er drei Töchtern eines armen Mannes Geld zur Ausstattung durch Fenster legt, das zweite, wie durch sein Gebet ein Sturm auf dem Meere gestillt wird, das nächste stellt dar, wie der Heilige dem Kaiser Constantin erscheint und ihm befiehlt, drei unschuldig Eingekerkerte sofort frei zu lassen und ihre Verleumder zu bestrafen, das vierte endlich, zunächst bei der Seitenkirchentür, bringt uns den Tod des großen Bischofs zur Anschauung. Auf der Epistelseite finden wir in gleicher Reihenfolge einige Tatsachen aus dem Leben des hl. Martinus: 1. Teilung des Mantels 2. mit diesem Mantel hat Martinus mich bedeckt 3. Engelserscheinung beim Messelesen 4. der Heilige erweckt das Kind einer Witwe zum Leben. Dieses letzte dürfte von allen wohl das würdevollste und schönste sein, man kann sich kaum sattsehen daran. Die vier neuen Fenster sind etwas lichter gehalten als die ersen. An fünf Fenstern kann man die Namen der Spender erkennen; (siehe das Opfer der Witwe)
(Der Ausbau der Universitätskirche.) Wie bekannt, ist der Ausbau der Universitätskirche, dank der Munifizienz des Herrn v. Sieberer in nächster Zeit zu erwarten. Die Pläne für die beiden monumentalen Thürme, welche an die Stelle der jetzigen hölzernen Glockentürme treten sollen, sind bereits fertig; sie stammten vom Wiener Architekten Schachner, der sich bei seinm Entwurfe an das Vorbild der Universitätskirche, den Dom von Salzburg, gehalten hat. Bei dieser Gelegenheit sei richtig gestellt, dass die Kosten des Aufbaues der Thürme nicht von der Regierung und Herrn v. Sieberer zusammen, sondern von letzterem allein getragen werden. Die Regierung widmet – die Kirche ist nämlich ärarisch – für die innere Ausschmückung die Summe von 35.000 K, das ist jener Betrag, den sie unter allen Umständen früher oder später für eine feuersichere Herstellung der Glockenthürme hätte verwenden müssen. Zur Deckung der Baukosten wurden von Herrn v. Sieberer 100.000 K bei der Innsbrucker Sparkasse deponiert; ein etwaiger Rest fällt dem Waisenhausfonde zu. Der Bau der Türme soll im nächsten Frühjahr begonnen und im Herbst zu Ende geführt werden
Orgelcollaudierung in der Hofkirche
Eine jüngst nach Telfs berufene Commission von Baumeistern zum Zwecke der Untersuchung des alten Pfarrturms in Bezug auf Haltbarkeit zum beabsichtigten, dem Kirchenstil entsprechenden Umbau des oberen Theiles des alten Turms soll ausgesprochen haben, dass die Sicherheit eine genügende ist, sodass mit kommenden Frühjahr zur Gleichstellung der zwei Kirchtürme begonnen werden dürfte
Im hölzernen Glockenturm der Universitätskirche (Jesuitenkirche) befinden sich vier Glocken von kunsthistorischem Interesse. Die beiden größeren, 1579 von Hans Christoph Löffler gegossen, sind mit einem durch Puttifigürchen belebten Ornamentfries geziert und enthalten Reliefdarstellungen. Die zwei kleinen Glocken stammen aus dem Jahre 1640, sind mit spärlichem Zierat versehen und als Werke der berühmten Innsbrucker Erzgießerei Bartholomäus Reichart von historischem Werte
Im Unterberger´schen Auslagenfenster hat der Bildhauer Josef Bachlechner von Hall die IX. Station seines für St. Nikolaus bestimmten Kreuzweges ausgestellt. Zur gleichen Zeit sind im hiesigen Landesmuseum noch weitere 11 Stationen des selben Künstlers zur freien, unentgeltlichen Besichtigung ausgestellt
