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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Tierquälerei: Wie bekannt, pflegen besonders die Bauern von der Leutasch und Scharnitz, welche Brennholz zum Verkaufe in die Stadt führen, die Ochsen in das Joch zu spannen. Diese feste Einspannungsweise verhindert das arme Thier die in der warmen Jahreszeit zudringlichen Fliegen und Bremsen, welche sich an den Augen festsetzen, abwehren zu konnen, wodurch dasselbe arge Qual erleiden muss. Ein anderer Übelstand hierbei ist ferner, dass sich die durch die unebenen, steinigen Fahrwege und bedeutende Belastung des Wagens verursachten heftigen Stöße unmittelbar auf dem Kopfe des Thieres mittheilen. Bei der in der Umgebung von Innsbruck allgemein üblichen Einspannung mit Kummet und Riemenzeug ist dies vermieden und hat der ganze Körper seine freie Beweglichkeit. Die Bauern am Fuße des Wettersteingebirges suchen aber mit altbekannter Zähigkeit ihre Ansicht, dass der Ochs die Kraft im Kopfe habe, wie sie sich ausdrücken, zu vertheidigen und daher die Benützung des Joches als vortheilhafter zu bezeichnen. Der wahre Grund und die richtige Deutung liegt aber im Kostenpreise.
Tierquälerei in Vögelsberg ober Wattens (einem Maulthier beide Ohren abgeschnitten)
(Zur Gründung des tirolisch-vorarlbergischen Tierschutzvereins:) Ein hiesiges Blatt that vor kurzem der beabsichtigten Gründung eines tirolisch-vorarlbergischen Thierschutzvereines Erwähnung und zwar in für die Tendenzen des Vereines sehr wohlwollender Weise. Mittlerweile haben über 100 Personen verschiedener Stände ihre Theilnahme zugesagt, die Vereinsstatuten erhielten die behördliche Genehmigung und der Zusammentritt der Generalversammlung behufs der Wahl der Vereinsleitung steht in baldiger Aussicht. Es ist dies der erste Versuch, das Thierschutzvereinswesen auch auf tirolsichen Boden zu verpflanzen, während doch seit der vor Decennien von England ausgegangenen und in Deutschland vorzugsweise durch den verstorbenen Hofrath Dr. Perner in München geförderten Anregung sich die solche Zwecke verfolgenden Vereine über die meisten Culturländer ausgebreitet haben. Deren Gesamtzahl beträgt ungefähr 500, davon befinden sich 7 im cisleithanischen Österreich, deren Mitgliederzahl im Wachsen begriffen ist. Da der eigentliche Zweck dieser Vereine, die Verhinderung thierquälerischer Handlungen, nur durch die Betheiligung aller Schichten der Bevölkerung erreicht werden kann, so suchen die Vereine überall Mitglieder zu gewinnen, die sich verpflichten müssen, nicht nur selbst keine solche Handlungen zu begehen, sondern auch andere davon abhalten und nöthigenfalls behördliche Abhilfe zu veranlassen. []
Die k.k. Statthalterei verfügt auf Grund des § 12 Tierseuchen-Gesetzes, dass Kälber, Lämmer und Kitze, welche zum menschlichen Genusse verwertet werden, ein Alter von wenigstens drei Wochen erreicht haben müssen. .
Schlachtmethoden: Als Barbarei muss das sogenannte „Knicken“ bezeichnet werden, welchen nach Äußerungen von Autoritäten eines gesetzlichen Verbotes würdig ist. Der sogeannte „Gehirnschlag“ wird zwar in den meisten Fällen seine Wirkung haben, kann aber auch zu furchtbaren Grausamkeiten führen, da manchmal 10 Schläge nicht genügen, um das Tier zu Fall zu bringen.. Es bleibt die Schusswaffe, die Zerstörung des Rückenmarkes durch Einführung eines spanischen Rohres und endlich die Brunnauische Methode, die Bouterolle, übrig. Erstere Tödtungsart verursacht heftige Detonation und ist deshalb bei den hiesigen Verhältnissen unanwendbar; die zweite ist aus praktischen Gründen nicht angezeigt; die letzte endlich ist, selbst von einem nicht sonderlich geschickten Individuum in Anwendung gebracht, von sicherem Erfolge: durch den ersen Eingriff auf das Gehirn des Tieres mit Hilfe des Stiftes wird dasselbe bedäubt, zwei Schläge auf den Hinterkopf oder die Stirne sichern die vollständige Erreichung einer nicht schmerzlichen Tödtung. Diese Methode ist es, welche der Thierschutzverein nach dem Muster des Münchner Vereins zur Durchführung bringen will und wozu er der wohlwollenden Unterstützung der interessierten Personen bedarf
Schon seit einiger Zeit ist in mehreren Ortschaften des Oberinnthales die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
Der landschaftliche Bezirks-Tierarzt Emanuel Kopatschek ist von Laas nach Silz versetzt worden
Gegenwärtiger Stand der Maul- Klauenseuche in Tirol (im Bezirk Imst ist nur die Gemeinde Silz davon betroffen)
Aktivitäten desTierschutzvereins
Wasenmeister und Hundefänger
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