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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Aus der städtischen Armenkanzlei
s. a. 10.01.1895.  Naturalverpflegsstationen zur Versorgung von arbeits-, subsistenz- oder mittellosen, jedoch arbeitsfähigen Reisenden ab dem 18. Lebensjahr
Für die Gruft, welche sich der hochherzige Erbauer unseres Waisenhauses, Herr v. Sieberer in der Kapelle des Waisenhauses hat errichten lassen, wird ein Sarkophag hergestellt
Die Sieberer´sche Waisenhausstiftung betreffend: die wesentlichen Punkte des Stiftsbriefes (s.a. 12.06. dieses Jahres und eine weitere Zuwendung am 08.01.1897)
Das Bruderhaus beim alten Spital ist nunmehr im Abbruch begriffen und wird in einigen Tagen dem Erdboden gleichgemacht sein. Die Stiftung sieht nun auf einen genau 300 Jahre langen Bestand zurück. Sie wurde im Jahre 1595 von zwei Brüdern Attlmayr gegründet, aus welchem Umstand auch der Name Bruderhaus abzuleiten ist. Bis vor einigen Jahren waren auch die Bildnisse der edlen Stifter im Bruderhaus vorhanden, das eine ist aber auf unerklärlicher Weise verschwunden; das Bildnis des zweiten Stifters wird im Rathaussaale aufgehängt werden. Der Stiftsbrief ist leider verloren gegangen
Militärkuranstalt Hall der österreichischen Gesellschaft vom weißen Kreuze war heuer zahlreicher denn je besucht. Es wurden 76 Gäste und zwar 12 aktive, 13 pensionierte Offiziere und Militärbeamte, 20 Frauen, 3 Witwen und 26 Kinder und Waisen, ein Zögling einer Militärbildungsanstalt und aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen ein Unteroffizier aufgenommen. Hierbei wurden 1473 Soolebäder und 324 Inhalationen verabfolgt
Gescheiteter Selbstmordversuch in Innsbruck: Etwa 300 Schritte unterhalb Schloss Weiherburg, zwischen dem Judenbühel und der Weiherburg findet man den Restaurateur des Cafe Austria in seinem Blute liegen; man wartet ewig auf eine Tragbahre, diese besteht dann aus einem nackten Brett, sodass der Restaurateur auf der Weiherburg einige Kissen zur Verfügung stellen musste (s.a. 06.06.)
Ein trauriger Krankentransport von Eppan nach Innsbruck (Verbrennungen eines 19jährigen Mädchens)
s. a. 09.10.1896 – Die Reform der Armenpflege in Innsbruck; städtischer Armenrat und Bezirksvorsteher, Armen- und Pfelgebezirke, Armenvater („Die älteste Wohltätigkeitsanstalt in Innsbruck war das Stadtalmosenamt. Im 13. Jahrhundert enstanden zwei religiöse Bruderschaften zur Unterstützung Notleidender. Im Jahre 1350 übergaben sie ihre Fonds dem Stadtspital, bei dem nunmehr die Versorgung der Kranken mit jener der Armen vereinigt wurde. Seit 1604 erhielt der Stadtalmosenfond vom Erzherzog Maximilian jährlich 10 Pund Perner. Für arme Weiber finden wir vom Jahre 1698 eine Stiftung von 1475 fl. Im Jahre 1679 nahm der Magistrat eine Zählung der Armen vor, um deren Lage zu prüfen. Die Armenversorgung wurde in dieser Periode hauptsächlich durch die neugegründeten Klöstern unterstützt. Die Witwe Ferdinands II., Erzherzogin Anna Katharina, stiftete 1607 das Regelhaus und das versperrte Kloster (später Klosterkaserne, jetzt SOWI), 1619 das Servitenkloster, welche die Verpflichtung übernahmen, den Armen Speise, Trank und Geld wöchentlich auszuteilen. Das Regelhaus hatte stiftungsgemäß alle Sonnabende und Feiertage 3 Armen die sogenannte Frauentafel und 12 Kreuzer zu reichen und täglich 14 armen Studenten Suppe und Brot zu verabfolgen. 1783 ging mit der Aufhebung des Klosters diese Verbindlichkeit an den Religionsfonds über, der der Armenkasse jährlich 865,45 fl R.W. zahlte. Für die 14 Studenten wurden verhältnismäßige…
Ein Haus für unheilbare Kranke (Siechenheim); Von Seiten des Landtags-Comiteés für die Feier des Regierungsjubiläums des Kaisers wurden im Februar des Vorjahres folgende Anträge gestellt: „Das Land Tirol gründet aus Anlass der Feier des 50-jährigen Regierungsjubiläums unseres allergnädigsten Kaisers Franz Josef I. ein Anstalt, in welcher höchstens 250 mit unheilbaren Krankheiten behaftete oder unheilbarem Irrsinn befallene Tiroler deutscher und italienischer Nationalität lebenslängliche Unterkunft und Verpflegung finden. Dieses unter der Verwaltung des Landes stehende Institut soll dort entstehen, wo ein mildes Klima herrscht (genannt wurde seinerzeit die Gegend von Brixen); dieser Antrag wurde vom Tiroler Landtag im Jahre 1895 jedoch nur in einer stark modifizierten Form angenommen, indem ein Fonds von 200.000 fl. geschaffen wird; ein Blick in das Wiener Siechenhaus, in welchem 1896 1726 Personen in nicht weniger als 1.060.735 Verpflegungstagen versorgt wurden. „Streuen wir wenigsten ein Samenkorn in jede Furche der Zeit!“
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