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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Gürtlers Bauerntheater im Gasthof „zur Alpenrose“ erfreut sich guten Besuches.
Heute wird am k.k. Nationaltheater zum Benefize für Frl. Kneiß „Der wilde Jäger“ von Haffner zum Besten gegeben.
Seitdem die Direktion unseres Theaterinstitutes von Frau M. Lippert, geb. Licht, fortgeführt wird, gestalten sich die Verhältnisse so gut, als es unter dermaligen Umständen überhaupt möglich ist, wo wir auf die Opfer Verzicht geleistet, und uns mit Schauspiel und guten Singspielen und Lokalpossen begnügen.
Aus dem k.k. Nationaltheater: Als ein neues Exil für Verbrecher möchte man – statt dem kalten Sibirien – wo die Sünden bei großem Frost durch Zobelfang abgebüßt werden müssen, einem nähern bequemeren Ort für solche Zwecke in Vorschlag bringen; wir meinen nämlich solche Unbußfertige zu verdammen, bei Winterszeit das hiesige Theater für einige Stunden zu besuchen; dort dürften extravagante Köpfe durch die dort herrschenden nordischen Luftströmungen auch curiert werden. (Einige, denen es im Theater äußerst „sibierisch“ zumute war.
Im Schlosstheater in Büchsenhausen erwartet uns morgen eine neuerliche Überraschung, indem dort das Schauspiel „Margarethe Maultasche, Gräfin von Tirol“ zur Aufführung kömmt.
Heute abends werden wir des für eine Provinzhauptstadt so seltenen Genusses uns zu erfreuen haben, eine der berühmtesten Gesangskünstlerinnen des Auslands in Signora Oldi bewundern zu können, welche aus besonderer Güte für die hiesige Theaterdirektion in dem heute von letzteter veranstalteten großen Konzerte mitzuwirken sich herbeilässt; s.a. den Leserbrief vom 18.03. „Gut einstudiert, taktfest, rein und sicher. Andere höhere Vorzüge aber waren bei ihrem Gesang nicht bemerkbar, z.B. hat die Künstlerin gestern schlecht – ja sehr schlecht – getrillert.
Der gefeierte Landsmann und Opernsänger Dalle Aste gastiert in Paris. Derselbe hat dort dreimal als „Leporello“ die Pariser zu enthusiastischem Beifall hingerissen; s.a. die Meldungen vom 27.05. des Jahres u. 25.06.1856.
In den Lokalien des hiesigen k.k. Nationaltheaters wird jetzt der Mittelplatz auf der Gallerie bald in einen Schweinestall umgewandelt werden, zumal sich auf dem Gesimse ober der Hofloge eine ungeheure Masse von Kastanienschalen in der Art aufhäuft, dass es kein Wunder wäre, wenn verschiedene Insekten ihren Wohnsitz dort aufschlagen möchten.
Das Sommertheater nächst dem Gasthause zum Rössl in der Au wird morgen Sonntag eröffnet. Hat die Gesellschaft dieses Theaters schon im vorigen Jahre fast jeden Sonntag die glänzendsten Geschäfte gemacht und durch ihre Leistungen den allgemeinen Beifall stets in reichem Maße errungen – umso mehr wird dies heuer der Fall sein, da im Theater zu Mühlau, welches an die Eisenbahnunternehmung verkauft wurde – heuer gar nicht gespielt wird, und überdies die besten Mitglieder der Mühlauer-Theatergesellschaft dem Unternehmen im Auetheater sich angeschlossen haben, also mit Recht auf eine vorzügliche Aufführung der heuer gewählten Volksstücke gerechnet werden darf.
Die Geschwister Maria, Adele, Karoline und Karl von Kaler treten mit drei Produktionen im Nationaltheater auf (das jüngste Kind ist erst 8 Jahre alt); s.a. ff und 10.07.
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