Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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12.03. und 13.03.1857 – Im k.k. Nationaltheater wird das Drama; „Lorbeerbaum und Bettelstab, oder: Drei Winter eines deutschen Dichters“ von Carl v. Holtei in Szene gesetzt. Der Benefiziant Karl Burggraf wurde nach allen vier Akten, nach dem 3. und 4. sogar zweimal stürmisch auf die Bühne gerufen.
Morgen findet zum zum Benefiz des als Regisseur wie als fleißiges Mitglied unserer Bühne viel beschäftigten Schauspielers Pittmann die Aufführung von Halm´s „Iphigenie in Delphi“ statt
Kommenden Sonntag soll die Saison des k..k. Nationaltheaters mit Werbers „Freischütz“ eröffnet werden (Auzählung weiterer Programmpunkte in der nächsten Zeit); a.a. 14.09. „Ihre kaiserl. Hoheiten, der Erzherzog Statthalter und Gemahlin geruhten nach Beendigung der gestrigen Oper Höchstderen volle Zufriedenheit gegen die hohen Theater-Intendanz und Herrn Direktor Walther gnädigst auszusprechen. Es wäre aber ganz gegen unser wohlbegründetes Prinzip, wollten wir uns über die einzelnen Kunstkräfte der aus allen Theilen Deutschlands nach Innsbruck eilenden Operngesellschaft schon nach der allerersten und dabei so höchst schwierigen Oper auslassen; jedenfalls erfreuen wir uns der Tatsache, dass unsere Stadt wieder ein stabile deutsche Oper besitzt!“
Erfreuliche Kritik für das Ensemble des k.k. Nationaltheaters: Die Tragödie „Narciss“, ein Produkt der Neuzeit, wurde mit einer Präcision gegeben, welche man Vollendung nennen kann. „Steffen Langer“, das Original-Lustspiel von Charlotte Birch-Pfeiffer gibt uns Veranlassung, nebst den bekannten wieder neue Kräfte zu nennen: Hr. Jäger, Frl. Lang, Hr. Binder, Frl. Berger, Hr. Kochanski, Frl. Brandenburg, Hr. Winter und Hr. Hofmann werden durchwegs gelobt.
Theater Revue: Am 10. Oktober „Lumpazivagabundus von Nestroy. Die Aufführung dieser anerkannt guten Posse war – den von Frau Braun getanzten Solo-pas, mit welchem sich diese brave Tänzerin Applaus und Hervorruf erwirkte, ausgenommen - unter aller Kritik schlecht und äußerst stümperhaft. Vom ganzen sehr zahlreich versammelten Publikum wurde vom Anfang bis zum Schluss der Vorstellung peinlichstes Schweigen beobachtet. Wir haben nunmehr sämtliche Kräfte der gegenwärtigen Theatergesellschaft zur Genüge kennengelernt und urtheilen gewiss nicht zu streng, wenn wir behaupten, dass zwei Drittel derselben durchaus unfähig ist, den ihr zugewiesenen Platz nur erträglich auszufüllen. Wir kennen die allgemeine Entrüstung des Publikums über den Umstand, dass die Bühne des Innsbrucker Nationaltheaters so tief herabsinken konnte; wir theilen diese Entrüstung, ohne untersuchen zu wollen, worin die Schuld liegt.
Die Aufführung des historischen Schauspiels „Philippine Welser“ von Oskar v. Redwitz wird angekündigt.
Die vorgestern zum Vortheile durchziehender Krieger im k.k. Nationaltheater stattgefundene Vorstellung des effektvollen, vom edelsten deutschen Patriotismus belebte Schauspiels: „Ein deutscher Krieger“ von Bauernfeld, kann nicht nur in Anbetracht des humanen Zweckes, sondern auch der fleißigen, exakten Aufführung als eine höchst zufriedenstellende bezeichnet werden.
Im k.k. Nationaltheater gelangt zum ersten Male die Zauberposse „Paperl, oder: Der unzufriedene Capitalist“ von Carl Elmar zur Aufführung. Musik von Franz v. Souppé. Zum Schluss: „Zwei junge Leut´mit alte Gsicht“ (A landliga Gspaß)
Im k.k. Nationaltheater wird das Lustspiel „Der glückliche Familienvater“ bei festlich beleuchtetem Hause gegeben, welche Vorstellung unser dht. Erzherzog-Statthalter Carl Ludwig durch seine Anwesenheit beehren wird
Unsere Theatersaison wurde gestern unter günstigen Auspicien mit der großen Oper „Robert der Teufel“ eröffnet. Schon das vorangegangene Festspiel mit der brillianten Ouvertüre des neuen Kapellmeisters Hummel war geeignet, das zahlreiche Publikum in die günstigste Stimmung zu versetzen
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