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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Archäologie

Bodenfunde

(Prähistorische Funde.) Bei den Kanalisierungsarbeiten nächst dem Toreingang zum Stift Wilten wurde dieser Tage eine Reihe von Gräbern bloßgelegt, ein Teil in einer Tiefe von ungefähr zwei Metern, ein andere Teil etwa 1 Meter unter der Erdoberfläche. Die Skelette sind äußerst stark gebaut, eines trug zwei Armringe; auch Tierknochen wurden bloßgelegt. Museumsvorstand Dr. Wieser konstatierte, dass die Funde aus der Zeit der Völkerwanderung stammen; jene sind bereits im Besitz des Museums Ferdinandeum
In Martinsbühel sind in letzter Zeit mehrere Funde aus der Römerzeit gemacht worden;
(Altertumsfunde bei Kanalisierungsarbeiten.) Am Donnerstag abends stießen die Arbeiter bei den Kanalisierungsarbeiten nächst der Pfarrkirche von Wilten auf verschlackte Bauziegel, Falzziegel und andere Gegenstände. Auch mehrere alte römische Münzen wurden gefunden. Das Merkwürdige ist aber, dass diese Funde unter ungestörtem Alluviallehm lagen. Es wäre wirklich nicht überflüssig, wenn das Museum oder der Magistrat in diesem Gebiete die Arbeiten durch einen Fachmann ab und zu beobachten ließen, um die Vernichtung doder Verschleppung von Fundstücken des alten Veldidena hintanzuhalten   (Altertumsfunde bei Kanalisierungsarbeiten.) Am Donnerstag abends stießen die Arbeiter bei den Kanalisierungsarbeiten nächst der Pfarrkirche von Wilten auf verschlackte Bauziegel, Falzziegel und andere Gegenstände. Auch mehrere alte römische Münzen wurden gefunden. Das Merkwürdige ist aber, dass diese Funde unter ungestörtem Alluviallehm lagen. Es wäre wirklich nicht überflüssig, wenn das Museum oder der Magistrat in diesem Gebiete die Arbeiten durch einen Fachmann ab und zu beobachten ließen, um die Vernichtung doder Verschleppung von Fundstücken des alten Veldidena hintanzuhalten 
Aus Kriegszeiten. Bei den Kanalisierungsarbeiten vor der Wiltener Stiftskirche wurden zahlreiche Menschenknochen, unter anderem auch Schädelstücke, gefunden. Wie aus einer ebenfalls dort gefundenen, abgebrochenen Säbelklinge geschlossen wird, stammen diese Überreste aus Kriegszeiten her
Wissenschaftliche Ausgrabungen in der Tischofer Höhle
Über die Funde in der Tischofer Höhle berichtete am vergangenen Freitag Herr Konservator Dr. Schlosser in Kufstein … Die Höhle ist 13 Meter breit und 28 Meter lang, sie steigt nach hinten an und teilt sich da in zwei Äste. In der Höhle befinden sich mächtige Ablagerungen, die zweifelsohne nicht angeschwemmt, sondern Verwitterungsprodukte des von der Decke der Höhe herabfallenden Materials sind … Verschiedene Gesteinsschichten … Unter anderen eine braungelbe Schicht, von Dr. Schlosser wegen der massenhaft eingelagerten Höhlenbärenknochen die kurzweg die „Bärenschicht“ genannt … Im vorderen Teil der Höhle finden sich zwei Schichten mit Spuren menschlicher Kultur, die sich weiter hinten vielfach mit Feuerstellen und Kohlenschichte verunreinigen. Es handelt sich um eine neolithische (neusteinzeitliche) und eine Bronzeschicht. Dort, wo die beiden Schichten zusammenstoßen, haben sich die schönsten Artefakte gefunden. Links fanden sich in der Kulturschicht viele Reste von Schafen und Schweinen, ebenso von Rindern, ein mit Steinwerkzeugen bearbeitetes Hirschhornwerkzeug, eine Feuersteinsäge, ein poliertes Steinbeil, und ein schönes Spinnwirtel. Dabei fanden sich in großer Menge Urnenscherben und in diesen Urnen, ebenfalls reichlich, gerösteter Weizen einer sehr großkörnigen Art. Die Bronzeschicht enthielt eine Menge Erzschlacken, Spuren verwitterter Bronze, Bronzespiralen, Gussröhren, sodass die Annahme berechtigt erscheint, dass in der Bronzezeit in der…
