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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Der Stadt zur Zierde und Ruhme gereicht die neue Schwimmschule in der Höttingerau. Wir besitzen in ihr eine schöne große sehr elegante und praktsiche Schwimmschule, wie man sie in wenigen Städten 1. Ranges finden wird, mit einer musterhaften Einrichtung. Nur der Zugang zu ihr durch das heiße und staubige Mariahilf und die noch staubigere Höttingeraue bietet gewaltige Incommoditäten, die den Wunsch nach einer Überfuhr am Prügelbau oder einem Stellwagenverkehr von der Innbrücke zur Schwimmschule rechtfertigen. Wie man hört, soll jetzt zwischen den beiden Trampulinen eine Kanzel aufgestellt werden, um auch den Bedürfnissen der Springlustigen möglichst Rechnung zu tragen. Um denselben aber vollends gerecht zu werden, wäre zu dem sogenannten „freien Barieresprüngen“ eienm schönen und viel Vergnügen gewährenden Sprunge die Herstellung eines Holzbodens oder noch besser, eines breiten Podiums sehr angezeigt, da auf dem Zementpflaster es unmöglich ist, den erforderlichen Schwung zum Sprunge zu gewinnen.
Eröffung der städtischen Schwimmschule; Tarife: Eintritt 10 kr., Zelle (Kabine) 10 kr. Für das Sommer-Abonnement ohne Kabine mit Trocknen und Aufbewahren der Wäsche 2 fl. 50 kr. Für den Schwimmunterricht bis zum Freischwimmen im Familienkreise für den Ersten aus einer Familie 3 fl., jeden weiteren 2 fl. Möge uns der Himmel einen recht warmen Sommer schicken!
Die Hinterlassenschaft der Überschwemmung im städtischen Schwimmbad
Den „mehreren Abonnenten“ der städtischen Schwimmschule diene in Bezug auf ihre eingesandte Beschwerde wegen des Wassers zur Nachricht, dass gestern eine Reinigung des Bassins vorgenommen wurde. Das Wasser der städtischen Schwimmschule kann jedoch in keiner Weise ein stagnierendes genannt werden. In jedem stehenden Wasser werden sich, ween es einen gewissen Wärmegrad erreicht und zu gewisser Jahreszeit Algen bilden, die dem Wasser die klare Durchsichtigkeit nehmen, aber schmutzig oder stagnierend kann man es deshalb nicht nennen. Allerdings schwimmen im Bassin auch von schlechten Cementpflaster abgelöste Cementstückchen herum, was zwar nicht schön, aber nicht ekelhaft ist. Ebenso wenig kann vom warmen Waser in der städtischen Schwimmschule die Rede sein, denn eine mittlere Temperatur des Wassers von 13 bis 14 Grad (Reamur) ist für Badende sowohl als Schwimmende wohl angenehm und nicht zu hoch, und ist das Wasser bei einer solchen Temperatur auch der Gesundheit zuträglicher, wenn auch die Farbe desselben nicht durch Schmutz, sondern durch mikroskopische Vegetabilien etwas getrübt ist, für jeden, der sich auf das Schwimmen oder Baden und nicht auf das Trinken desselben verlegt, als ein Wasser dass die Temperatur und Farbe einer Trinkquelle hat.. Übrigens ist es gerade der niedrigeren Temperatur der städtischen Schwimmschule im Vergleich zu der in…
Das Wasser der städtischen Schwimmschule gleicht seit einigen Tagen einer Jauche, und doch rinnt das Gießenwasser mit einer Klarheit wie nie im ganzen Sommer.
