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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Die Vorstadt Kohlstadt erhält gegen Norden eine sich jährlich verschönernde Fronte durch Neubauten. Es wurde dort ein neues Wohnhaus für Herrn Nussbaumer eben unter Dache gebracht [Veronka Gruber, Die bauliche Entwicklung, S. 225, Gärbergasse 5, heute Jahnstraße 23, Bp. 730 KN 358 EZ 386 II; 1864 April, Genehmigung zum Bau einer Werkstätte mit zwei Stockwerken; Nussbaumer Johann, Lederwarenfabrikant]. Die dortige Sägemühle hat durch neue Bauten ebenfalls ein gegen früher viel gefälligeres Aussehen erhalten [Gärbergasse 1, heute Jahnstraße 19; Bp. 734, KN 356, EZ 383 II; 1822 Bau einer Stampf, 1864, Juni, Genehmigung zum Umbau der Mühle; damals im Eigentum des Pichler Johann, Stadtschmied, stehend]. Die Lokalitäten des vormaligen Bräuhauses des Herrn Tschurtschenthaler [wahrscheinlich Innrain 3, Bp. 249, KN 141 1/2, EZ 147 II; das Brauhaus wurde 1811/1812 errichtet; 1860 Umbau der Läden gegen den Marktgraben hin (?)] werden eben abgetragen, um einem zweistöckigen Zinshaus Platz zu machen. Die neuen Eigenthümer der kleinen zwei Häuser hinterhalb der St. Johanneskirche lassen dieselben durch Zubauten bedeutend vergrößern [Innrain 38, Bp. 275, KN 160 1/2 EZ 174 II; April 1864 Anbaugenehmigung und Aufbau eines zweiten Stockwerks; aber schon 1868 Genehmigung zum Abbruch und Wiederaufbau des Hauses; 1878 Genehmigung zum Bau einer Werkstatt; Eigentümer Hohenauer…
Vormittags wurde die Poststraße unterhalb Hochfinstermünz zwischen den Tunneln (Gallerien) durch einen beträchtlichen Felsenbruch in der Länge von beiläufig 30 Klaftern theilweise, wo sie felsiger Unterlage entbehrt, zerstört und in die Tiefe geschleudert, sodass der Verkehr für Fuhrwerke und Personen dermal gänzlich gesprerrt ist. Die Kommunikation zwischen Pfunds und Nauders ist indessen für Fußgeher und höchstens einspännige Fuhren auf der alten Finstermünzerstraße und auf schlechten Seitenwegen möglich
Bautätigkeit in Innsbruck: „Fertig werden in diesem Jahre der hübsche Anbau an der Kapferer´schen Bräuerei zu Dreiheiligen und der zwei Stock hohe Anbau an das Haus des Hrn. Tschurtschenthaler gegenüber dem Hofschmiedehaus. Zu letzterer werden die Fenstereinfassungen in Hrn. Baumeister Norer´s Werkstätten aus Portland Cement gegossen, und gewähren dieselben bei gleicher Festigkeit zu billigerem Preise das hübsche Aussehen der feinsten Steinmetzarbeit in Sandstein. In Wilten baut einer der andauerndsten und thätigsten Bauherrn, Hr. Tischlermeister Müller sich heuer wieder ein großes Zinshaus neben dem bereits bestehenden großen Hause desselben. Die Wiederherstellung des Monument Annasäule ist seit kurzem wieder energisch in Angriff genommen worden. Dass die Brennerbahn mit frischer Emsigkeit fortgebaut wird, ist selbstverständlich.
An der Bahnhofstraße gegenüber dem Baur´schen Hause wird durch Herrn Baumeister Peter Huter sen. für Herrn J. Boskarolli ein Neubau aufgeführt, wozu die Grundaushebungen dermal in Arbeit genommen sind
Herr Visneider hat im sogenannten Geist Anger zu Wilten eine bedeutsame Grundfläche angekauft, um sich dort einen großen Garten anzulegen und in demselben ein Wohnhaus erbauen zu lassen; die Einfahrtsgasse zu diesem Baugrund wird östlich an der Triumphpforte angelegt und ist der unterste Theil des dortigen Neuner´schen Gartens deshalb durchschnitten.
