Volltextsuche

Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


Zur Startseite
Zur Jahresübersicht von ANNO


Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates
„Ein halbgroßer Hund mit braunen und gelben Haaren untermischt, hat sich verlaufen. Um Zurückgabe ersucht der Metzgermeister Kohlegger, Innstraße.“
Verbot der Mitnahme von Hunden in Kaffeehäusern
Die Furcht vor den aus Anlass der nun konstatierten Hundswut dahier zu gewärtigenden Vorsichts- und Sicherheitsmaßregeln hat viele Hundebesitzer veranlasst, ihre Thiere außerhalb des Burgfriedens von Innsbruck und seiner Nachbargemeinden in Sicherheit zu bringen. Man erzählt sich, dass per Bahn mehr als 200 Hunde spediert worden seien, und ganz besonders eingeweihte wollen wissen, dass auf einer, einige Kilometer von hier entfernten Villa sogar 40 solcher Flüchtlinge eine gemeinsame Zufluchtsstätte gefunden haben. Beruht dieses Gerücht von dem Hundeasyl auf einen schlechten Witz oder müßige Erfindung, so dürfte die Zahl der per Eisenbahn in die Fremde gesandten Hunde kaum übertrieben sein, den Innsbruck ist wirklich hundeleer geworden. s.a. 13.04.
Aus Anlass der weiteren Ausbreitung der Hundswut hat die k.k. Statthalterei mit Erlass vom 1. April d. Js., Z. 5417, bis auf weiteren hohen Widerruf für den Seuchenbezirk, nämlich das Stadtgebiet von Innsbruck und die Gemeindebezirke von Hötting, Wilten, Amras, Pradl und Mühlau folgendes zu verordnen befunden: ... ; s.a. 06.04.
Seitdem in der Landeshauptstadt in Folge der konstatierten Hundswuthfälle von Seite der zuständigen Behörde scharfe Maßnahmen ergriffen werden, wird die Salinenstadt Hall als die Zufluchtsstätte aller Hundefreunde und als Hort der Ungebundenheit aller Köter betrachtet. Vilee Innsbrucker Hundenarren, die in ihre Hunde förmlich verliebt sind, statten ihre Lieblinge in der Umgebung von Hall aus; andere machen mit ihren unzertrennlichen Begleitern Ausflüge nach Hall
In der Frage der Hundswut ist eine Wendung zum Besserung eingetreten. In der letzten Zeit sind in Innsbruck und Umgebung keine neuen Fälle mehr aufgetreten. Es ist die Hoffnung vorhanden, dass Innsbruck in wenigen Wochen seuchenfrei erklärt werden kann
Nachdem laut erhaltener Anzeige in den Gemeinden Flaurling, Hatting, Polling und Inzing mehrere Hunde von einem der Wut verdächtigten Hunde gebissen wurden, dürfen aus diesen Gemeinden keine Hünde mehr ausgeführt werden. Der k.k. Bezirkhauptmann: Hämmerle.
Die Tollwut in Innsbruck ist endgültig erloschen. Verbot der Mitnahme von Hunden in öffentlichen Lokalen bleibt aufrecht.
Gemeinderat Dannhauser stellt in der Sitzung am 17. April die Anfrage, ob Garantien vorhanden sind, dass das Fleisch und das Fett von tollwutverdächtigen Hunden auch wirklich verscharrt wird. Der Vorsitzende konstatiert, dass die Cadaver der getöteten Tiere nach erfolgter Sektion im Beisein eines stättischen Polizeikommissärs mit Petroleum übergossen und verbrannt und dann die Überreste vergraben werden. Bei dieser Gelegenheit macht der Vorsitzende folgende Mittheilung über die Hundekalamität: Nachdem Zweifel an der Richtigkeit der Diagnose der beiden hiesigen Veterinärärzte über die Krankheit der Hunde immer allgemeiner werden, habe er über einstimmigen Beschluss der Polizei-Sektion den Professor der Veterinärwissenschaft Dr. Bollinger aus München berufen, der dann auch zwei Hunde, die in seiner Gegenwart seziert wurden, für wuthverdächtig hielt, und die Krankheit bei einem Hunde, der früher verendet war, wirklich als Wuth deklarierte, wenn die Symptome in der That so gewesen seien, wie sie ihm von den hiesigen Veterinärärzten geschildert worden sind. Das Parere Bollingers hatte bekanntlich eine Verschärfung der gegen die Verbreitung der Seuche getroffenen Maßregeln zur Folge. Er, der Bürgermeister, habe der Anordnung, dass die Hunde an der Leine geführt werden sollen, lange opponiert, konnte aber nicht durchdringen, da der Herr Landesthierarzt Sperck das Führen der Hunde als unerlässlich hielt
Altbürgermeister Dr. Tschurtschenthaler stellt den Antrag, es sei ein eigener städtischer Tierarzt zu bestellen, durch den dann auch die dahier arg darniederliegende Wasenmeisterei gänzlich reorganisiert werden müsse. Dr. Falk theilte als Obmann der Polizeisektion mit, dass dieselbe bereits einstimmig den Beschluss gefasst hat, die Anstellung eines städtischen Thierarztes zu beantragen.
« StartZurück12345678910WeiterEnde »
Seite 5 von 21