Innsbruck wird in absehbarer Zeit ein neues Glockengeläute erhalten, den die neuen Thürme der Jesuitenkirche, welche Herr v. Sieberer, der Gründer des Waisenhauses in Innsbruck, durch die Firma Huter erbauen ließ, ein schönes Heim gewähren. Diese Geläute ist, soweit es sich nicht um wenige vorhandene Glocken handelt, die demselben einverleibt werden können, das Geschenk eines hochherzigen Gönnerpaares in Innsbruck an die Dreifaltigkeits-(Jesuitenkirche). Das neue Geläute, welches Meister Chiappani in Trient herstellt, wird aus 9 Glocken bestehen. Die größte, 10.000 Kilo schwer, ist bereits fertig. Es dürfte wahrscheinlich die fünftgrößte Glocke in Europa sein, die thatsächlich geläutet wird, während Glocken von gleicher und steigender Schwere gewöhnlich nur angeschlagen werden. Der Ton derselben liegt zwischen F und H und ist daher um 1 1/4 tiefer als die große 7400 Kilo schwere Pfarrkirchenglocke. Sie ist, wie eine Inschrift um den kleinen Reif besagt, der hl. Dreifaltigkeit geweiht. Die decorative Ausstattung ist mit Feinheit und künstlerischem Geschmacke ausgeführt. Als Hauptbilder trägt die Glocke die hl. Dreifaltigkeit und die Himmelskönigin. In der Nische sind die 4 Evangelisten sichtbar, während in den übrigen Feldern schwebende Engel mit Emblemben angebracht sind. [] Die zweite Glocke im Gewichte von 48 bis 50 Metercentner ist dem hl. Johannes dem Täufer…
Firstfeier auf der Jesuitenkirche
Die neuen Glockentürme der Dreifaltigkeitskirche (Jesuitenkirche) in Innsbruck stehen nun in ihrer Vollendung und entblößt vom massiven Gerüste da. Gegenwärtig arbeitet Zimmermeister Anton Klara am Aufbau des mächtigen Glockenstuhls. Es wird hierzu kerngesundes massiges Lärchenholz verwendet. Ein schweres Stück Arbeit wird insbesondere die Einbringung der großen 10.000 Kilo schweren Glocke in den Thurm erfordern, da ihr Weitdurchmesser 2,48 m, die Schallöffnung, durch die die Glocke in den Thurm befördert werden muss, in der Höhe zwar 6 m, in der Breite aber 2,5 m beträgt. Zudem kommt noch das Gewicht der Glocke, der Glockenjoch weit über 1000 Kilo wiegt und ebenfalls aus Lärchenholz hergestellt ist. Zu diesem Joche wurde ein mächtiger Lärchenstamm verwendet, der, wie der Anzahl der Jahresringe zu entnehmen ist, das stattliche Alter von 464 Jahren aufweist. Aus diesem konnte ein 53 cm im Gevierte messender tadelloser Balken entnommen werden. Da der Constrast zwischen dem Naufaufbau und dem bereits bestehenden Mauerwerk der Kirche in der Farbe ein großer ist, ging man ursprünglich mit dem Gedanken um, die alte bestehende Mauer abzuhämmern. Schließlich nahm man davon aus verschiedenen Gründen Abstand und es wird nun eine gewisse Harmonie des Aussehens durch Farbaufspritzung hergestellt werden. Alle Arbeiten wurden bisher ohne Unfall vollzogen
(Von der Jesuitenkirche.) Jetzt erhebt sich nun auch zwischen den beiden Thürmen die mächtige Dreifaltigkeitsgruppe, von deren Dimensionen man sich einen beiläufigen Begriff machen kann, wenn man bedenkt, dass die in sitzender Stellung dargestellten Personen 5 Meter hoch sind. Zu beiden Seiten dieser Gruppe sind 2 Engelgestalten postiert. Das Kunstwerk ist vom Bilhauer Baumgartner in Wien aus Breitenberger Sandstein geschaffen worden
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