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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Auffällig ist die Zahl der läufigen Hündinnen, welche derzeit im großen Gefolge von Hunden aller Art in der Stadt herumlaufen, wobei es an höchst skandalösen Szenen nicht fehlt. Die Besitzer solcher Hündinnen würden besser thun, dieselben während der Dauer ihres Zustandes eingesperrt zu halten. Es ist nicht sehr erbaulich, wenn, wie es vor einigen Tagen der Fall war, eine ganze Schaar von Knaben, die eben die die städtische Schule zu gehen in Begriff waren, eine solche obenangedeutete Szene mit großer Neugier umstehen.
Das Tombolaspiel
Bei einer kürzlich stattgehabten Bauernhochzeit im Zillertal gelangten nachstehende Speisegattungen auf den Mittagstisch: Nudelsuppe mit Würstl, sauere Kuttelflecke, Kalbskopf mit Butterstöckl, Knödl mit Kraut, Rindfleisch mit Mandelkren, Nierenbraten mit Zwetschken, Eingemachtes mit Pastete, gebeizter Kalbsschlegel mit Leber, Milchreis mit Weinbeeren und Zibeben, gemischter Kalbs- und Schweinebraten, Geflügel, und endlich als zwölfter und letzter Gang ein großer Torten..
Dozenhacken
Büffelochsenfleisch aus Amerika importiert, wird nunmehr in Reutte verkauft und zwar das Pfund zu 23 kr. Das importierte Fleisch hat das Ansehen, als rühre es von einem eben geschlachteten Ochsen her, ist stark eingesalzen und soll ganz gut munden (s.a. den Bericht aus dem Tiroler Boten vom 18.03. „Dieses Fleisch ist als Nahrungsmittel nur dann genießbar, wenn es nach tageweisem Einwässern, mehrfachen Absieden des Fleisches und Abseichen des höchst übelriechenden Fleischwassers saft- und kraftlos gemacht, mit einer Sauce von anderem guten Fleische, Zwiebel und Knoblauch eingemacht und derart mit Ingredienzien und Zuspeisen in weit größerer Überzahl als das fragliche Büffelochsenfleisch überdeckt, zum Essen hergerichtet wird. Wir haben uns verpflichtet, dies zur Kenntnis des lesenden Publikums zu bringen, um jedermann vor einem solchen Lebensmittel zu warnen.“)
Warnung vor ungesundem jungem Bier, das in einigen Gastbetrieben Innsbrucks ausgeschenkt wird (Bierkeller unterhalb des Husslhofes, Tschurtschenthaler Keller)
Klagen über die Bierqualität und die Preise
Innsbruck: ein Mädchen wird auf offener Straße von Burschen attackiert und vermutlich sexuell belästigt („Sie trieben mit demselben einen hier nicht zu beschreibenden Unfug“) s.a. 24.11. (kein Attentat auf die Sittlichkeit, sondern nur eine Büberei)
Der jährliche Verbrauch von Rindfleisch in Innsbruck kann gering mit 14.000 Zentner angenommen werden.
In der Rubrik „Eingesandt“ findet sich an diesem Tag folgender bemerkenswerte Eintrag: „Wir möchten uns an die so sittenstrengen Tiroler Stimmen die bescheidene Anfrage erlauben, ob sdie in ihrem gestrigen Inserat angekündigten Präservatives in Gummi und Fischblase, von 1 bis 4 fl das Dutzend etc. etc. zu haben bei Johann Zieger in Wien, Taborstraße 52 bei richtigem Gebrauch unfehlbar gegen die vom § 163 a, b G.B. ins Auge gefassten Folgen schützen. Um freundliche Auskunft wird gebeten. Mehrere Neugierige.“
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