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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Die Eröffnungsvorstellung im k.k. Nationaltheater (Dr. Bauernfeld´s damals am Wiener Burgtheater als Novität angekündigte Lustspiel „Fata morgana“) enttäuscht das Innsbrucker Theaterpublikum.
Zum Aussehen des k.k. Nationaltheaters: „Nicht nur, dass die Logenbrüstungen, Wände und Pflafonds frisch geputzt den Eindruck machen, als ob alles ganz neu wäre, wurden auch die gelbseidenen Drapperien kirschroth gefärbt, mit gelben Seidenfranzen versehen, und die Polsterung der Logenbrüstungen sämtliche ganz neu mit rothem Samt überzogen. Die Renovationen an den Dekorationen, den Vorhängen etc. konnten wegen Krankheit der beiden Maler aus Wien erst vor kurzem begonnen werden; doch sind bereits die Vorderdrapperien im Proscenium und die Soffiten [Anm.: quer über die Bühne gehende Leinwandstreifen, die die Bühne nach oben begrenzen] neu retouchiert und die übrigen Malereien im besten Zuge
Iffland´s Schauspiel „Die Advokaten“ geht über die Bühne.
Gestern: „Preciosa“ von Wolf, Musik von Carl Maria von Weber, das hier gut bekannte, viel und gern gesehene Melodram. Wir lernten in Frl. Streb ein gutes Organ verbunden mit einem angenehmen Spiele kennen, welche Vorzüge ihr den Beifall des Publikums erwarben. Fr. Hüray war ganz in ihrem Elemente, die Rolle der Zigeunermutter gehört gewiss zu ihren besten.
Gala zu Ehren des Statthalters im k.k. Nationaltheater. Überall in den Logen und im Parterre die Damen mit glänzender Toilette.
Die Directrice des. K.k. Nationaltheaters, Frau Maria Rosner, setzt sich gegen „die niedrigen Schmähungen in Nr. 232 des Tagblattes“ mit einer öffentlichen Erklärung zur Wehr: „Wer mit der Bühne und ihrem Wesen vertraut ist, wird gerecht genug sein, einzuräumen, dass bei einer neu organisierten Gesellschaft nicht jedes Mitglied den Anforderungen des geehrten Publikums genügt. []“
„Handschuh und Fächer“ nach Bayard und Sauvage von Stephan, eines der besten französischen Intriguenstücke, die wir je gesehen, unterhielt gestern das Publikum auf das Erfreulichste; in Hochform: Frau Schmechel als Fürstin Amalie und ihr Gatte als Sekretär Limburg
Betty Müller, Mitglied der hiesigen Bühne, reagiert auf ungerechtfertigte Angriffe der „Tagblatt-Kunstrichter“
Im k.k. Nationaltheater wird das Schauspiel „Der Sonnendhof“ von Mosenthal aufgeführt. Frl. Müller bekommt für ihre hölzerne Darstellung der Monika ihr Fett ab. Wie üblich verdient auch heute Hr. Ubrich als erster genannt zu werden; seine Leistung war wie immer eine glänzende.
Gegenwärtiger Stand der hiesigen Theaterkritiker oder: Der Kritiker steht unter Kritik
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