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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Josef Egger, Supplent der der k.k. Oberrealschule in Innsbruck, wird zum wirklichen Lehrer dieser Schule ernannt
Die Bürgerausschussitzung beschließt die Errichtung einer 4-klassigen Hauptschule für den Pfarrbezirk St. Jakob. Der Neubau wird auf dem an das Grasl´sche Haus in der Angerzell anstoßenden Bauplatz aufgeführt werden.
Das k.k. Staatsgymnasium in Innsbruck wurde heuer von 369 Schüler besucht.
Verhältnis Schule und Kirche (XXX.. Sitzung des Landtages)
Ernennung von Bezirksschulinspektoren
Neubauten in Innsbruck: Das Baugerüst verdeckt nurn nicht mehr die Facade des neuen städtischen Schulhauses, dessen Außenseite nahezu vollendet ist. Innsbruck ist um einen schönen Bau reicher; die edle Gliederung der Facade und das richtige Maßhalten mit der Ornamentik an derselben, dürfte nicht ohne Einfluss auf andere Neubauten sein. Es ist dies der erste Versuch sich von dem kasernenartigen Style, der sich seit geraumer Zeit eingebürgert hat, zu lösen.Von besonders schöner Wirkung ist der Giebel nach der Zeichnung des berühmten Wiener Dombaumeisters Schmidt. In derselben wird eine transparente Uhr eingesetzt werden, im Verhältnis zur Größe des Giebels dünken uns aber die beiden Eckthürmchen etwas zu klein. Das Innere des Hauses bietet prächtige Räumlichkeiten für eine Schulde und der Saal im obersten Stockwerk, der zu einer Kapelle eingerichtet wird, dürfte in der ganzen Stadt seines Gleichen suchen. Das ganze Haus, auch die Kapelle nicht ausgenommen, wird mit Luftheizung geheizt
Lehrplan der (vereinigten) Volksschule und Bürgerschule
Die neue Volksschule in der Angerzellgasse in Innsbruck erfreut sich regen Besuchs. Die Schülerzahl am hiesigen Gymnasium beträgt am Beginn des Semesters 287, jene an der k. k. Oberrealschule 210
In Tarrenz hat am Freitag ein hauptsächlich von den Müttern der dortigen schulpflichtigen Jugend veranstalteter Tumult stattgefunden. Da man sich nämlich dort beharrlich geweigert hatte, die neuen Schul- und Lesebücher anzuschaffen, sollten selbe am genannten Tage durch den Amtsdiener der k.k. Bezirkshauptmannschaft Imst in den beiden Schulen von Ober- und Untertarrenz vertheilt werden. Hievon hatte die Bevölkerung erfahren und als sich der Amtsdienser mit den Büchern zum Schulhause begab, konnte er mit Mühe auf dem Wege dahin der in begleitenden und drohenden weiblichen Bevölkerung entkommen und ins Schulzimmer flüchten, wo ihn jedoch der anwesende Kooperator hinauswies. Er begab sich hierauf, natürlich wieder unter der oberwähnten Amazonen Begleitung in die Schule des oberen Dorfes, wo er den Kuraten und den Gemeinderath um ihre Assistenz ersuchte, welche ihn dann auch sicher aus dem Dorfe hinaus geleiteten. Die Untersuchung über diesen Vorfall ist eingeleitet.
Letzten Montag Abend kam der Bezirkshaupmann-Stellvertreter Dr. Lantschner mit dem Herrn Inspektor nach Silz, versammelte noch am selbigen Abend den Gemeindeausschuss und gab demselben alle nur möglichen Aufklärungen, und es wurde beschlossen: Die Inspektion solle Tags darauf um 12 Uhr Mittags vorgenommen werden. Kaum hatten am andern Tage der Herr Schulinspektor und der Bezirkshauptmann-Stellvertreter das Schulzimmer betreten, als nach höflichem Anklopfen die Weiber eintraten und das Schulzimmer füllten. Eine Tischlermeisterin trat vor und hielt an die beiden Herren eine Anrede, worin sie vom Katholischbleiben, von den schlechten Händen, in welchen sich der Kaiser befinde u.s.w. sprach und mit der Bitte schloss, man möge die Schulinspektion unterlassen, bis das Konzil darüber entschieden habe. Dr. Lantschner versuchte vergebens sie aufzuklären und zu beruhigen. Die Führerinnen der Weiber waren bemüht ihre Begleiterinnen in Ordnung und Ruhe zu erhalten, was jedoch nur teilweise gelang, indem einzelne vordrängten und durchaus dreinreden wollten. Eine besonders aufgeregte Weibsperson stellte sich mit aufgehobner Hand vor das Crucifix und rief: „Lieber Herrgott lass und lieber stumm werden oder sterben, bevor wir so etwas über uns ergehen lassen müssen“. Darauf zogen die Weiber wieder ab. Einige riefen den Knaben zu: „Buben, bleibts da oder geht´s mit? Die Knaben antworteten: Wir bleiben…
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