Die Vermessung der projektierten neuen Straße, welche die abgelegene und völlig unzugänglichen Gemeinden Sellrain, Gries mit Praxmar und St. Sigmund mit der Gemeinde Kematen und sohin mit der Landeshauptstadt Innsbruck in Verbindung setzen soll, ist bereits vollendet. Wir danken mit gerührten Herzen dem hochw. Herrn Prälaten des Wiltauer Klosters, welcher von der Nothwendigkeit dieser Straße einerseits und von der Armuth der Gemeinden andererseits durchdrungen die außerordentliche Güte hatte, sämtliche Vermessungskosten aus seiner Kasse zu berichtigen.
Brückenbau in Hall: Am diesseitigen Innufer ist der Rost samt Holzboden fertig und wurde heute mit dem Setzen der Quadersteine für diesen Landpfeiler begonnen; von den vier Pfahljochen sind drei nahezu vollendet, das vierte noch nicht begonnen. Zum jenseitigen Landpfeiler sind eben erst die 55 Pfähle eingerammt.
Ein Teil des Weges von der Museumstraße durch die Sillgasse bildet einen förmlichen Sumpf und bleibt ein Skandal für die Stadt, die für die Reinhaltung der Straßen so viel verwendet
Die Neustadt wird in der nächsten Zeit eine neue Zierde erlangen. Herr (Michael) Obexer wird das ehemals Hospische Haus (Kaufmann Quirin Hosp) nach einem schönen gothischen Plane des Herrn Christoph jun. umbauen. Die Fassade des Hauses zeichnet sich nicht nur durch elegante und reiche Formen, sondern auch durch einheitliche Gestaltung auf das Vortheilfafteste aus (es handelt sich um das Haus Maria Theresienstraße 15 in dem heute die Tyrolia-Buchhandlung untergebracht ist): s.a. 08.05. „Es ist das Geburtshaus unseres Dichters Hermann v. Gilm, der 1812 hier die das Licht der Welt erblickte. Wie löblich wäre es nun, wenn der neue Besitzer des Hauses, den wir als einen gebildeten Mann kennen, den Neubau mit der Büste Gilms, oder wenigstens eine Marmortafel schmücken würde!“
Das Haus Nr. 15 in der Pfarrgasse, gegenwärtig im Besitze der Gebrüder Ettel, dürfte vielleicht eines der ältesten und interessantesten der Stadt Innsbruck sein. Wann selbes erbaut wurde, lässt sich nicht leicht nachweisen. Laut Urkunde wurde es anno 1575 von Dr. Christostomus Hofstetter an Jakob Zoller v. Zollershausen, Pfleger zu Vellenberg, Inhaber der Herrschaft und Landgerichts Sonnenburg verkauft. Anno 1637 ging diese Behausung käuflich an Baron Zech, Inhaber des Gerichtes Stubai über. Nach Staffler´s Geschichte von Tirol stand auf diesem Platze das St. Jakobs-Kirchlein in der Au anno 1200, das als erste Pfarrkirche verwendet wurde, und wovon die Abbildung in färbigem Holz eingelegt, in der Kapelle zu sehen ist. Später wurde auf derselben Stelle das gegenwärtige Haus erbaut, mit schönen Öl-Freskogemälden geschmückt, mit den 12 Aposteln und Kreuzweg, mit einem hübschen altdeutschen Flügel-Altar und Schnitzwerk geziert. Die Wände, circa 5 Schuh hoch, sowie die Kirchenstühle sind mit schönen färbigen Holzmosaiken überzogen mit der Jahrzahl 1575. Laut Einweihungsurkunde wurde die Kapelle 1582 vom Weihbischof Johann Nas (Nasus) eingeweiht, mehrere Reliquien im Altar eingelegt und Ablässe darauf verliehen, und ist eine vollkommen eingeweihte Kirche, um deren Bewilligung zum Messe lesen nicht nachgesucht werden darf. Der ganze Bau, die festen Gewölbe mit stark…
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