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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Eine Gefahrenstelle beim Tummelplatz soll entschärft werden. (Der sowohl von Erwachsenen als Kindern sehr häufig begangene Waldweg zum Tummelplatz bei Amras führt kurz vor seinem Ende an einem turmhohen Absturz (Schieferbruch) vorüber, welcher in keiner Weise versichert und so gefährlich ist, als er erst bemerkt wird, wenn der Fuß schon am Rande steht. Im Interesse der Besucher möchte daher die Absperrung des Zuganges durch eine kleine Verzäunung oder wenigstens eine Tafel gewiss geboten erscheinen.)
Seit der vor mehr als einem Dezenium erfolgten Herstellung einer Verbindungsstraße von der Neustadt bis zum Bahnhof sind es zwei Gebäude gewesen, welche jedem für die Verschönerung der Stadt interessierten Bewohner ein Dorn im Auge war. Das eine davon, das Löwenegg´sche Haus am Eingang in die Landhausgasse wurde voriges Jahr demoliert und heuer endlich wird dasselbe auch mit dem anderen Gebäude, der Oberlindober´schen Feigenmühle am Margarethenplatze der Fall sein. Die bisher dieser lange schon beabsichtigten Demolierung entgegenstehenden Hindernisse sind durch Übereinkommen zwischen dem Besitzer der Mühle, Herrn Hauser, dessen Nachbar, den Gebrüdern Baur und endlich der Stadtvertretung glücklich beseitigt worden. Herr Hauser kann seine Mühlräder weiter oberhalb am Sillkanale anbringen und überlässt dafür der Stadtkommune den zur Regulierung der Straße nöthigen Grund, während andererseits die Stadtgemeinde den Gebrüdern Baur ein Stück Grund bei der Hofmühle, an deren Stelle dieselben eine Fabrik errichten, abtritt. Da die Erbauung eines Wohnhauses auf dem noch freien Baugrund am Margarethenplatz gewiss auch nicht mehr lange auf sich warten lässt, so ist die Vollendung dieses Platzes in naher Aussicht und fehlt dann nur noch der Rudolfsbrunnen, mit dessen Herstellung wir aber ebenso lange warten werden müssen, als wir seit Jahren auf den Bau der neuen Innbrücke…
Wo soll die Notbrücke über den Inn errichtet werden?
An der linkseitigen Innarche gegenüber der Fleischbank ist das Profil der herzustellenden Interimsbrücke bereits mit Kalk bezeichnet und die Arbeiten sollen nächsten Montag beginnen
Der Bau der Interimsbrücke wird emsig betrieben und schreitet rasch vorwärts, indem bereits die Piloten zum dritten Brückenjoch geschlagen werden. Um den Bewohnern von St. Nikolaus für die getäuschte Hoffnung, dass die Brücke beim dortigen Schulhause errichtet würde, einigermaßen zu entschädigen, hat der Magistrat in wohlweiser Erwägung, dass in Tirol dermalen die weibliche Bevölkerung beruhigt werden muss, den Waschweibern der Kohtlacke ein neues Waschfloß herstellen und zum allgemeinen Besten in der Dienzgergasse den Fallbachkanal neu einmauern lassen. Für die Überfahrt wurde von Seiten des Besitzers derselben 2 neue Vehikel angeschafft und die übrige ganz altehrwürdige Adjustierung des Fahrzeugs neu übertüncht. Damit heißt es vorderhand Vorlieb nehmen, bis die Stadt einmal Geld genug hat, wo dann nach Verheißung des Bürgerausschusses ein eiserner Steg errichtet werden wird;.
Die Poststraße zwischen Silz und Imst ist in Folge des Unwetters und des stattgehabten Wolkenbruchs an mehreren Stellen unbefahrbar
Detail aus der Bürgerausschuss-Sitzung vom 10. Juni 1870 (Fortsetzung): Herr Schuhmacher wies bei dem Umstande, dass die Türen an unseren Kirchen sich nach innen öffnen, auf die Möglichkeit eines großen Unglückes hin, das dadurch entstehen kann, wenn in vollen Kirchen die Leute durch irgend etwas erschreckt, plötzlich und in Mengen den Ausgängen zudrängen, dieselben aber statt offen zu halten unwillkürlich durch den ungestümen Andrang schließen und jeden Versuch dieselben zu öffnen unmöglich werden. Er verlangt, dass die Türen so umgeändert werden, dass sie sich nach außen öffnen. Der Antrag wurde zur weiteren Berichterstattung dem Comité für Rechtssachen und für Bauwesen zugewiesen.
Das schöne große Haus des Herrn Peterlongo in der Neustadt geht rasch seiner gänzlichen Vollendung entgegen und bietet einen gewaltigen Kontrast zum Servitenkloster vis-á-vis, das mit großer Hartnäckigkeit das ruinenartige seiner Facade festhält, wie noch ein Haus oder richtiger dessen Besitzer in der Neustadt.
Bausünden und Lob: „Wir können hiebei nicht umhin, unser Erstaunen auszudrücken, wie man in einer so engen Straße, wie die Pfarrgasse es ist, das Gesimse dunkel, beinahe schwarz anfärben kann. Dieser Anstrich macht das schwerflällige Gebäude höchst drückend, und gereicht dieser Gasse nicht zum Vortheile oder Zierde
Mit dem Abbruch des alten Ballhauses hinter der Innkaserne ist bereits begonnen und wird an dessen Stelle heuer noch mit einem Neubau begonnen werden, wodurch die Ballhausgasse eine bedeutende Erweiterung bekommen wird
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