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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Die neue Einführung des löblichen Magistrats betreff die Aufbewahrung der Abfälle in Fässern oder Kisten findet von einem Theil der Hausbesitzer entschiedene Missbilligung, und auch mit Recht. Viele haben eben keine Hofräume oder doch keinen solchen, die allen Partheien leicht zugänglich sind. Namentlich in der Altstadt trifft man Hausfluren, wo kaum ein Fass Raum genug hat. Tritt nun die wärmere Jahreszeit ein, wo wird sich bald ein gesundheitschädlicher Geruch bemerkbar machen, abgesehen von der Zuziehung von Ungeziefer, wie Ratten, Mäuse etc. Selbst feuergefährlich kann diese Art der Aufbewahrung von allerhand Abfällen werden. In den neuen Stadtanlagen, wo die Bauanlagen darnach sind, mag das durchführbar sein, in den älteren Gebäuden treten aber bedeutende Missstände ein. Übrigens bemerkt man schon jetzt die Ritschenöffnungen verwahrloster wie früher, da nicht mehr regelmäßig gekehrt wird, und das Abholen mit Fuhrwerk dürfte entschieden kostspieliger sein. Ein Hausbesitzer. – Die Redaktion kann nicht umhin, diese Beschwerde im Interesse der Reinlichkeit der Stadt mit einigen Worten zu beleuchten. Der Herr Einsender sagt, es sei in manchen Häusern wegen Mangel an raum diese Einrichtung undurchführbar. Wie war früher die Gepflogenheit? Es wurde das Kehricht und die Wirtschaftsabfälle den Tag über in den Wohnungen angesammelt und dann am Abende auf…
Umweltschutzvorstellungen anno 1884: „GR. Bederlunger macht auf die üble Sitte der Bewohner der Kirschentalgasse, den Hausunrat, statt (!?) in das Höttinger Bachl auf die Gasse zu werfen, aufmerksam.“
Dem Ansuchen der Hausbesitzerin Kriebernik in Dreiheiligen um unentgeltliche Überlassung eines Stück Grundes zum Baue eines Aborts, da sie den bestehenden beseitigen muss, weil die Statthalterei die Mündung der Aborte in den Sillkanal nicht mehr gestattet, wird keine Folge gegeben. GR Wackernell bedauert das Vorgehen der Behörde, betreffs Beseitigung der in den Sillcanal mündenden Aborte, der er nicht ganz so überzeugt sei, dass die Ableitung einzelner Cloaken in den Sillcanal gesundheitswidrig sei
Die Museumstraße wird gegenwärtig neu canalisiert. An Stelle der zwei bisher zu beiden Seiten der Straße verlaufenden Ritschen wird eine Ritsche in der Mitte der Straße geführt. Diese große Arbeit ist die Vorläuferin einer noch größeren: der Pflasterung der Straße bis zum Meinhardscanal, die im Laufe des heurigen und kommenden Jahres durchgeführt wird.
Sitzung des Gemeindeausschusses von Wilten: Der Rekurs der Gemeinde Wilten gegen das Verbot des Ausgusses der Latrinenfässer in den Inn beim Huter´schen Ziegelwerk wird vom Ministerium abgewiesen.
Generalprojekt für die Kanalisation der Stadt Innsbruck; die Kostenschätzungen belaufen sich auf 460.000 fl., jene für den Stadtteil Saggen, dessen Kanalsystem nicht sofort zum vollständigen Ausbau gelangen muss, auf 320.000 fl.; s.a. 19.02. Beschreibung des Kanals in Saggen (Herstellung eines Wasserkanals von 0,45 m weiten Eisenröhren, der östlich des Löwenhauses in den Inn mündet; dieser Kanal ist lediglich zur Ableitung der Meteor- und Schmutzwässer, nicht jedoch für Fäkalien bestimmt; er wird zuerst auf eine Länge von 118 m in den städtischen Verbindungsweg zwischen Saggenstraße und Ferdinandsallee verlegt, überquert dann die ärarische Straße beim Löwenhaus und den dazugehörigen nördlich gelegenen Gehweg und läuft dann über den Grund des Löwenbräubesitzers Franz Pötsch bis zum Innfluss)
Kanalisation in Saggen: Nach dem hieramts aufliegenden Projekte beginnt der Kanal an der Kreuzung der Siebererstraße, durchzieht die Claudiastraße bis zu deren Einmündung in die Falkstraße, verlauft in letzterer und mündet mit ihr in die Ferdinandsallee ein, folgt sodann dem Zug der letzteren an der rechtsufrigen Kettenbrückenrampe vorüber, um nach dem Verlassen derselben unmittelbar oberhalb der Trambahnbrücke in den Inn auszumünden. Diese Ausleitung ist nur eine provisorische. (Eine Abzweigung vom Hauptcanal)
