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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Bemerkungen zum Innsbrucker Bier: „Die Nachricht, dass zwei Bräuer aus München die Kapferer´sche Bräuerei übernehmen werden, dürfte sicher das hiesige biertrinkende Publikum nicht unangenehm berühren. Bisher nämlich scheint in den hiesigen Brauerein die Ansicht geherrscht zu haben, dass die Gastwirthe und durch sie das konsumierende Publikum in Innsbruck ausschließlich auf sei angewiesen sei, und sass sie daher ohne Gefahr für ihre Interessen demselben ein Getränk brauen dürfen, das manches Mal kaum den Namen Bier verdiente.
Schwurgerichtsverhandlung gegen zwei wälsche Hausierer, die im Gasthaus „Greifenhof“ in Reutte, somit in einem öffentlichen Locale, am 27. Jänner d. Jahres 35 obscöne, die Sittlichkeit in hohem Grade verletzende Fotographien herumgezeigt und zum Verkaufe angeboten haben. Die Beschuldigten werden zu 2 Monaten Kerker verurteilt. Der Käufer der Bilder, ein 19jähriger Metzger aus Reutte, der die Bilder später stolz mehreren Personen gezeigt hatte, wird von der Übertretung des § 516 St.G.B. hingegen freigesprochen.
Der Professor der angewandten medizinischen Chemie, Herr Dr. Löbisch, las gestern über die Chemie des Bieres. Es sei hervorgehoben, dass Prof. Löbisch das Bier nicht als Nahrungs-, sondern nur als Genussmittel anerkennt, denn bei dem geringen Eiweißgehalte desselben müsste der Mensch 23 Liter täglich trinken, um so viel Eiweiß in sich aufzunehmen, als er täglich konsumiert. In diesem Quantum ist nur soviel von diesem Nährstoffe erhalten, wie in gutem Brode um 3 Kreuzer.
Aushebung eines illegalen Bordells in Hötting scheitert am ausgeklügelten Alarmsystem des Etablissements: In einem einsam stehenden Häuschen der Nachbargemeinde Hötting ging es zur Nachtzeit nicht ganz richtig her. Allerlei Gesindel, Männlein, Weiblein, that sich dort nächtlicher Weise zusammen und es gab viel Gerede über ihr nächtliches Treiben. Die Ortspolizei beschloss daher der Sache auf den Grund zu kommen und sann auf einen Überfall. In der dunklen Nacht der letzten Woche rückte unter Gendarmerieassistenz eine Streifenpatrouille gegen dies Häuschen an. Auf einer ziemlichen Entfernung vom Häuschen stolperte der vorangehende Gendarm über einen am Boden liegenden Draht, ihm nach der Gemeindediener, zugleich aber tönten in der Nähe des Häuschens Schellen und Glocken und bevor die Streife angerückt kam, war schon der männliche Theil der Zusammenkünfte auf der dahinter liegenden Anhöhe verschwunden und nur der weibliche Theil der Gesellschaft übrig. In einem weiten Umkreis um das Häuschen waren Pfähle eingeschlagen, an denen in Fußhöhe ein Draht verlief. Von diesem aus waren Drähte bis an das Haus gezogen, welche bei der leisesten Berührung des Ersteren Schellen und Glocken klingen machten und so rechtzeitig warnten.
Das Fastenpatent schreibt vor: nur einmalige tägliche Sättigung während der Fastenzeit für alle, welche das 21. Lebensjahr vollendet und keine giltige Entschuldigung haben; das Fleischessen ist verboten an Feiertagen und Samstagen; am Aschermittwoch, Quatembermittwoch und in den letzten drei Tagen der Charwoche; an den übrigen Tagen ist der Genuss von Fleisch erlaubt und zwar an Sonntagen ohne Beschränkung, an den anderen Tagen aber nur mittags und mit dem schuldigen Abbruche auch abends. Außer der Fastenzeit sind gebotene Fasttage, an denen der Genuss von Fleischspeisen verboten ist: die Quatember-Mittwoche, Freitage und Samstage, Mittwoch und Freitage im Advent, die Vorabende vor Weihnachten, Pfingsten, Peter und Paul, Maria Himmelfahrt und Allerheiligen. In der Fastenzeit, sowie außer derselben dürfen an den tagen, an denen Abbruch geboten ist, an der nämlichen Mahlzeit nicht Fleischspeisen und Fische genossen werden; der Gebrauch von Rinds- und Schweineschmalz ist alle Tage gestattet; den Reisenden ist es auf den Bahnstationen auch an Fasttagen gestattet, Fleischspeisen zu genießen; denjenigen, welche an eines anderen Tisch angewiesen sind, gegen ihren Willen Fleischspeisen zu genießen, wird der Seelsorger oder Beichtvater Dispens ertheilen. Wenn ein gebotener Feiertag auf einen Fasttag fällt, ist der Genuss von Fleisch erlaubt..
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