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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Archäologie

Bodenfunde

Anlässlich der Erhöhung des Vorplatzes beim Gasthaus zum „goldenen Adler“ am Stadtplatz wurde eine dort befindliche kleine rothmarmorne Sitzbank entfernt, auf deren unterer Seite folgendes Inschrift-Fragment entdeckt wurde: „Anno domini im 1508 jar am 26. tag Mai ist gestorben der edel und [?].“ Dieser Stein dürfte aus der Zeit des Neubaues der Pfarrkirche herrühren, wo die rings umd dieselbe angebrachten zahlreichen Grabmonumente theils zum Baue selbst verwendet, theils verkauft wurden.
Altertumsfunde in Tirol: In der Nähe der Hungerburg, beim Mayr´schen Steinbruch ist ein Werkzeug aus der Steinzeit geborgen worden; in Seefeld wurden Reste entdeckt, die auf Pfahlbauten deuten; in Lans hat man eine römische Münze gefunden.
Altertümliche Funde unterhalb der Kirche von Ampass (aus vorrömischer Zeit)
Bei Grabungsarbeiten in Igls (Villa Kapferer) wurden 10 Totenschädel und eine große Zahl von Gebeinen gefunden. Die erste Vermuhung, dass diese Überreste von Kriegszeiten herrühren, ist durch den Umstand, dass in den letzten Tagen auch Kindesgebeine gefunden wurden, ziemlich entkräftet worden und kann man wohl mit ziemlicher Gewissheit behaupten, dass man es hier mit einem alten Pestfriedhof zu thun hat. Die Schädel waren theilweise von enormer Größe; s.a. den Bericht vom 27.06.1877; wonach die Skelette auch aus der Bronzezeit stammen könnten
Beim Bau des neuen Friedhofs in Wilten wurden einige römische Münzen gefunden
Bei den Grundgrabungen zum neuen Weyrer´schen Hause in der verlängerten Museumstraße wurde ein kleines Pferdchen von sehr primitiver Art in Stein gefunden. Dasselbe befindet sich im Besitze des Bauherrn. Es wäre wünschenswert, wenn von solchen Funden wenigstens eine Ablichtung im Museum deponiert werden möchte.
Auf dem Martinsbichl von Zirl wurde beim Brechen von Steinen ein menschliches Skelett entdeckt, von dem besonders der Kopf auf einen fast riesigen Körper schließen lässt. Uns wird der Fund als ein römischer bezeichnet; s.a. 05.12. Bei den Überresten vn Knochen fand sich eine Fibula (zum Zusammenhalten des Mantels auf der Schulter), eine kleine Pfeilspitze, ein im Stengel sanft gebogener Hacken zum Fischstechen und eine kleine bronzene Helmzier in Gestalt eines Seepferdchens. Besonders dieser letzte Gegenstand leitet darauf hin, dass das Skelett einst ein Mann war, dem das Gethier des Meeres nicht fremd war.)
22.11. und 10.12. Neuer Fund in Zirl (vollständig ausgemauerte Gruft, in der sich ein wohlbehaltenes Skelett befindet)
Beim Eisenbahnbau in der Au bei Völs ist eine Begräbnisstätte aufgedeckt worden. Wenigstens wurde eine Urne ausgegraben, die, da nicht gedreht, sondern mit der Hand geformt, sehr hohen Alters ist; dabei lag ein Messer, an dem noch ein Stück des Griffs haftet. Systematische Nachgrabungen wären an jener Stelle angezeigt, da eine Urne mit Sicherhiet auf einen Begräbnisplatz und somit auf weitere Funde schließen lässt.
Beim Bahnbau in Völs wird stieß man vor wenigen Monaten auf eine eine Begräbnisstätte aus vorchristlicher Zeit. Das Ferdinandeum lässt nun unter Leitung des Professors Dr. Franz Wieser an dieser Stelle weitere Ausgrabungen vornehmen und soll die Ausbeute, die bis jetzt gemacht worden ist, besonders in Broncen eine verhältnismäßig günstige gewesen sein
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