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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Gemeinderatssitzung: Das Gesuch der Fiaker, sie von dem Dienste, bei Ankunft eines jeden Zuges am Tage eine bestimmte Anzahl von Fuhrwerken auf dem Bahnhof zu stellen, zu entbinden, da sie dadurch einen Verdienstentgang erleiden, wird nach längerer Debatte abgelehnt. Die Beratung über Anbringung von Tafeln an den Straßen, in denen das Radfahren verboten ist, wird vertragt.
Sitzung des Wiltener Gemeinderates; Radfahrordnung: „In allen Straßen der Gemeinde Wilten vom Bergisel bis zur Stadtgrenze dürfen die Fahrer nur in der Geschwindigkeit eines mäßigen Pferdetrabes fahren; nie aber dürfen Straßen und Plätze zu Wettfahrten oder Übungsplätzen verwendet werden. Weiters ist nicht gestattet, dass zwei oder mehrere Radfahrer in einer Stirnreihe und ohne einen Zwischenraum von mindestens drei Radlängen hintereinander fahren. Bei Straßenkreuzungen oder Einmündungen, dann durch die Triumphpforte, bei starken Straßenbeugungen, so namentlich in der Strecke von der Leopoldstraße, von der Fischergasse bis zur Heiliggeiststraße, hier mit besonderer Rücksicht auf die Schulkinder, dann an Markttagen, bei Leichenbegängnissen und anderen Menschenansammlungen, darf der Radfahrer nur im Schritt, d.h. nur so schnell fahren, dass ein erwachsener Mann mit ihm Schritt halten kann etc.“
Fahrlegitimationen für Radfahrer
Besteuerung der Radfahrer: In der gestrigen Sitzung des Gemeinderates griff GR Wopfner den zu Beginn des Jahres prinzipiell gefassten Beschluss, auf den Radfahrsport eine Umlage einzuheben, wieder auf. Es sei dies eine ganz billige (vernünftige) Luxussteuer. Er verwies auf Wien, wo der Fahrer sein Rad faktisch stundenweit ziehen muss und 5 fl. Taxe und 5.50 fl. Aufnahmegebühr zahlen muss.GR Wopfner wünschte Aufklärung, warum diese Steuer nicht eingehoben werde, wenn eine Bewilligung des Landtages notwendig sei, möge man diese einholen. GR Zösmair meint, dass die Radfahrer nichts dagegen haben werden, wenn auch eine größere Fahrfreiheit gestatten werde. Die Taxe sei auch das einzige Mittel, um sich die wilden Fahrer (d.h. die ohne Lizenz) vom Leibe zu halten.
In Pradl wird ein generelles Radfahrverbot erlassen (dessen Gesetzlichkeit vielfach bestritten wird; s.a. 12.06.)
Vom Radfahrerunglück am Zirler Berg (Schlagzeile in süddeutschen Blättern: „Der Radfahrer Sontheimer – ermordet?)
Der Strafrichter des zweiten Bezirks in Wien, Adjunkt Dr. Fischböck, äußerte sich über das Fahrrad und dessen Anwendung in folgender bemerkenswerter Weise: „Das Fahrrad ist ein äußerst gefährliches Vehikel, welches die dem Publikum in einer Großstadt ohnehin durch die Verkehrsmittel drohenden Gefahren um eine neue überaus große Gefahr vermehrt hat. Derjenige, welcher das Fahrrad, welches gewiss nicht ausschließlich dem Sport dient, benützt, muss mit der Führung dieses Verkehrsmittels vollkommen vertraut sein. Wenn aber ein ungeübter Radfahrer auf belebter Straße fährt, so gefährdet er hierdurch schon die körperliche Sicherheit“; s.a. 24.08.1897 „Rücksichtslosigkeit und Feigheit ist die Signatur gewisser Radfahrer“; 17.08.1898 Fahrerflucht „I konn nichts dafür“; 11.10.1898 Selbstjustiz (eine Dame ohrfeigt einen Radfahrer); „Radsport“ 02.06.1899; s.a. 31.08. Radfahrfeindliche Offiziere
Fahrraddiebe
Radlerpoesie
Entwicklung des österreichisch ungarischen Verkehrswesens
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