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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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In den zwei Pfeilern wird Hagauer Marmor verwendet. Sie werden im Herbst ausgeführt werden. Die Eisenbrücke selbst, deren Fahrbahn 20 Fuß und deren zwei Gehwege zusammen 12 Fuß breit sind, wird in Creuzot in Frankreich gebaut. Die betreffende Fabrik, welche die Brücke noch während des Krieges in Arbeit nahm, hatte die Erlaubnis hierzu aus Paris mittelst Ballonpost erhalten; s.a. 19.04.
Die alte Innsbrucker Innbrücke. Aus der Volks- und Schützenzeitung von Dr. Schönherr. „Nach dem, was ich urkundlich über die älteste Form der Innbrücke weiß, hatte sie fünf Pfeiler von der Form, wie sie in den alten Stadtwappen abgebildet erscheint, sogenannte Steinkästen von bedeutendem Durchmesser. Sie hatte weder Spreng- noch Hängewerk, sondern trug Ross und Wagen, Reiter und Fußgeher auf dem einfachsten Rücken der übergezognen Ensbäume und Dielen. Die Brücke war länger als die eben abgetragene und ging bis an den Innbrückenthurm, welcher in der Lücke zwischen der Ottoburg und der Innbrückenkaserne stand, jedoch so, dass seine beiden Seiten, die eine gegen den Innrain, die andere dem jetzigen Innquai zu, frei waren. Am Anfang der Brücke lag an der rechten Seite, also vor der Ottoburg, die im 16. Jahrhundert aus der innern Stadt verbannte Fleischbank (Schlachthaus), welche ursprünglich ganz, später zum Theile im Flussbette des Inns stand und auf Pfähle gestellt war. An der linken, westlichen Seite der Brücke war in ältester Zeit der Schießstand angebaut und zwar in unmittelbarer Verbindung mit der Brücke, so dass, wie eine Beschwerdeschrift der Schützen sagt, dieselbe durch das Rollen der Wägen und das Getrampel der Pferde im ruhigen Zielen behindert wurden. Am Innrain (1649),…
Der Bau des Steges über den Inn bei St. Nikolaus wurde bereits in Angriff genommen.
Die Fundamentierungsarbeiten für die neuen Pfeiler der hiesigen Innbrücke werden fortwährend durch unerwartete Hindernisse erschwert und verzögert. Schon beim Pillotenschlagen stieß man, wo es am wenigsten zu vermuthen war, auf große im Flussbette liegende Steine, deren Lage durch die deshalb noch hoch emporragenden Pfähle ersichtlich ist, und welche nun aus der Tiefe herausgeschafft werden sollen, um die Pfähle nachschlagen zu können. Dank der gestatteten Verwendung von Militär zum Pilottenschlagen konnte diese Arbeit, soweit es die erwähnten Hindernisse zuließen, doch schnellsten beendet werden. Nun wird aber die Baggerung der Fundamentgruben durch die zum Vorschein kommenden großen Steine und Pfahlstumpfen auch äußerst erschwert und oft unterbrochen. Zur Beseitigung dieser Hindernisse werden dieselben meistens mit dem Wassertubus in der Tiefe erforscht und dann angebohrt und mit Dynamit gesprengt. Zum Theil wird auch ein pneumatischer Apparat angewendet, mittelst welchem die Arbeiter auf den Grund des Flussbettes gelangen können. Nachdem die Zeit ungemein drängt, werden diese Arbeiten mit Genehmigung der kirchlichen Autorität auch an den beiden Feiertagen nachmittags betrieben werden.
Vom Bauärar werden neben dem Trottoir am rechten Innquai vom englischen Garten bis hinauf zur Innbrücke Bäume gesetzt. Es wird selbstverständlich dadurch diese gerne begangene Promenade viel gewinnen. Die Anlage vor der Schwimmschule ist vollendet und wird sich recht hübsch machen, nur hätte man nicht die Bäume aus dem Spitalsgarten verwenden sollen, und diesen ohnehin als Erholungsplatz stiefmütterlich bedachten Raum zu einer Sandwüsten verwandeln. Ließe sich nicht für die Rekonvaleszenten im Spitale der alte Friedhof als Garten verwenden?
Beim Abräumen des Rüstwerkes bei den Grundpfeilern der neuen Innbrücke, welches wegen des Steigens des Wassers entfernt werden musste, wurde ein schon ganz verwester Leichnam, der an einem Holzpfahl hängen geblieben war, aufgefunden
Der Brückenbau ist gegenwärtig durch den steigenden Inn sehr ins Gedränge gebracht.
Straßen- und Wasserbauten: Seit Samstag mittags sieht man das Versetzgerüst, welches zur Betonfundierung der Mittelpfeiler der hiesigen Innbrücke gedient hatte mit ein Paar Fähnlein und einigem Tannenreisig besteckt, welch simplen Schmuck die bei diesem Bau beschäftigen Arbeiter als Zeichen ihrer eigenen Freunde an der Errichtung dieses Ziels anzubringen sich nicht entgehen lassen wollten. Somit ist der Grund zu einem Baue gelegt, welcher seit mehr als 20 Jahren den Gegenstand lebhafter Wünsche der Stadtbevölkerung bildete. Ein zweiter, ebensolang gehegter Herzenswunsch ist in letzter Zeit gleichfalls rasch seiner Erfüllung entgegengegangen, nämlich der Vorbau der Mariahilfer Innarche, womit der dortige Verkehr bedeutend mehr Raum gewinnen soll. Auch in Mühlau sehen wir numehr die Innarche in der ganzen Ausdehnung nach einer regelmäßigen Linie ausgebaut. Wie wir hören, ist auch die Herstellung eines neuen Archivgebäudes im Anschlusse an die Statthalterei-Lokalitäten nach einer vom Ministerium als entsprechend befundenen Skizze im Prinzipe bereits genehmigt.
Straßenpflasterung in der Universitätsstraße, welche darin besteht, dass der Länge nach in den Straßenboden mehrere Reihen von einem Schuh breite Granitsteine eingelassen werden, welche von einander wieder über einen Schuh abstehen
Die Notbrücke über den Inn hat nicht nur das Hochwasser sondern auch den gestrigen Anprall eines führerlosen Floßes gut überstanden. Es dürften nunmehr Diejenigen, welche diese Brücke für zu schwach hielten, sich endlich vollkommen beruhigen.
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