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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Innregulierung

Die heuer vollendete neue Arche längs der sogenannten englischen Anlage gibt Anlass zur Erneuerung des Gerüchts, dass mit der Zeit die Fahrstraße von der Allee oberhalb des Löwenhauses längs dieser Arche in gerader Richtung bis zur Herzog Ottostraße neben der englischen Anlage durchgeführt und die dermalige Straßenstrecke länger der letzteren als Ersatz zum englischen Garten geschlagen werden würde [Ein Vergleich des franziszeischen Katasters von 1856 und der digitalen Katastermappe zeigt uns, dass dieses Gerücht ein Gerücht geblieben ist].
Bau einer Arche am linken Innufer bei St. Nikolaus
Je mehr zur Regulierung und Verschönerung des Inn-Flussbettes durch die Aufführung von gemauerten Uferarchen geschehen ist und noch geschieht, desto unangenehmer fallen die Schuttkegel auf, die sich an verschiedenen Stellen der Archen befinden.
Innverbauung in Innsbruck: Die Uferbauten gehen an den zwei letzten noch nicht verbauten Stellen jetzt ihrer Vollendung entgegen, nämlich unterhalt der englichen Anlage und am Inrain innerhalb des Prügelbaues. Es sind nun 8 Jahre her, dass an diesem Werk Hand angelegt wurde, und dem Zusammenwirken der Stadt und dem Aerare ist es zu danken, dass Innsbruck in einer verhältnismäßig kurzen Zeit ein Strombett erhalten hat, das den bisherigen ländlichen Charakter abgelegt und den stadtischen angezogen hat. Der durch diese Umbauten gewonnene bedeutende Raum wird mit der Zeit recht angenehme Spaziergänge bieten. Nicht unerwähnt dürfen wir lassen, dass auf der durch den Archenbau bedeutend erweiterten Hauptstraße eine Reihe von Kastanienbäume gepflanzt wurde, die sicherlich jenem Stadttheile zur Zierde gereichen werden.
Die Rosskastanienalle in der Innbrückenstraße wird beseitigt, um auf dem durch den Archenbau bedeutend erweiterten Platz einer schönen Gartenanlage Platz zu machen.
(Innregulierung.) Gegenwärtig wird wieder ein Stück Inn-Regulierung hergestellt, indem die vor zwei Jahren begonnene Arche und Ufermauer am Ausgange der Innsstraße ein Stück weiter geführt wird. Diese Regulierung wird sich bis zum Durchlasse beim kleinen Wasserfall an der Gerichtsgrenze zwischen Innsbruck und Hall ausdehnen. Wenn diese Stelle reguliert sein wird, wird das rechte Ufer beim Löwenhaus daran kommen. Man hofft durch die Einengung des dort sehr breiten Flussbettes dem Inn einen raschen Abfluss zu geben, wodurch die Schotterbank, die sich beim Löwenhaus gebildet hat, beseitigt werden soll. Je tiefer sich der Inn an jener Stelle sein Bett gräbt, desto weniger hat Innsbruck Hochwasser zu befürchten. Doch dürfte sich vielleicht die Nothwendigkeit herausstellen, wenn dieser Zweck erreicht werden soll, einen Theil des an jener Stelle sich quer durchziehenden Felsenrisses bis auf eine gewisse Tiefe wegsprengen zu lassen.
Innregulierung von der Sillmündung bis Volders geplant
Der Innkanal wird nun zugeschüttet; dadurch wird ein Herd für Miasmen aus der Welt geschafft, gleichzeitig verschwindet damit aber auch ein Überbleibsel alter Verkehrsverhältnisse
Innregulierung zwischen Amras und Volders
(Uferschutzbauten am Inn.) Die Innregulierung geht sehr langsam vor sich. Auf der Strecke vom Völserbach bis ins Stadtgebiet Innsbruck tut der Inn und breitet sich aus, wie er will und wirft die Sandbänke hin und her. Unterhalb des Peterbründl, wo einstens eine große Erlen-Au war, ist jetzt nur Sand und Schotter, weshalb eine Verlandung nicht möglich ist. Es wird übrigens nun doch wieder ein kleines Stückchen des Inns reguliert werden. Am linksseitigen Ufer oberhalb des Pulverturms sind 4 Sperrbauten projektiert. Das rechte Ufer hingegen erhält keine Schutzbauten. Diese einseitige Regulierung bedeutet insofern eine Schädigung der rechtsseitigen Interessenten, als die linksseitigen Sperrbauten den Stromstrich auf das rechte Ufer lenken und die Gründe daselbst gefährden werden. Es ist noch ein schönes Stück Grund, welches dem Wegschwemmen ausgesetzt werden wird. Die Siglanger Interessentschaft und die herzogliche Gutsverwaltung für den unteren Figgenhof haben mit Recht gegen eine so einseitige Regulierung Einspruch erhoben
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