Die städtische Schwimmschule (Eintritt und Preise für diverse Leistungen)
Die in der städtischen Schwimmschule mit dem Schwimmunterricht betrauten Militärschwimmlehrer sind vollauf beschäftigt, einer äußerst lebhaften Jugend die Grundbegriffe der Schwimmkunst beizubringen. Es dürfte für den Ehrgeiz der Schwimmzöglinge anspornend sein, denselben bei ihrer „Freisprechung von der Leine“ in Gestalt einer Karte die Bestätigung dieser Thatsache zukommen zu lassen, wie dies auch in anderen Schwimmschulen eingeführt ist
Die städtische Schwimmschule wird heute eröffnet, nachdem das Wasser in den Nachmittagsstunden schon 15 Grad R. Wärme besitzt. [Stundenweise Einteilung des Badebetriebes nach Geschlechtern sowie Zivil- und Militärpersonen; Badeordnung] Keine Person männlichen Geschlechts darf ohne Badehose und kein Frauenzimmer ohne vollständigen Badeanzug baden oder schwimmen. Wer in der Anstalt frei schwimmen will, muss, wenn er nicht ein geprüfter Schüler der Anstalt ist, bei dem Ober-Schwimmmeister sich melden, der ihn dann, sofern er ihn als hinreichend geübten Schwimmer erkennt, eine Karte als Freischwimmer geben wird. Wer nicht Freischwimmer ist, darf den für die Badenden bestimmten Raum des Teiches nicht überschreiten. Kein Besucher des Freibades darf länger als 1 1/2 Studnen in der Anstalt verweilen. Die Schüler haben nicht die Wahl des Lehrers, sondern der Ober-Schwimmmeister bestimmt, wer sie unterrichten soll und sie erhalten dann den Unterricht der Reihenfolge nach, wie sie sich gemeldet haben. Ein Schüler, der sich der Aufsicht des Lehrers entzieht und ohne von diesem an der Leine freigelassen worden zu sein, im Schwimmraume frei schwimmt, ist seiner Karte und jeden Anspruchs auf ferneren Unterricht und Besuch der Anstalt verlustig. Wer von dem höchsten Sprungbrette herabspringen will, hat das erstemal dies vorher dem Ober-Schwimmmeister anzuzeigen. Niemand darf den anderen…
Nachdem der Vertrag der Stadt mit dem Militärärar wegen Benützung der städtischen Schwimmschule von der hiesigen Garnison nicht mehr erneuert worden ist, so wurde dem Militär unmittelbar hinter der städtischen Schwimmschule ein geegnetes Stück des Gießens überlassen, wo es sich nun selbst eine Badeanstalt errichten kann. Bereits Ende der vorigen Woche wurde mit Einramung der Pfähle begonnen, doch gab das zu einem kleinen Auflauf Anlass. Die benachbarten Grundbesitzer protestierten gegen die Einplankung des Gießens, da sie angeblich ein Recht zur Benützung des Wassers haben. Oberhalb jener Stelle, an welcher das Militär seine Badeanstalt errichtet, weren in der städtischen Schwimmschule einige Cabinen nach rückwärts bis in den Gießen hinein verlängert und auf diese Weise die Gelegenheit zu Seperatbädern geboten werden, die bisher in Innsbruck gänzlich fehlte und die von Vielen schwer vermisst wurde.
Die Pläne für eine Dampfwäsche- und Badeanstalt in Innsbruck sind gegenwärtig in einem Auslagenfenster der Wagnerischen Univeritätsbuchhandlung ausgestellt. Blatt 1 zeigt die Situation: die Zufahrt zur Badeanstalt ist vom Bahnhofplatze, dem Kölle´schen Wohnhaus entlang, der Zugang zu der hiner dem Badehause befindlichen Wäscheanstalt ist oberhalb der Baur´schen Fabrik über der Sill gedacht. Blatt 2: Kellergrundriss und Kanalisierung, zeigt uns rechts oben die Grundmauern zum Schwimmbassin, darunter das wesentliche Objekt der Anlage, den kolossalen Cisternen-Brunnen, von dem ausschließlich das Wasser zu allen Badevorrichtungen und zum Waschen geliefert wird; es ist selbstverständlich Grundwasser; die Kanäle sind die Abflüsse für das gebrauchte Wasser. Blatt 3: ebenerdiger Grundriss zeigt uns im Vorderhause die Disposition für das Dampfbad, die Einrichtung der Waschanstalt und der Dampbetriebsanlage und das Schwimmbassin mit eienr Ausdehnung von 162 Quadratmetern. Im ersten Stocke (4. Blatt) befinden sich die Wannenbäder, der Spielgel des Schwimmbassins mit Auskleidekabinen, Sprungbrettern und dann der Trocken- und Mange-Raum für die Waschanstalt. Auf Blatt 5 (2. Stock) ist Schwimm- und Waschanstalt bereits abgschlossen und im Vorderhause sind Wohnungen, die im Falle des Bedarfes leicht in Badezimmer umgeändert werden können;.s.a. 23.04. und 05.10.1881
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