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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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(Das Tiroler Dorf in Ungarn.) In diesen Tagen fand in Königsgnad (Kiralykegye) im Krasso-Szörenyer Komitat die Feier der hundertsten Jahreswende der Konstituierung dieser Gemeinde statt … Vor hundert Jahren gab er hier bloß Tiroler … Der traurige Ausgang des Tiroler Krieges bot den Anlass, einige jener Tiroler Familien, die ihr Vaterland verlassen wollten, in Ungarn anzusiedeln. Mit einer Schar solcher Flüchtlinge kam Speckbacher im Mai 1810 nach Wien, wo er vom Kaiser Franz I. den Auftrag erhielt, die Tiroler Flüchtlinge nach Ungarn zu führen und ihnen eine Kolonie zu errichten. Speckbacher fuhr mit seinem Freund Thalgutten und etwa zwanzig Tiroler Familien mittels Schiff auf der Donau, Theiß und Vega ins Banat, und hier sollte der Ort gewählt werden, wo man den von Haus und Hof Vertriebenen ein neues Heim geben wollte. Speckbacher entschied sich für das Füzeser Tal, und hier wurde dann auch das neue Tiroler Dorf gebaut und die Grundstücke verteilt. Bald kamen noch weitere Tiroler Familien nach, und auch der Tiroler Held Jeremias Eisenstecken ließ sich mit Weib und Kind hier nieder
(Lieder eines Tirolers in Amerika.) Unter diesem Titel ist im Kommissionsverlag Ed. Lippott-Kufstein ein hübsches Gedichtwerk erschienen, als dessen Verfasser sich der unter dem Namen „Hofpoet“ bekannte Dichter Josef Fischnaller in Akron St. Paul (Nordamerika) bezeichnet. Fischnaller, ein geborener Kufsteiner, der seit mehr als 20 Jahren im Staates Ohio ansässig ist und sich diesen Sommer mehrere Monate in Kufstein bzw. Tirol aufhielt, hat in einer großen Anzahl Gedichte jenseits des Ozeans sein Heimatland besungen und verherrlicht. Auch über die „neue Welt“ und hervorragende Persönlichkeiten schrieb Fischnaller Dichtungen, die teils tief empfunden, teils launig und humorvoll sind. Als Anhang lesen wir eine Serie Gedichte unter der Bezeichnung „Kraut und Ruabn von den Tiroler Buabn“
(Silberne Hochzeit.) Herr Valentin Hell und dessen Frau Marie, geb. Stecher, aus Steinach am Brenner bzw. Brixen, langjähriger Besitzer des unter dem Weltreisepublikum bestens bekannten Hotels „Vila Valentina“ in Tanger (Marokko), dem unter anderem Graf Adalbert Sternberg in seinem Buch über Marokko ein eigenes Kapitel der Anerkennung des gemütlichen österreichisch-heimischen Tones und der brillanten Führung desselben widmete, feierten dieser Tage in ihrem Heim in Tanger die silberne Hochzeit
(Viktor Mahl-Schädel, Ritter v. Alpenburg) in New York gestorben. In der New Yorker Staatszeitung lesen wir hierüber: Herr von Alpenburg, dessen Vater wegen seiner Verdienste um die Landesverteidigung in Tirol geadelt worden war, wurde im Jahre 1845 auf Schloss Büchsenhausen bei Innsbruck geboren und widmete sich der Militärkarriere. Als Leutnant im Tiroler Kaiserjäger-Regiment machte er 1866 die Schlacht bei Custozza unter Erzherzog Albrecht mit. Im Jahre 1880 quittierte er seinen Dienst, um sich der Verwertung seiner Erfindungen auf dem Gebiet der Chemie zu widmen. Nach verschiedenen Fehlschlägen warf er sich auf die Fabrikation von Kunstblumen, die, nach dem von ihm erfundenen Verfahren hergestellt, von natürlichen kaum zu unterschieden sind. Von der Überzeugung durchdrungen, dass die Ausbeutung dieser Erfindung in Amerika lohnender sein werde als in seiner alten Heimat, übersiedelte er in die vereinigten Staaten und erlebte hier die Genugtuung, dass seine Fabrikate auf der Weltausstellung in St. Louis mit der goldenen Medaille ausgezeichnet wurden. Herr von Alpenburg, den die Witwe und eine Tochter, sowie ein großer Freundeskreis bedauern, war in der österreichischen Kolonie sehr beliebt und gehörte mehreren Vereinen, u. a. der Österreichischen Gesellschaft und der Schlaraffia als Mitglied an
(Auswanderer in der Heimat.) Aus Zams schreibt man: Jüngst weilte ein Zamserberger, Gabriel Schlatter, mit Frau und Kind daheim, welcher in Estrella, Provinz Rio Grande do Sul in Brasilien die ärztliche Praxis ausübt. Der Mann hat es zu Wohlstand gebracht. Von hier hat er sich studienhalber in die Schweiz begeben. Seinen Sohn will er auch in der Schweiz studieren lassen. Ein anderer Zamser, Anton Sumerauer, Besitzer einer Farm in Nordamerika, ist zur Erholung zu seiner Schwester nach Landeck gekommen
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