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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Sitzung des Bürgerausschusses:  Anton Ritter v. Schullern erstattet Vortrag über den beabsichtigten Bau des Schulhauses in Dreiheiligen.
Der Neubau der Realschule: „Der Gemeinderath hat ob der Unzulänglichkeit des sogenannten Reinhart´schen Hauses für die Erfordernisse dieser Lehranstalt manches herbe Wort hören müssen. Es lässt sich nicht in Abrede stellen, dass weder die quadratische Fläche, noch der kubische Raum der gegenwärtigen Schulzimmer für die gegenwärtige Schülerzahl genügen (1866/67 betrug die Schülerzahl nicht mehr als 144, nun ist sie auf das Doppelte, d. i. auf 286 angewachsen. Von dieser Zahl entfällt gut ein Drittel auf Innsbrucker und nahezu zwei Drittel entfallen auf auswärtige Frequentanten.) [] Im Jahre 1853 wurde die Realschule für die ersten zwei Klassen im goldenen Dachlgebäude die erforderlichen Lokalitäten eingeräumt, und schon im Jahre 1854 übersiedelte sie in das Reinhart´scge Haus, welches die Stadt zu diesem Zwecke erworben hat.
Das alte Normalschulgebäude, in dem die Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalt untergebracht war, ist disponibel und zum Verkauf bestimmt. Es verfügt über eine reizvollen Arkadenhof der besten Renaissance. Leider sind die feinen Formen der aus trefflichem Kernholz geschnittenen Säulen, Gebälke und Ballustraden von einer zolldicken Schichte von Tünche umhüllt und entstellt. Dieses Manko soll nun von fachkundiger Hand beseitigt und die Reinigung des Denkmales vorgenommen werden s.a. 11.05.
Gestern verschied im Alter von 60 Jahren Herr Regierungsrath Franz Hochegger, ehemaliger Direktor des akademischen Gymnasiums in Wien. Die letzten Lebensjahre verbrachte er in der Landesnervenheilanstalt zu Hall, bis er unerwartet und unvorhergesehen seine Auflösung fand.
Die Mädchenschule der Ursulinen: „Es wäre unter den hiesigen Verhältnissen eine große Verlegenheit für Familien mit schulpflichtigen Mädchen, wenn die Frauen Ursulinen plötzlich das Recht hätten, die Aufnahme von Mädchen aus der innern Stadt zu verweigern, da wir keine andere öffentliche Mädchenschule im Pfarrsprengel von St. Jakob haben. Dieses Recht haben die Frauen Ursulinen keineswegs. Wenn auch das Ministerium Klosterschulen auf Grund des Reichsvolksschul-Gesetzes nicht als öffentliche Schulen anerkennen kann, so ist doch vermöge des Vertragsverhältnisses der Frauen Ursulinen mit der Stadt ihre Schule die Pflichtschule für Mädchen in der innern Stadt.“ (s.a. 18.09. Die Ursulinen beabsichtigen ein Halbpensionat für die Mädchen zu errichten.)
In Nordtirol zählt man folgende vier gewerbliche Schulen: Eine Lehrwerkstätte für Holzschnitzerei mit 1 Lehrer und 14 Schülern in Innsbruck, eine Lehrwerkstätte für Bildhauer, Schnitzer und Tischler mit 1 Lehrer und 20 Schülern in Imst; eine Spitzen-Industrieschule mit 1 Lehrer und 13 Schülern in Inzing und eine k.k. Zeichen- und Fortbildungsschule mit 2 Lehrern und 31 Schülern in Reutte.
Die städtische Bürgerschule in der Gilmstraße (Lehrplan)
Am Montag fand die feierliche Eröffnung der neuen Volksschule in Dreiheiligen statt.
Der Gemeindrath theilte gestern die Stadt in 3 Schulsprengel ein, nämlich in den Schulsprengel Dreiheiligen, in den der inneren Stadt und in den jenseits des Inns. Kein Kind darf ohne besondere Bewilligung die öffentliche Schule eines anderen Sprengels besuchen, als die seines Wohnbezirks. Ferners wurde ein Schulgeld von 5 fl. für Semester an allen städtischen Volksschulen, sowie auch an der Mädchen-Volksschule der Frauen Ursulinen eingeführt; s.a. 17.09.
Das alte und das neue Pädagogium: „Sollten wir das neue Pädagogium mit dem alten in der Kiebachgasse vergleichen, so wird der Vergleich natürlich zu Gunsten des neuen ausfallen. Der Zeichnungssaal im alten Pädagogium ar noch so etwas wie von einem Schulzimmer. Von den übrigen Lokalitäten hingegen glichen manche eher einem Arrestlokal als einem Schulzimmer. Das ist nun im neuen Pädagogium ganz anders. Das letztere ist wirklich ein Prachtbau. Sowohl in Bezug auf das äußere Aussehen, wie in Bezug auf die innere Ausstattung und Einrichtung, glaubt man fast eine Akademie der Künste oder Wissenschaft vor sich zu haben. Die Parterrelokalitäten sind für die Direktionskanzlei und die Übungsschulen bestimmt worden. IN den Lokalitäten der ersten und zweiten Etage treffen wir die Schulzimmer für das eigentliche Pädagogium; links nämlich für die Lehramtskanditatinnen, recht das für die Lehramtskanditaten. Das physikalische Cabinet und die Arbeitslokalitäten für den Professor der Physik befindet sich links im Parterre. Die Einrichtungen der einzelnen Schulzimmer, Arbeitszimmer für Professoren, Kanzleien und dgl. sind ganz nach dem neuesten System von Schulbauten getroffen und dieses garadezu bis aufs Einzelne. Die Ventilation der übrigens sehr hohen Schulzimmer ist vortrefflich; die Schulbänke für die Kinder sind in der Art viel praktischer, als sie viel kleiner…
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