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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Ein Brief aus Lima
Mit dem morgigen Frühzug wird eine Anzahl von Auswanderern, unter der Führung des Herrn v. Alpenburg abreisen. Ihr Ziel ist Virginien in den südlichen Vereinigten Staaten. Die Zahl der von Innsbruck und Umgebung Auswandernden beläuft sich auf etliche 20; doch dürfte die Kolonie durch Zuwächse aus dem Unterinnthale bis Kufstein nahezu an die 100 Köpfe stark werden.
Brief eines Haimingers aus Pozuzo
Die Tiroler, welche unter der Leitung des Ritter von Alpenburg am 21. Februar des Jahres nach Richmond auswanderten, sind am 15. März glücklich nach nur 12-tägiger Seefahrt in New York angelangt; s.a. 21.04.
Von den 44 Pfundsern, die 1868 nach Peru ausgewandert sind, sind schon 13 Personen gestorben. Das Klima erscheint fast unerträglich, das Land gefällt nicht, die Bearbeitung des Bodens gibt gewaltig zu schaffen und das Erträgnis kann unmöglich so ausfallen, wie es früher vorgemalt wurde
(Ein Tiroler als Journalist in Amerika gestorben). In Newark im Staate New-Jersey in Nordamerika starb am Anfang dieses Monats der Herausgeber und Redakteur der New-Jersey Freien Zeitung“ Herr Benedikt Prieth. Er war am 7 Jänner 1827 zu Graun in Tirol geboren, absolvierte das Gymnasium in Innsbruck und besuchte die Universitäten zu Graz und Wien. Das Jahr 1848 wurde für ihn verhängnisvoll. Er wurde wegen Teilnahme an der Revolution verhaftet und unter Anklage gestellt. In Salzburg war er als Gefangener des Urtheils gewärtig, als der Prozess nach 2 Jahren niedergeschlagen wurde. Er schrieb damals schon für die „Bozner Zeitung“ und den Berner „Bund“. Er vollendete dann seine unterbrochenen Studien an den Universitäten in München und Tübingen, an welcher Letzterer er auch zum Doktor der Recht promovierte. Die politischen Verhältnisse des eigenen Vaterlandes gestatteten dem schwer Kompromittierten nicht, in der Heimat in den Staatsdienst zu treten und so entschloss er sich zur Auswanderung nach Amerika. Von nun an wandte er sich ganz der journalistischen Laufbahn zu. Er übernahm die „Newarker Zeitung“ und ließ sie vom April 1858 als Morgenblatt unter dem Namen „New Jersey Freie Zeitung“ erscheinen. Sein Blatt erwarb sich, der republikanischen Parthei zugethan, unter den deutschen Organen bald eine geachtete…
Der Historienmaler Michael Wittwer (dessen Hinscheiden wir in der gestrigen Nummer kurz meldeten), ist am 9. Mai in einem Alter von 78 Jahren plötzlich am Herzschlag in München gestorben. In den letzten Jahren kam er trotz seines hohen Alters fast mit jedem Frühling von Rom, wo er sich seit dem Jahre 1828 niedergelassen hatte, nach München, um in der Kirche zu Illmünster einen Cyclus von Freskogemälden auszuführen. Wittwer ist ein bekannter Maler im historischen, besonders aber religiösen Fache. Außer seinen Bildern auf diesem Gebiete erlangte er auch noch einen Namen durch seine landschaftlichen und kulturhistorischen Bilder, welche er auf einer Reise nach Griechenland und der Türkei sammelte, die er im Gefolge des damaligen Kronprinzen Maximlian von Baiern mitmachte. Für die Tiroler hat er ein besonderes Interesse, weil er der Schwiegersohn des berühmten vaterländischen Malers Johann Koch war, der bekanntlich keine Söhne und nur eine Tochter hatte, die nun eine 75jährige Wittwe ist. Wittwer hat in die berühmten historischen Landschaften seines Schwiegervaters Koch gewöhnlich die das figurale hineingezeichnet und gemalt, da Koch, ein berühmter Landschaftsmaler, im Zeichnen der Figuren mit dem talentvollen und künstlerisch durchgebildeten Schwiegersohn nicht auf gleicher Stufe stand. Wittwer gab im Vereine mit Molitor den bekannten Wegweiser und…
Von der Tiroler Kolonie in Peru
Tiroler Kolonien in Bosnien
Johann Stanger aus Rietz, der 1857 nach Australien auswanderte und vor drei Jahren wieder in seine Heimat zurückkehrte, ist die Einfuhr und die Verbreitung des Eukalyptusöles zu verdanken
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