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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Zur Unterdrückung des Bettlerunwesens. Die im verflossenen Jahr 1879 für den städtischen Armenfond abgewickelte Subskriptionssammlung hat den nicht zu unterschätzenden Betrag von 6.298 fl. 62 kr. eingetragen. Die Einwohner der Landeshauptstadt Innsbruck bilden dadurch, dass sie sich an der Subskription lebhaft betheiligten, gleichsam einen Verein zur Armenunterstützung, der so mancher Stadt in der österreichischen Monrarchie zum Vorbild geworden ist. Durch das Schild, welches die Armendirektion bei der Neugestaltung des Armenwesens im Jahre 1874 zu dem Zwecke anfertigen ließ, damit es an den Wohnungsthüren angeheftet werde, und auf dem die Landstreicher und Taugenichts schon vor jeder Wohnung das für sie abschreckende Diktum lesen „Bettler werden hier abgewiesen usw.“, wird kundgegeben, dass in dieser Stadt das an und für sich verderbliche Betteln verboten ist. Wenn strenge danach gehandelt wird und dieses Schild an keiner Wohnungsthür fehlt, wo überhaupt eine Gabe zu erwarten steht, kann der Bettel gänzlich ausgerottet werden, was bisher die Erfahrung gezeigt hat. Die Stadt Innsbruck hat sich durch das völlige Verschwinden des Bettels gleichsam einen Ruf erworben, der ihr umsomehr zur Ehre gereicht, als dadurch nachgewiesen erscheint, dass beinahe die ganze städtische Bevölkerung wesentlich dazu beiträgt, das ein ebenso sinnreiches wie im Grunde einfaches System in der Armenpflege zur…
Die einheitliche Organisation des Hilfsvereins in der diesseitigen Reichshälfte ist bereits als nahezu vollendet anzusehen, da sich in sämtlichen im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern im Sinne dieser Grundsätze patriotische Landes- und Frauen-Hilfsvereine gebildet haben oder in Bildung begriffen sind. Diese patriotischen Landes- und Frauen-Hilfsvereine siwe der Österreichische patriotische Hilfsverein sind einem organischen Verbande beigetreten, welcher den Titel „Österreichische Gesellschaft vom Roten Kreuze“ führt. Diese Gesellschaft hat ihre erste konstituierende „Bundesversammlung“ am 14. d. Mts. in Wien abgehalten. Der patriotische Landes-Hilfsverein für Tirol hat die Herren Dr. Anton Haßlwanter, Hof- und Gerichtsadvokat in Wien, und Karl Edlen von Hofer, (Bruder des Reichsrathsabgeordneten A. v. Hofer), Leiter des k.k. Reichs-Finanzarchivs, Central-Direktor des Wiener Wohlthätigkeits-Verines für Hausarme und Gründer des Tiroler Witwen- und Waisenfonds, zu Delegierten dieser Bundesversammlung einstimmig gewählt.
