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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Rathaus

Morgen ist der Termin zur Einsendung der Preispläne für das neue Innsbrucker Rathaus zu Ende
Die im Museumsgebäude ausgestellten Preiskonkurrenz-Baupläne für ein neues Rathaus haben dieser Tage neuen Zuwachs erhalten und sind fortwährend der Gegenstand der Neugierde und manigfaltigen Debatten des beschauenden Publikums. Eine Prüfungskommission von unpartheiischen Fachmännern wird aus den 40 und etlichen Plänen den zweckmäßigsten herausfinden, ohne Rücksicht, ob er hier oder anderswo entworfen und ausgeführt wurde. [] Zur Frage der Finanzierung meinen die Innsbrucker Nachrichten: „Nach unserem Dafürhalten sollte der dermaligen Bevölkerung der Landeshauptstadt Innsbruck allein gar nicht zugemuthet werden, sondern wenigstens zur Hälfte künftigen Generationen Innsbrucks, welchen wir das zu bauende neue Rathaus vererben.“
Das Loos über die Baupläne unseres Magistratsgebäudes ist gefallen. Der Architekt Ungewitter aus Kassel war der Präses der entscheidenden Kommission. Die Pläne Nr. 9 und 15 wurden beide als vorzüglich erachtet, und denselben demnach in Gemeinschaft die ersten Preise zufallen. Der Plan Nr. 9 des Herrn Architekten Geppert dahier ist zur Ausführung empfohlen worden. Der dritte Preis ist einem Kölner Architekten zuerkannt worden
Innsbruck braucht ein neues Rathaus, denn, wie wir hören, soll der Stadt die Miethe des bisher für die städtischen Kanzleien und für die Polizei benützten Hauses auf dem Pfarrplatz gekündet werden.
Wie wir vernehmen, soll Aussicht vorhanden sein, das Landesgerichtsgebäude in der Herzog Friedrichstraße als Rathaus vom Staate für die Stadt zu erwerben, nachdem das Haus Nr. 2 in der Gilmstraße für die Finanz-Landesdirektion erworben sein wird. Mit der Erwerbung eines neuen Rathauses wird eine seit 25 Jahren zeitweilig seeschlangenartig in Innsbruck auftauchende Frage entgiltig erledigt sein
Gemeinderatssitzung: Der Sitzungssaal zeigt eine neue Anordnung des Bilderschmuckes; die vom Gemeinderat erworbenen Gröber´schen Aquarelle, Alt-Innsbruck darstellend, schmücken die Wände. An der linken Langseite des Saales seiht man heute zum erstenmal das lebensgroße Ölbild des Herrn Altbürgermeisters Dr. Falk in reichem Rahmen von Maler Josef Schretter lebenswahr ausgeführt
Ein neuer Sitzungssaal des Gemeinderates wird gefordert; es ist nämlich im gegenwärtigen Sitzungssaal kein geeigneter Platz für Zuhörer vorhanden. Da nun die Stadt ein eigenes prächtiges Repräsentationshaus besitzt, stellt GR Pichler den Antrag, den Adlersaal im Stadtsaalgebäude zu einem Sitzungssaal zu adaptieren. Jedenfalls würde der Adlersaal, der ohnehin nicht stark in Anspruch genommen wird, der Würde des Gemeinderates der Landeshauptstadt besser entsprechen, als der bisherige, mit seinem bekannt schlechten Aufgang. Möglich, dass sich dann auch die Zahl der Zuhörer nicht mehr auf die Journalisten und den Amtsdiener beschränkt, wie dies jetzt zumeist der Fall war; s.a. die Fortsetzung der Debatte am 05.09.
Der Gemeinderat befasst sich mit der Leonhard und Clara Lang´schen Stiftung (das in der Maria Theresienstraße gelegene Haus Nr. 18 [das ehemalige „Hotel Österreichischer Hof“] wird der Stadt Innsbruck anlässlich des Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers zur Unterbringung des Rathauses überlassen; Stiftungsurkunde; Zuwendungen für die Zöglinge des Sieberer´schen Waisenhauses (Errichtung eines Studenten- und Lehrlingsheimes)
Veräußerung des alten Magistratsgebäudes: Durch die munifiziente Stiftung des Herrn Lang ist das alte Magistratsgebäude auf dem Pfarrplatz nunmehr überflüssig geworden. Die Übersiedlung in das neue Rathaus dürfte am Beginne des Monats September erfolgen. Es haben nun Verhandlungen mimt dem hochw. Herrn Dekan Mons. Dr. Kometer stattgefunden, in denen derselbe 50.000 fl. zum Kaufpreis anbot. Das Finanz-Comitee verschloss sich nun allerdings nicht der Anschauung, dass durch eine öffentliche Ausschreibung ein höherer Preis erzielt werden könnte; andererseits erwog man aber, dass es nicht gleichgültig ist, wer in den Besitz des Hauses kommt, und z. B. die Errichtung eines Gasthauses nicht angezeigt wäre. Der Gemeinderat schloss sich gestern den Anschauungen des Finanz-Comités an und beschloss das Gebäude der Stadtpfarre um 52.000 fl. zu überlassen
Die Übersiedlung in das Magistrats in das neue Rathaus hat bereits begonnen
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