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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Archäologie

Bodenfunde

Bei der zur Errichtung der Schodder-Zuführungs-Eisenbahn vom Kratzerbrunnen am Berg Isel bis zum Bahnhof im Neurauth nöthig gewordenen Erdaushebung nächst dem sog. Stigl-Wirtshaus zu Wilten sind die Arbeiter auf ein bei 12 Fuß dickes Grundmauerwerk (wahrscheinlich aus der Zeit der römischen Niederlassung Veldidena) gestoßen. Auch eine römische Münze wurde gefunden.
In Sillian wurden bei Nachgrabung in einem Keller verschiedene altgothische Baustücke, als Türen, Kamine etc, dann mehrere Geldstücke und ein untererdiger geheimer Gang in die dortige Pfarrkirche aufgefunden.
Auf einem Wiesengrunde des Heiliggeist-Angers in Wilten wurde beim Jäten an einem Weißdornzaun ein Diamantring aus der Erde gezogen und von dem Finder zum Juwelier Norz gebracht, der diesen Schmuckgegenstand als ein Fragment der vor bald vier Jahren in hiesiger Servitenkirche dem Bilde der schmerzhaften Mutter gestohlenen Prätiosen erkannte. Nachgrabungen förderten fast die Hälfte der damals geraubten, sehr werthvollen Schmuckbestandtheile zu Tage
Adolf Pichler entdeckt im Kaisergebirge eine Bärenhöhle.
Beim Bau eines Ritschenkanals in Wilten werden beim Erlacher´schen Haus Bruchstücke eines Totenschädels gefunden. Schon früher wurden bei der Grundaushebung verschiedene römische Alterthümer ausgegraben, die nunmehr den Sammlungen des Museums einverleibt sind, namentlich mehrere Aschenkrüge und Vasen
Beim Löwenhaus werden neuerlich Nachgrabungen auf die dort im Jahre 1809 von zwei bayrischen Soldaten vergrabenen Kirchenparamente gemacht. Die Paramente, eine Monstranz, Kelche etc. wurden von den beiden Soldaten in Schwaz geraubt und beim Löwenhaus am Tag vor der Schlacht am Berg Isel vergraben. Der eine fiel in der Schlacht, der andere entkam glücklich und lebte später als Baumeister in F. in Bayern. Auf dem Totenbette machte er noch über jene Vergrabung eine Mittheilung, die zu den Nachgrabungen Veranlassung gab. Er hatte den betreffenden Ort als „20 Schritte vom Thor gegen den Inn“ bezeichnet. Da aber die Löwenhausgebäude mehrere Thore haben, ist jene Mitteilung eine sehr unbestimmte; Grabungen erfolglos (s.a. 26.11.1864)
Die Höttingergasse erfährt heuer eine zweite Erweiterung, indem die Mauser des Scherer´schen Gartens vom Haus an bis zum Bruckfeldanwesen zurückgesetzt wird. Dem Vernehmen nach wird künftiges Jahr auch die untere, basteimäßig vorspringende Gartenmauer demoliert, und so die Höttingergasse ihre letzte wünschenswerte Erweiterung erfahren: s.a. 05.10. Bei den Grabungen werden Aschenkrüge und kleine Metallgeräthschaften aus der Römerzeit zu Tage befördert, welche von den dabei beschäftigten Arbeitern (wir wüßten nicht mit welchem Rechte?) an einen hiesigen Alterthümersammler verkauft worden sein sollen. Ähnliche Funde sind bei Grabungen in jenem Garten schon in früheren Zeiten gemacht worden und noch dermal im Besitze des Herrn Hauseigenthümers [entweder Höttingergasse 6 oder 8, beide standen zu dieser Zeit im Eigentum des Goldarbeiters Alois Scherer] s.a. 25.10. 08.11. (Eine nähere Beschreibung nebst Zeichnung der gemachten Funde wird das vierte Heft des Archivs für Geschichte und Alterthumskunde Tirols bringen)
Beim Eisenbahnbau wurden unweit von Matrei a.B. einige alte Schädel entdeckt.
In der St. Jakobspfarrkirche wird eine Gruft eröffnet, bei dieser Gelegenheit wird das Skelett des Riesen Haidl entdeckt: „Durch acht Tage ist, wie wir gemeldet haben, die hiesige Pfarrkirche für den Gottesdienst geschlossen, wie neue, sehr schöne Kirchenstühle aufgestellt werden. Bei dieser Gelegenheit wurde einer der Eingänge zur Gruft blosgelegt; zahlreiche Neugierige stiegen hinunter in das von Modergeruch erfüllte Gewölbe. Allen fiel in demselben ein Skelet auf, welches seinerzeit einem wahren Riesen angehörte; den das Bein des Oberschenkels hatte mehr als zwei Fuß Länge mit entsprechender Dicke. Einer unserer vaterländischen Historiker dahier glaubt sichere Anhaltspunkte zu haben, dass diese Mammuths-Knochen jenem Riesen angehörten, der am jetzigen Moll´schen Kaffeehause in der Hofkirche das urkundlich nachweisbar von Herzog Sigismund den Münzreichen erbaut wurde, verewigt ist, und der in Diensten des Herzogs war. Es war übrigens sehr Zeit, denn die Unterlage war völlig abgefault, sodass jene Stühle, die vor dem Kreuzaltare über der breiten Stiege, welche in die geräumige Gruft hinabführt, angebracht waren, wohl fast dem Einbruche nahe waren. Die Gruft ist groß und erstreckt sich vom Anna- bis zum Himmelfahrtsaltar; s.a. 24.05.1867
In Matrei am Brenner werden unterhalb von Schloss Trautson einige römische Altertümer ausgegraben.
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