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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Greifvögel

Ein Zirler „Schafbue“ präsentiert in Innsbruck zwei gefangene Steinadler; s.a. 09.06.
Dieser Tage wurde zu hinterst in der Zirler-Klamm von einem Jäger, der dort auf Hahnenpalz war, ein Lämmergeier erlegt. Er misst mit ausgespannten Flügeln 7 Schuh.
Aus einem Adlerhorste der sich an einer südwestlich exponierten senkrechten Felswand des großen Solsteins bei Zirl befindet, ist am 7. d. Mts. ein junger Steinadler, ungefähr 9 – 10 Wochen alt und bereits vollständig befiedert mit einer Flügelweite von mehr als 5 Fuß, ausgenommen worden. Die Felswand, an welcher sich der Horst in einer sogenannten „Gufel“ (Felsenhöhle) befand, war sehr schwer zugänglich. Der Jäger Josef Heiß (Krax) hatte mit viele Mühen und Gefahren den allein möglichen Zugang zu einem etwa 60 bis 70 Fuß oberhalb des Horstes gelegenen kleinen Legföhrenbestand ausgemittelt, von welchem mit Hilfe zweier anderer verwegener Zirler, Martin Seiler, vulgo Glaser, an doppelten Stricken bis zum Horste herabgelassen wurde. Derselbe wurd glücklich erreicht, obwohl Glaser zweimal ganz frei in der Luft baumelte. Der junge Adler ließ sich ohne den geringsten Widerstand mit den Händen packen und in den Schnerfer stecken. Die alten Adler kamen während des Ausnehmens nicht in die Nähe, wie denn überhaupt die Beobachtung, dass Steinadler den Menschen während des Ausnehmens der Jungen angreifen, bei uns nie gemacht wurde. Der Horst stellte eine wahre Schlachtbank dar. Außer den Knochen von Rehen, Lämmern, eines Gamskitzes und den Resten von Hasen, Eichhörnchen, Stein- und Schneehühnern fand sich auch…
Adlerfang im Vomperloch
„Steinadler-Meeting“ oberhalb von St. Sigmund (die Vögel entpuppen sich allerdings als weißköpfige Geier, siehe auch 12.09.)
In Reviere der Höttinger-Zirler Jagdgesellschaft glückte es dem sehr thätigen Zirlerjäger, vulgo Krax, in einem Einschnitt oberhalb der Wände des Hechenbergs, dem Jaufenthal, ein Uhunest zu entdecken, die beiden alten Uhus mit umwickelten Eisen lebend und unverletzt zu fangen und das Junge, das beiläufig die Größe einer Henne hat und schon selbst frisst, auszunehmen. Da das Nest in einer höchst unzugänglichen Felswand steckte, so bot die Arbeit des Fangens und Ausnehmens bedeutende Schwierigkeiten, welche aber von dem schwindelfreien Zirler der mit marderartiger Gewandtheit ohne an einem Seile sich zu halten, über die Wand hin zum Nest stieg, gelöst wurden. Im Nest fand sich noch ein unausgebrütetes Ei vor. Die Küche war gut bestellt, was man aus den Überresten eines Spielhahnes, eines weißen Hasen und einer Bergmaus, die im Neste lagen, schließen konnte..
Ein seltener Fang wurde neulich von einem Jäger in Telfs gemacht, der eine ganze Uhu-Familie dem Neste binnen weniger Tage entnahm. Dieselben harren nun dortselbst eines Liebhabers seltener Vögel, dem sie jederzeit kaufweise überlassen werden.
Ein Jochgeier wurde am 20. v. Mts. auf einer Alpe des Stubaithales von einem Bauern mit einem Schlageisen gefangen und nach Innsbruck zum Verkauf gebracht. Nach längerem vergeblichen Ausbieten wurde der Adler von Herrn A. Witting, Handelsmann hier, angekauft. Dieser vermeintliche Steinadler wurde nun von Herrn Norbert Pfretschner, ehemaliger herzoglicher Jagdverwalter, als 4 – 7järhiger Goldadler (aquila chrysaetos) erkannt.
Ein Aasgeier wurde Ende des vergangenen Sommers, am 7. September in dem Jagdreviere des Fürsten Hugo zu Windischgrätz in den Lienzer Alpen, ungefähr 4 Stunden von Lienz entfernt, mittelst eines Tellereisens gefangen. Der mächtige Vogel, eine seltene Spezies in den Tirolerbergen, hat eine Flügelspannweite von 2 1/2 Meter. Der ausgestopfte Vogel ist für ein paar Tage in der Auslage des Herrn Witting in der Maria Theresienstraße zur Ansicht ausgestellt-
(Misslungener Versuch zur Ausnahme eines Adlerhorstes.) Die herzoglich altenburg´schen Jäger in Leutasch bemerkten schon seit längere Zeit, dass recht am Aufstieg zur Boiden Alpe ein Steinadlerpaar hause und dort ein Nest habe. Wie aber diesem beizukommen, war die schwierige Frage, da man von unter sehen konnte, dass das Nest sich in einem circ 140 Meter hoch im Felsen befindlichem Loche ist und der Felsen über demselben vorragt. Am Peter- und Paulsfeste nachmittags versammelten sich die Jäger und kühnsten Burschen von Leutasch und begaben sich, ausgerüstet mit Seilen, Latten und Stöcken an Ort und Stelle. Es wurde von oben das Seil herabgelassen, an dasselbe der Jäger Probst befestigt und dann aufgezogen. Beim Loch, worin das Nest war, wurde gehalten und Probst bemerkte, dass nur ein Junges darin und dieses schon stark befiedert sei. Probst wollte mit seiner Latte dem jungen Adler beikommen und ihm eine Schlinge anlegen, was aber nicht gelang, da sich der schlaue Vogel zurückzog und so der Jäger wegen der weiten Entfernung und des überhängenden Felsens nichts ausrichten konnte. Auch der zweite Versuch schlug fehl, trotzdem auch diesesmal das alte Adlerpaar sich nicht sehen ließ
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