(Neue Altertumsfunde in Wilten.) Beim Steinmetzmeister Linder kam der Boden einer Terrasigilata-Schale zum Vorschein, der den Aufdruck „Reginus fec(it)“ als Stempel des Erzeugers aufweist. An anderer Stelle fand man einen noch zum großen Teil erhaltenen Becher, ein Gefäß mit einem Ausgussröhrchen und ein bearbeitetes Hirschgeweihstück. Früher wurden hier schon Gefäßscherben mit Wellen- und Rautenornamentik gefunden. Bei der Kanalisierung des Oberrauchgasthauses wurden laut Mitteilung von Arbeitern bei 30 römische Münzen , darunter zwei silberne, ein Behälter aus gebranntem Ton (Tonsarg), der Reste eines menschlichen Skelettes enthielt, ferner zwei kleine spannhohe Bronzefiguren gefunden. Ein Arbeiter soll diese Dinge an einen Altertumshändler verkauft haben; s.a. 18.05. Zum Meisterstempel „Reginus“
(Altertumsfunde in Wilten.) Die verschiedenen Tiefgrabungen, welche gegenwärtig in Ober-Wilten vorgenommen werden, haben einige nicht uninteressante Funde ans Tageslicht gebracht. Beim Kellerbau im Könighaus fand man im Schotter (der Volksmeinung nach soll einstens der Inn durch Wilten geflossen sein) drei Meter tief einen guterhaltenen niederländischen Raitpfennig aus dem 15. Jahrhundert. Eine ähnliche Münze nebst mehreren römischen Münzen wurde seinerzeit auch bei der Anlage der Schidlachstraße gefunden … Bei den Grundgrabungen zum Neubau des Herrn Wagnermeisters Engel kamen am Freitag gleich neben den Trottoirplatten und kaum einen Meter tief menschliche Skeletteile und eine Lanzenspitze zum Vorschein. Wie es aber bei solchen Fällen gewöhnlich zugeht, wurde die Lanze, welche nach der Zeichnung, die ein Arbeiter davon entwarf, möglicherweise römisch war, mit dem Schotter verladen, der zur Innauffüllung nächst dem Peterbründl abgelagert wird. Der Schädel wurde vom Arbeiter unvorsichtigerweise in Stücke gehackt, soviel aber lässt sich feststellen, dass es ein rundlicher Langschädel (Mesocephale) ist und ein hohes Alter haben muss, da die Knochen vollständig verkalkt sind. Er gehört einem Individuum von 50 bis 60 Jahren an …. Bei den Kanalanschlussarbeiten im Garten des Graßmayrhauses fand ein Arbeiter am 7. April eine ziemlich gut erhaltene Bronzemünze des Kaisers Augustus (Beschreibung der Münze) … Letzten…
F.: Etwas vom alten Veldidena bei Innsbruck (Von Wilhelm Moroder-Lusenberg)
(Römerfunde im alten Veldidena.) Im Hof des Steinmetzmeisters Linser wurden römische Ziegel, ferner ein Silberdenar des Kaisers Philippus Arabs (244 bis 249 n. Chr.) gefunden. Beim Kellerbau im Könighaus wurde eine kleine Kupfermünze der Stadt Rom mit der Wölfin und dem säugenden Romulus und Remus (aus dem 4. oder 5. Jahrundert) gefunden. Bei der Kanalisierung im Hof des ehemaligen Landesgerichtes Sonnenburg stieß man an einer Stelle auf eine 2 Meter dicke von Nord nach Süd verlaufende Mauer, an einer anderen Stelle auf eine halbmeterdicke Mauer mit westöstlicher Verlaufsrichtung. Hier fand man auch eine Constansmünnze. Im Hof des Stiftes Wilten kam in einer Tiefe von 1,75 Meter eine aus Stein und Ziegeln hergestellte zwei Meter dicke Mauer in westöstlicher Richtung und drei Meter davon entfernt eine Parallelmauer von 1,50 Meter Stärke zum Vorschein. In der Nähe dieser Mauer fand man alte Gefäßstücke, stark verrostete Eisenstücke (Sporen?), alte Ziegel, viele Tierknochen und eine prächtige römische Bronzefibula. Letztere ist schön patiniert; die Nadel ist leider abgebrochen. Im Stiftsgarten hat man ein Stück Marmorgesimse, das ebenfalls römischen Ursprungs sein dürfte, ausgegraben
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