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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Notjoch für die Innsbrucker Innbrücke (hoffentlich das letzte)
Bei der Bürgerausschuss-Sitzung am 5. April wurde das Erklären des Herrn Dr. Karl Albaneder verlesen, dass er bereit sei, den durch den Abbruch des Löwenegg´schen Hauses notwendig werdenden Bau einer Facade an seinem Hause gegen die Landhausgasse (obwohl deren Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen) aus Eigenem zu bestreiten, gegen dem, dass ihm der dazu nöthige Baugrund unentgeltlich überlassen werde, was auch einstimmig beschlossen wurde
Die Demolierung des Veitkirchleins schreitet rasch voran und es wird bald die Zeit kommen, in der man von diesem Kirchlein und dem anstoßenden Theil des Friedhofes als von etwas Vergangenem spricht. Der Anbau des Spitals wird ernstlich in Angriff genommen. Wie lange wird es wohl dauern bis in der dort projektierten Straße weitere Gebäude entstehen! Wir glauben, dass die Nähe des Spitals, vom noch übrigen Theil des Friedhofes gar nicht zu reden, da dieser doch bald verschwinden dürfte, viele dort zu bauen abhält, obwohl die Lage zum Bauen dort ebenso schön wie nächst der Eisenbahn ist, und wegen des dort vorhandenen Kohlendampfes und Lärmen der Züge , die einstigen Quartiere viel angenehmer zum Bewohnen sein werden
Am Löwenegg´schen Haus in der Neustadt wurden gestern die Demolierungsarbeiten begonnen
Zum Innbrückenbau: Vor einigen Tagen wurde endlich unserer Innbrücke das Todesurtheil gesprochen, worüber wohl wenige sich betrüben, es sei denn, dass Innsbruck um ein Alterthum ärmer wird. Der Bau einer neuen Innbrücke von Eisenkonstruktion und zwar an Stelle der alten ist nun beschlossene Sache und ein Hilfsbrücke, welche oberhalb des englischen Gartens hinter dem Mauthause über den Inn geschlagen und mit zwei vom Fahrwege getrennten Fußsteigen versehen wird, soll während des Baues den Verkehr zwischen beiden Stadtteilen vermitteln.
Das ehemalige Hölbling´sche Haus (Helblinghaus) am Stadtplatz steht nun vollständig restrauriert da,. es ist entschieden eine Zierde Innsbrucks und wenige Städte können sich eines Hauses rühmen, das in so reichem und zugleich anmuthigen Rococo-Style geziert ist. Es muss aber auch das Verdienst desjenigen Consortiums, welches das Haus zu katholischen Vereinszwecken angekauft hat, hervorgehoben werden.
Was die projektierte Verlängerung der Angerzellgasse und deren Verbindung mit der Landhausgasse betrifft, so scheint dieses Unternehmen vorderhand in der Hartnäckigkeit der Grießer´schen Erben gescheitert zu sein und kommt hierbei insbesondere der Besitzer des zwischen dem neuen Schulgebäude und dem Sonvico´schen Wohnhause gelegenen Baugrundes zu Schaden, welcher diesen Grund schon lange behufs Errichtung eines Zinshauses käuflich an sich gebracht, mit der Ausführung aber warten muss, bis die fragliche Straße eröffnet ist.
Innsbruck: Der Plan für die neue Innbrücke liegt jetzt vor. Es wird eine Brücke von Eisenkonstruktion auf zwei Jöcher ruhend unsere alte verdrängen. Die Brücke beruht auf dem selben System, wie die Eisenbahnbrücke bei Kirchbichl, und sieht sich etwas plump an. (s.a. 22.03., 26.03 und 28.03.)
Dem Vernehmen nach wird in nächster Zeit der Bau der neue Thalstraße nach Sellrain begonnen werden, welche von Kematen aus der Melch entlang führen wird und schon im August hergestellt sein wird.
Die alte Hofmühle in der oberen Sillgasse, eines der ältesten Gebäude Innsbrucks, wird niedergerissen und an deren Stelle ein modernes Gebäude aufgeführt werden, das nach dem bereits aufgelagerten Baumateriale zu urteilen, sehr großartig werden dürfte.
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