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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Drei weibliche Dienstboten des Hirnbacher-Wirthes oberhalb von Kufstein, die im gegenüberliegenden Pfarrdorf Langkampfen bei starkem Wind mit einem Wasserfahrzeug den Inn überqueren wollen, kentern nahe der Landestelle und ertrinken jämmerlich.
Fünf Tote bei Schiffsunglück in Brixlegg: „Es war an diesem Tage (14. d.M.) ein Hrn. Hofer in Hall gehöriges, schwerbeladenes Schiff, auf welchem sich 12 Menschen und die Schiffspferde befanden, bei ziemlich hohem Wasserstande des Inn auf einen Sandkegel aufgefahren, wodurch das Schiff sich drehte und jede Leitung sowie das Landen unmöglich machte. In der Folge prallte das quergestellte Schiff mit fürchterlicher Schnelligkeit nacheinander an zwei Joche der Innbrücke zu Brixlegg und brach mit entsetzlichem Krachen in seiner Mitte entzwei. Fast alle Leute vom Schiffe wurden in die Fluthen des Stromes geschleudert, dessen Wellen Menschen, Pferde und Schiffstrümmer gegen Rattenberg zutrieben. Dank der von allen Seiten herbei eilenden Hilfe gelang es noch, sieben Personen dem Tode des Ertrinkens zu entreißen. Fünf Menschenleben konnten nicht mehr gerettet werden. Von diesen fünf Verunglückten waren vier Schiffsleute und ein Handwerksgeselle.
Die sonn- und feiertäglichen Vorlesungen über die „Rettungsmittel beim Scheintode und in plötzlichen Lebensgefahren“ beginnen am 26. d. M. und werden für jedermann im Vorlesungslokale des Stadtspitals am Vormittag von 10 bis 11 Uhr fortgesetzt.
Wie sehr der verewigte Handelsmann Josef Simon Kapferer hier in der allgemeinen Achtung stand, bewies der nicht enden wollende Zug von Leidtragenden bei dessen gestriger Beerdigung, an welchem sich nebst den Mitgliedern des Handelsstandes, den Veteranen und vielen Honoratioren sämtliche Zünfte beteiligten. Der geistliche Kondukt bestand auf 31 [!] Priestern.
Öffentliche Bloßstellung noch im Tode: „Am 20. d. M. früh hat sich der Webergeselle Sebastian Kreischner von St. Johann, der bei dem Weber Jakob Astlinger dort in Arbeit stand, aus unbekannter Ursache in der Scheune erhängt. Die gerichtliche Commission erklärte ihn nach der vorgenommenen Seccierung als geisteskrank.“
Tod eines Gotteslästerers in Mareid (Sterzing): „... und der fand seine Ruhestätte auf Anordnung des k.k. Bezirksamtes im nahe gelegenen Walde.“
Sitzungsprotokoll der Handels- und Gewerbekammer Innsbruck: „In der Sitzung vom 23. Jänner d. J. wurde über Bitte der Tischler-Innung um Erwirkung einer Abänderung des hohen k.k. Statthalterei-Erlasses, betreffend das Verbot der Verfertigung von Luxus-Särgen, denselben die Weisung ertheilt, eine Preisbestimmung für drei verschiedene Sargarten nach den hier üblichen drei Condukten vorzulegen, welche nur dann überschritten werden darf, wenn eine Partei ausdrücklich einen noch luxurioseren Sarg, ohne Rücksicht auf die damit verknüpften Kosten verlangt. Dieselben haben nun folgende Preise festgestellt: 1) für einen ordinären weichholzenen Sarg mit ordinärem Anstrich 3 fl. 36 kr. RW; 2) für einen feiner gearbeiteten weichholzenen Sarg mit marmoriertem Anstrich 7 fl. 12. kr. RW; 3) für einen fein gearbeiteten weichholzenen Sarg bemalt 14 fl. 24 kr. RW. Diese Bezeichnungen findet man nicht erschöpfend, es ist daher von der Innung eine genaue Zeichnung der verschiedenen Sargarten nebst Colorirung nach der Bemalung zu fordern.
Für die über den schmerzlichen Verlust ihres Fräulein Tochter Honorata v. Kownacki tiefbetrübte Mutter, welche mit derselben auf der Reise von Lemberg nach Meran begriffen, hier deren Tod in Folge von unheilbarem Lungenleiden zu beklagen hatte, mag es doch einigermaßen tröstend gewesen sein, dass bei des Fräuleins gestern erfolgter Beerdigung die Theilnahme der hiesigen Bevölkerung an deren Begräbniszuge eine außergewöhnlich zahlreiche war, und viele Honoratioren dieser Stadt, sowie 100 weiß gekleidete Jungfrauen und Kinder dem hier verstorbenen fremden Fräulein die letzte Ehre erwiesen und deren Grab mit Kränzen und Blumen schmückten.
Eine gemischte Kommission beratschlagt in Wien, wie Selbstmörder zu bestatten sind.
In Kirchdorf hat ein irrsinnger junger Mann sich selbst entleibt. Er stach sich ein Messer in den Hals und ließ das Blut in ein Geschirr rinnen bis er ohnmächtig zusammenfiel und endlich verblutete.
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