Infolge einer Ritschenverstopfung bot die Herzog Friedrichstraße Samstag nachmittag dort, wo die Ottoburg mit dem äußersten Theile des Lauben einen stumpfen Winkel bildet, das Bild einer Überschwemmung. Das durch die Canalgitter emporquellende Wasser erfüllt die Niederungen der genannten Straße mit schmutzigem Wasser, welches so hoch stieg, dass es sogar in die einzelnen Geschäftslocale eindrang und das Auffahren der Dampfspritze nothwendig machte, mittelst es bald ausgepumpt wurde. Dieser unliebsame Vorfall soll dadurch entstanden sein, dass die in das Flussbett des Inns geworfene Millabfuhr die Ritschenmündung verstopfte und das Wasser anstaute. Abgesehen davon, dass die hässlichen, stinkenden Millkegel längs der Innufer nicht zur Stadtverschönerung beitragen, sollte die Millablagerung dortselbst schon aus sanitären Gründen verboten werden
In der am 28. v. Mts. abgehaltenen Sitzung des Naturwissenschaftlich-medicinischen Vereins sprach Prof. Dr. J. Blaas über die „Wasserversorgung und Canalisation“. Nachdem der Vortragende auf das Missverhältnis hingewiesen hatte, das an vielen Orten mit moderner Wasserversorgung zwischen der zugeführten Wassermenge und der Art der Ableitung des Wassers nach dem Gebrauche besteht, gab er zunächst ein übersichtliches Bild der Wasserversorgung in Innsbruck und Wilten, besprach sodann die bestehenden Canalisationsverhältnisse und deren Mängel, woraus hervorgeht, dass die vorhandene Canalisierung kaum ausreichend war für die Zustände vor der Einführung der neuen Wasserversorgung, nunmehr aber, unter wesentlich geänderten Verhältnissen, ganz unhaltbar geworden ist. Die Schilderung der durch die größere und allgemeinere Wasserzufuhr und die manigfaltige Verwerndung des Wassers hervorgerufenen Übelstände infolge der mangelhaften Abfuhr des gebrauchten Wassers lässt keinen Zweifel. Außerordentlich klar erschienen diese Verhältnisse bei einem Einblicke in den geologischen Aufbau des Untergrundes des Gebietes von Innsbruck-Wilten, den der Vortragende durch eine ausführliche Darlegung dieses Aufbaues den Zuhörern gab. Es geht daraus hervor, dass eine Canalisation des Stadtgebietes allein durchaus nicht genügt. Sollten die gefürchteten sanitären Übelstände vermieden werden, so mus in das Canalisationssystem nothwendig Wilten miteinbezogen werden. Eine solche umfassende Canalisation liegt in dem Entwurfe des Stadtbaurathes Herrn Tochtermann vor
Die Kanalisation der Stadt Innsbruck (Beilage): Die Stadt Innsbruck besitzt eine Trinkwasserleitung, welche es ermöglicht, allen modernen, an eine Wasserleitung zu stellenden Anforderungen im vollsten Maße gerecht zu werden. Hingegen fehlt es durchaus an genügenden Einrichtungen, um das verbrauchte, in reichlichem Maße zur Verfügung stehende Wasser auch zweckdienlich zur Ableitung bringen zu können. Die derzeitige Entwässerung erfolgt durch ein System von ziemlich regellosen Abzügen, sogenannten Ritschen, nach dem zunächst gelegenen Rezipienten, d. i. in den Inn bzw. in den Sillfluss. Ein großer Teil dieser Ritschen, so namentlich in den älteren Stadtteilen, rührt noch von offenen Gräben und Rinnen her, welche seinerzeit diese Stadtteile durchzogen und nicht nur zur Abfuhr der Schmutz- und Regenwasser, sondern auch zur Wasserentnahme für den öffentlichen und häuslichen Bedarf an Nutzwasser dienten und welche später, als durch Zunahme der Bevölkerung und Vergrößerung der Stadt die offene Ableitung besonders für den Verkehr sehr lästig geworden, überdeckt wurden. Dass diese Kanäle, welche ohne jeden systematischen Zusammenhang, nur nach dem jeweiligen Bedürfnis hergestellt wurden, vermöge ihrer Anlage, namentlich wegen ihrer geringen Tiefenlage, des äußerst unregelmäßigen Längenprofiles, des zumeist mangelhaften Querschnittes und der Art und Weise der Ausführung absolut nicht geeignet sind, nur halbwegs einer genügenden Abfuhr der Regen- und…
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