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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Der unerbittliche Tod hat auch während der Feiertag nicht gerastet, vielmehr emsiger denn je gearbeitet. Gestern waren in der Stadt 3 Leichenbegängnisse. Um 2 Uhr Nachmittag wurde die Leiches eines im schönsten Jünglingsalter dahingerafften hoffnungsvollen Studierenden, der Sohn des Bezirkshauptmannes Hämmerle zur Erde bestattet. Eine Stunde später fand das Leichenbegängnis des pensionierten Landesgerichtsrath Anton von Kolb statt. Eine ungemein zahlreiche Menge Leute aus allen Ständen der Bevölkerung folgte endlich um 4 Uhr der leiche der Regiments-Arztensgattin Anna Stumreich, Besitzerin des bestrenomiertesten Gasthauses Breinössl´schen Gastahuases, einer allgemein geachteten, streng rechtlichen und durch großen Wohltätigkeitssinn ausgezeichnete Frau. Letztere hatte sich auch bei ihrem Ableben noch betätigt und mehrere Legate zu wohltätigen Zwecken gemacht..
Selbstmord des Husarenoffiziers K. L., Personal-Adjutant des Landeskommandierenden FML Graf Thun. (Am Montag um 8 Uhr werden in der Franziskanerkirche die hl. Seelenmessen für den Verstorbenen gelesen.)
Noch ein Selbstmord in besseren Kreisen. Im ersten Stock des Hauses Nr, 88 am Stadtplatz wohnte Stanislaus Goluchowski, das dritte von den Kindern des Agenor Goluchowski, Statthalters in Gallizien, der hier die Rechte studierte. Von einer Osterreise nach Italien kürzlich zurückgekehrt, machte er gestern abends 5 Uhr in seiner Wohnung durch einen Schuss aus einem ganz kleinen Revolver seinem 21-jährigen Leben ein freiwilliges Ende. Die erbsengroße Kugel drang mitten ins Herz, doch blieb dem Unglücklichen Zeit, aus dem Faueuil, in dem er die traurige Tat vollbracht, sich ins Bett zu begeben. Der Diener des jungen Grafen, der Mohr Giacomo Abdallah, war der erste, welcher seinen Herrn im Bette fand. Auf die Nachricht von dem Unglücke wurde das Haus bis in die Abendstunden von Leuten völlig belagert, ja die bedauerliche Nachricht ging so weit, dass sogar Sicherheitswachmänner im Hause zur Abwehr derselben aufgestellt werden mussten; s.a. 24.04. Überführung der Leiche nach Skala (Galizien); Seelengottesdienst in der St. Jakobs-Pfarrkirche
Das Töchterchen des Schriftsetzers fällt vom Kirchentaler Brüggele in den Höttingerbach und ertrinkt
Das Leichenbegräbnis für den verstorbenen Komponisten und Musikvereinsdirektor Mathäus Nagiller († 08.07.)
„Todtensärge“ (Reklame mit Bild; Lager in der Innstraße 25)
Freifrau von Schneeburg, Oberdechantin des hiesigen adeligen Damenstifts wird zur Erde bestattet.
In den Haller Innauen wird die Leiche einer alten Frau entdeckt und als die hier seit mehreren Tagen hier vermisste Frau Fumagalli erkannt. An der Hirnschale fand man eine klaffende Wunde, die wahrscheinlich durch den Stoß an einen Stein herrührt. Ferner hat man die Leiche eines neugeborenen Kindes in einem Aborte in Hötting gefunden.
Am Samstage verschied dahier nach längerem Leiden im 47. Lebensjahr Herr Josef Kiebach. Der Verblichene, der ziemlich allein in der Welt gestanden war und sich eines beträchtlichen Vermögens erfreut hatte, verewigte sein Andenken durch ein Testament, mit dem er den Armenfond der Stadt Innsbruck zum Universalerben einsetzte, und zwar so, dass ein Viertel des Vermögens der in Errichtung begriffenen städtischen Suppenanstalt, ein Viertel der Gerstner´schen Stiftung zur Beschaffung von Holz für Arme und der Rest dem algemeinen Armenfonde zufällt. Es dürfte diese großmüthige Schenkung nach Abzug von 55.000 fl. für verschiedene Legate eine Summe von 70 bis 80.000 fl. repräsentieren; s.a. das Begräbnis: „Der schöne mit der Stadt gewidmeten Kränzen geschmückte Metallsarg rührte in dem pompösen, von vier Rappen in schwarzen Decken und Kopfmasken mit Federn gezogenen Leichenwagen der Bestattungsanstalt des Herrn Pirchner hier. Hinter dem Wagen schritten zwölf Knaben aus dem städtischen Armenhause mit Kränzen, und den leidtragenden Verwandten folgte der Gemeinderath und eine ansehnliche Menge Männer und Frauen. Vor der Johanneskirche wurde nach der Einsegnung ein Grablied gesungen“ und den Nachruf des Bürgermeisters: „Josef Florian Kiebach war der Sohn des Schlossermeisters Florian Kiebach und der Karolina geb. Beyrer. Im Jahre 1828 am 19. Juni geboren, hatter er bei…
Novität: Grabkränze aus Kunstblumen
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