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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Regulierung des Rietzerbaches
Das Seeben-Stauwehrprojekt in Ehrwald
(Boshafte Beschädigung.) In der Nähe des sog. „Kanäri“, einem kleinen Teich mit Grundwasser des Inns, zwischen Pradl und Ambras, wo die Jugend Gratisbäder zu nehmen pflegt, wurde ein Stadel beschädigt
Geplante Erwerbung des Achensees durch die Stadt Innsbruck; s.a. 31.07. Abt Wildauer von Fiecht ist einem Verkauf des Achensees und der Hotels, welche dem Kloster gehören, um vier Millionen Kronen nicht abgeneigt. Andererseits ist man in Innsbruck entschlossen, den Achensee als ein wertvolles Wasserreservoir für eine neue elektrische Licht- und Kraftanlage der Stadt Innsbruck, für deren steigenden Bedarf die Sillwerke nicht genügen, zu erwerben; s.a. 26.09. Enteignung im Falle der Verkaufsverweigerung? Die Nordtiroler Zeitung stellt dazu fest: „Das weiß übrigens der geschäftsgewandte Prälat Wildauer sehr gut un der handelt nur im besten Interesse des Stiftes, wenn er den Achensee freiwillig verkauft.“
Die Verbauung des Nasenbaches in Langkampfen
(Herzsee.) Wie wir erfahren, hat der Privatier Heinrich Bederlunger sen. in Innsbruck den Herzsee oberhalb von Aldrans an Heinrich Wegles, konzess. Tanzlehrer in Meran um 5000 Kronen verkauft. Es soll dort ein Vergnügungslokal mit Badeanstalt geschaffen werden
F.: Der ehemalige Viller- und Lansersee. Teil 1. Von Vill führt ein Feldweg über die sogenannten Bachgang-Wiesen gegen Osten; wenn wir diesem Weg folgen, so breitet sich nach kurzer Wanderung vor unseren Augen eine grüne, beiläufig 13 Hektar große Fläche aus. Der Tritt verrät, dass wir uns auf moorigem, verfilztem Terrain, auf ehemaligem Seegrund befinden; dieses „Moos“ wird noch heute im Volksmund „Viller See“ genannt … Im Jahre 1328 schenkte König Heinrich, der Vater von Margaretha Maultasch, dem Abt Wernher von Willten den Viller und und den Lanser See ... Der Viller See war ein künstlich angelegter Teich; der Sperrdamm desselben befindet sich auf der Westseite (in Richtung gegen Vill); der Kern des Dammes ist aus Bruchsteinmauerwerk hergestellt und unter einer mächtigen Erd- und Lehmanschüttung verborgen. Die Länge des Dammes beträgt einschließlich der Hügel, die zur Bildung des ersteren miteinbezogen worden waren, 375 Meter. Der Teich wurde durch den Abfluss des Lanser Sees, sowie einige im und nahe beim See enspringender Quellen gespeist … Fischerhäusl … Maria Abfalter geb. Lanz, die „Hüttin“, verstarb am 6. April 1879 in Innsbruck … Aufhebung des Klosters Wilten und Einziehung der Stiftsgüter … Bei der vorgenommenen Versteigerung erwarb die Gemeinde Vill den See .…
F.: Der ehemalige Viller- und Lansersee. Teil 2. Um die Entstehung des Lanser Sees erzählt die Sage Folgendes: … In früheren Jahren war der Lanser See. Der jetzt eine Fläche von 2 ½ Hektar einnimmt, mindestens doppelt so groß; der See konnte nämlich aufgestaut werden und bedeckte die ganze ebene Fläche, die rings um den See liegt … Der Lanser See wird fast ausschließlich von unterirdischen Quellen gespeist, denn die Zuflüsse vom sogenannten „gesalzenen Moos“ und vom Rosensee sind kaum nennenswert. An Fischen enthält der See Karpfen und Lauben (eine Art Weißfische), sowie Krebse; früher sollen auch Hechte darin vorgekommen sein, so behaupten wenigstens alte Leute … Ein gewisser Georg Plattner vulgo Polten Jörgl,, der ehemalige Besitzer der Poltenhütte in der Gemeinde Vill, berichtete dem Verfasser, dass sich sein Mutter aus ihren Kinderjahren erinnern konnte, wie der Lanser See noch sein ursprüngliche Größe hatte; im Jahre 1792 haben dann der damalige Besitzer, ein Herr namens Kölle, den See abgelassen, wodurch derselbe auf den jetzigen Umfang eingeschränkt wurde und en auf diese Weise gewonnenen Grund in eine Wiese umgewandelt … Weiter erzählt dieser Gewährsamann, dass er mit noch einem Kameraden auf Geheiß des gewesenen Seepächters, des alten „Kassen“, im Jahre 1847…
(Murbach-Verbauung in Ehrwald.) Der Lähngraben kommt von der hier bei Ehrwald fast senkrecht 2000 Meter hochragenden Wettersteingebirgswand herab, durchzieht die dieser Wand vorgelagerte mächtige Wiesmahdhalde und schneidet in Ehrwald die Ober- und Unterdorf verbindende Gemeindestraße, um sich in das sogenannte Moos zu ergießen, welches heute aber, nachdem es vor 12 Jahren mit einem Kostenaufwand von zirka 120.000 Kronen reguliert und entwässert wurde, einen neun Quadratkilometer große, fast ganz ebene Fläche guten Kulturlandes bildet und wesentlich zum wachsenden Wohlstand der drei Talgemeinden Ehrwald, Lermoos und Biberwier beiträgt
(Die Hungerburgsee-Anlage.) Es wird vielleicht interessieren, dass das Hungerburg-Plateau voraussichtlich schon bis zum Sommer 1912 eine kleine Seeanlage bekommt, welche durch die Herren Karl und Franz Schwärzler geschaffen wird. Es soll nämlich der ehemalige Spörr´sche Steinbruch, welcher sich ungefähr 10 Minuten von der Station in Richtung nach dem Grammartboden befindet, als Bassin benützt werden. Der Steinbruch hat ein Flächenausmaß von ungefähr 3500 Quadratmetern und ist beinahe ganz von Felsen umgeben, wird vorn durch eine Abschlussmauer geschlossen und ausgeplant. Durch das Kollorit der Felsen (roter Nagelfluh) und das Gemisch von Bäumen aller Art würde ein ganz eigenartiger Reiz erzielt werden. Es sollen einige Gondeln angeschafft werden, auch ist die Anlage einer kleinen Badegelegenheit vorgesehen. Das Projekt enthält auch die Erbauung eines Aussichtsturmes mit elektrischem Personenaufzug und kommt der Turm auf die im Hintergrund des Sees befindliche Felswand zu stehen. Dieser Aussichtsturm wird durch die Überfahrt mit einer Gondel erreicht. Die Wasserbeschaffung, die wichtigste Frage des Projektes, ist durch das Entgegenkommen der Gmeinde Hötting als gesichert zu betrachten. Auch eine gutgeführte Restauration wird vorhanden sein; s.a. 02.12.
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