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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Am heutigen Tage wurde auf der hiesigen Radrennbahn unter der Leitung eines behördlich geprüften Fachlehrers eine Automobilfahrschule eröffnet. Unterrichtsstunden sind täglich von 4 bis 6 Uhr nachmittags. Das Honorar für einen fünfstündigen Unterricht beträgt 30 Kronen. Für bereits geübte Fahrer ist der Preis für die Benützung des Automobils auf eine Viertelstunde mit 2 Kronen festgesetzt
(Erste Automobilwagenfahrt von Garmisch nach Innsbruck.) Gestern abends ist hier ein neuer, noch in unausgestattetem Zustand befindlicher Automobil-Omnibus (12 Sitzer mit 15 Pferdekräften) der hiesigen Automobilwagen-Gesellschaft, aus Garmisch angekommen. Der Omnibus, welcher aus der altbekannten und bestrenommierten Firma Benz und Co. in Mannheim stammt, braucht zur Zurücklegung der Strecke von Garmisch über Mittenwald - Scharnitz - Seefeld - Zirl nach Innsbruck die unglaublich kurze Zeit von 4 Stunden 38 Minuten.
(Gewerbliches.) Die Wagenfabrik Josef Engl in der Heiliggeiststraße in Wilten hat soeben einen großen Hotelomnibus nach dem neuesten französischen, von England stark beeinflussten Muster fertiggestellt, der dieser Tage an das neue Palasthotel „Brostol“ in Bozen abgeliefert wird. Der Omnibus präsentiert sich äußerlich durch gut zusammengestellte Lackierung überaus prächtig (detaillierte Beschreibung)
Es wird gewiss weitere Kreise interessieren, zu erfahren, dass gegenwärtig auch in Innsbruck Versuche mit einem lenkbaren Luftschiff gemacht werden. Der Erfinder desselben, Monteur Josef Wartscher ist ein Tiroler, aus Lienz gebürtig. Wartscher hat fast fünf Jahre an seinem Projekt gearbeitet, ehe es ihm gelungen ist, Gönner zu finden, die sich an der Verwirklichung seines Projektes beteiligen. Im Gegensatz zu Zeppelin, der seine Versuche in großartigem Maßstab anstellte, baut Wartscher vorerst ein circa 16 Meter langes Modell seiner Erfindung, und erst wenn die Versuche mit demselben einen Erfolg verbürgen, wird an den Bau des Luftschiffes in wirklicher Größe geschritten. Dasselbe soll 6 Mann tragen und eine Länge von 75 Meter haben. Das Modell wurde nach den Angaben des Erfinders in der Werkstätte des Mechanikers Josef Holzhammer hergestellt. Gestern wurde eine provisorische Füllung des Ballons vorgenommen, die zur vollsten Zufriedenheit ausgefallen ist, und bis Ende der nächsten Woche soll das Modell so weit fertig sein, dass die Versuche mit demselben beginnen können; s.a. 28.12.
Wie wir hören, sollen die Vorarbeiten zur Erprobung von Wartschers Rahmenluftschiff nahezu beendet sein, nur das den Gasballon umspannende Netz ist noch nicht ganz fertig, und es wird immerhin noch 8 Tage dauern, bis man neuerlich mit Versuchen beginnen kann. Bereits vor vier Wochen wurden Probefüllungen des Ballons vorgenommen, die jedoch zur Herstellung eines neuen Ballons aus Perkailstoff führten, da Watscher mit dem zuerst bestellten Ballon aus Pergamentpapier seiner geringen Festigkeit wegen nicht zufrieden war. Der neue Ballon ist nun bereits fertig. Da im hiesigen Gaswerk kein genügend hoher Druck ist, den Ballon in normaler Zeit zu füllen, beabsichtigt der Erfinder zur Füllung des Modells Wasserstoffgas zu verwenden, welches er in comprimierten Zustande in Stahlflaschen von Wien beziehen will. Mit Wasserstofgas ist die Füllung des Modells, welches ungefähr 90 Kubikmeter Gas fasst, in einer halben Stunde beendet, während bei Leuchtgas infolge des geringen Druckes 6 – 7 Stunden nöthig sind.
F.: Die Brennerstraße im Alterthum und im Mittelalter
Ballonfahrt von München nach Imst (Landung in Obtarrenz)
Donnerstag abends konnte von der Haller Innsbrücke aus das Befahren des Innstromes mittels einer Barke, eines sogenannten Seelentränkers, welche durch 2 Segel gelenkt werden kann, beobachtet werden. Der Insasse dieses niedlichen Fahrzeuges, ein k. u. k. Oberlieutenant der hiesigen Militär-Garnison, war aber diesmal infolge Umkippens desselben genöthigt, durch Schwimmen dem rechten Innufer zuzusteuern und nach nochmaligem leider vergeblichen Versuche, das Fahrzeug an das Land zu bringen, es der hochgehenden Wasserflut preiszugeben. Dieser Vorfall veranlasste eine größere Menschenansammlung
Der Tiroler Luftschiffer Wartscher wurde am 27. Jänner in Wien von Erzherzog Leopold Salvator empfangen, der sich bekanntlich für die Luftschifffahrt sehr interessiert und mit Herrn Hauptmann Hinterstoisser, dem Commandanten der militäraeronautischen Anstalt, Freifahrten gemacht hat. Derselbe empfing Herrn Wartscher in höchst leutseliger Weise in seinem Arbeitszimmer und ließ sich von ihm genaueren Aufschluss über die Construction seines Luftschiffmodels geben
Automobilfahrt der Autofahrerclubs Wien und Paris über den Arlberg; s.a. 23.06., ff.
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