Am Sonntag wurde heir die Hauptversammlung und Gründung des patriotischen Männer-Hilfsvereines im Anschlusse mit dem patriotischen Frauen-Hilfsvereine für Tirol an die österreichische Gesellschaft vom „Rothen Kreuze“ abgehalten. Zu der um 19 Uhr vormittags programmgemäß in der dekorierten Kapelle des Landhauses stattgefundenen Festmesse, mit welcher das Unternehmen begonnen wurde, war der Kronprinz rudolf Veteranen-Verein mit Fahne ausgerückt. Diese Korporation zog unter den Klängen der braven Stubaier Musikkapelle, die gleichmäßig adjustiert in den gefälligen grün aufgeschlagenen thalüblichen braunen Joppen und niederen Spitzhüten erschien, durch die Maria Theresienstraße in die Kapelle. – Die Versammlung, welche im Landtagssaale abgehalten wurde und der auch der Herr Landeshauptmann Hofrath Dr. v. Bossi-Fedrigotti und der Herr Bürgermeister Dr. Falk beiwohnten, eröffnete der Vorsteand des Kronprinz Rudolf Veteranen-Vereins, Herr v. Zimmeter mit einer Ansprache, in welcher er den Zweck und die Bedeutung des Landeshilfsvereines auseinandersetzte, sich schon im Frieden zu organisieren, um in den Zeiten der Noth, des Kummers und der Verwirrung gerüstet zu sein zur Hilfeleistung bei den mannigfachen Bedürfnissen der Kranken und Verwundeten. Beim ersten Punkt der Tagesordnung wurde von der Versammlung zur Kenntnis genommen, dass der Kronprinz Rudolf Veteranen-Verein schon am 26. Dezember 1879 seine Thätigkeit als Landeshilfsverein begonnen habe, dass er aber nach dem…
Nachdem das Jahr 1848 aller Orten die Vereinsthätigkeit geweckt hatte, war auch hier am 18. März 1849 der Vinzenzverein und am 1. April desselben Jahres der Elisabethenverein in Leben getreten. Der Zweck beider Vereine, der eine für die Jünglinge und Männer, der andere für Jungrfrauen und Frauen, lässt sich mit den Worten bezeichnen: Übung der Frömmigkeit und die Werke christlicher Nächstenliebe.
Der Gemeinderath erkennt die Nothwendigkeit eines Versorgungshauses für Frauen, wie ein solches durch die Kapferer´sche Stiftung für Männer ins Leben gerufen und am 1. Dezember aktivierte worden sei. Im Haßlwanter´schen Anwesen seien bereits 16 Männer untergebracht, und noch andere, welche übersiedlungsfähig sind, werden von Valduna eintreffen. Da der zweite Stock des Hauses leer stehe, so gedenke man, wess es sich als ausführbar darstelle, dort Frauen unterzubringen.
Seit Mai dieses Jahres besteht in Zirl eine Kleinkinder-Bewahrungsanstalt, welche ihr Entstehen dem Hw. Herrn Pfarrer zu verdanken hat.
Regelung des Rechts- und Dienstverhältnisses der städtischen Kindergärtnerinnen. Auszug aus den Statuten: „In ihrem Berufe haben die Kindergärtnerinnen Eifer, Geduld, Pünktlichkeit und Gehorsam gegen die Vorgesetzten zu zeigen. ... Die Verehelichung der Kindergärtnerinnen kommt in der Regel einer freiwilligen Entsagung des Dienstes gleich. In diesem Fall verliert sie in der Regel ihre Ansprüche auf Pension, der Gemeinderath kann Ausnahmen zulassen. Definitiv angestellte Kindergärtnerinnen können wegen phisischer oder pädagogischer Untauglichkeit ihres Dienstes amtlich enthoben werden.“
Gestern wurde im städtischen Kindergarten in St. Nikolaus ein offener Schultag, eine Art Prüfung nach neuem System, abgehalten. Bei dieser Prüfung waren der Herr Bezirks-Schulinspektor, der Herr Orts-Schulaufseher und viele Eltern der Kinder erschienen. Es wurde gezeigt, wie die Kinder beschäftigt wurden, was sie lernen. Es wurdeüber die Anfangsgründe in der Religion, über Naturgeschichte, Rechnen, ja sogar Sprachlehre gesprochen, wie ein vorbereitender Unterricht für die Schule nur gewünscht werden kann. Geradezu auffallend war, dass alle Kinder so reinlich gekleidet erschienen und dass unter diesen fröhlichen Kleinen solch´musterhafte Disciplin herrschte, was sich besonders beim Spielen zeigte.
Rotes Kreuz: Generalversammlung des „patriotischen Landes-Hilfsvereines vom roten Kreuze zu Innsbruck“; s.a. die Fortsetzung vom 06.06. (Neuwahlen: Präsident Professor Dr. Johann Hausotter; Vizepräsident Oberlandesgerichtsrat Dr. Josef Neuner; als Ausschussmitglied wird unter anderem erwähnt: Karl Zelger)
Eine neue Kinderbewahranstalt ist gegenwärtig in Hötting der Vollendung nahe.
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